Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 226 ML | 614,83 € |
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Indikation
- Akutbehandlung von milden bis mässig schweren Formen der Pneumocystis- Pneumonie (PCP, verursacht durch Pneumocystis jiroveci, früher bezeichnet als P. carinii)
- wenn eine Behandlung mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol nicht vertragen wird
- PCP ist hier wie folgt definiert:
- Gradient der alveolären-arteriellen Sauerstoffspannung (A-a DO2 ) <= 45 mmHg (6 kPa) und arterielle Sauerstoffspannung (PaO2 ) >= 60 mmHg (8 kPa) bei der Atmung von Raumluft
Dosierung
Basiseinheit: 5 ml Suspension enthalten 750 mg Atovaquon
- Akutbehandlung von milden bis mässig schweren Formen der Pneumocystis- Pneumonie
- Erwachsene
- 5 ml (750 mg Atovaquon) 2mal / Tag (morgens und abends)
- evtl. bei einigen Patienten höhere Dosen wirksamer
- Behandlungsdauer: 21 Tage
- Erwachsene
Dosisanpassung
- deutlich eingeschränkte Nierenfunktion
- keine speziellen Untersuchungen
- Anwendung mit Vorsicht und engmaschige Therapieüberwachung
- deutlich eingeschränkte Leberfunktion
- keine speziellen Untersuchungen
- Anwendung mit Vorsicht und engmaschige Therapieüberwachung
- ältere Patienten
- keine klinischen Erfahrungen
- Anwendung engmaschig überwachen
- Kinder
- klinische Wirksamkeit nicht untersucht
Kontraindikationen
Atovaquon - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Atovaquon
Therapiehinweise
Einnahme mit fettreicher Mahlzeit zur Resorptionsverbesserung.
Nebenwirkungen
Atovaquon - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- Neutropenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- Erbrechen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Leberenzymwerte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- Angioödem
- Bronchospasmus
- Enge im Rachen
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- Juckreiz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Amylasewerte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- mit einer Mahlzeit einnehmen
- durch Nahrungsmittel, insbesondere solche mit hohem Fettgehalt, wird die Bioverfügbarkeit um das Zwei- bis Dreifache erhöht
Stillzeithinweise
Atovaquon - peroral
- es wird empfohlen nicht zu stillen
- nicht bekannt, ob Atovaquon in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Atovaquon - peroral
- Atovaquon sollte nicht von schwangeren Frauen eingenommen werden,
- es sei denn, der therapeutische Nutzen für die Mutter überwiegt jegliches mögliche Risiko für den Föten
- keine Erfahrungen über die Anwendung von Atovaquon in der Schwangerschaft vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien sind nicht ausreichend für eine Bewertung einer möglichen Beeinflussung der Reproduktionsfähigkeit
Warnhinweise
Atovaquon - peroral
- Einnahme mit Nahrung
- die Einnahme zusammen mit Nahrung ist äußerst wichtig (siehe Rubrik "Dosierung" / "Art der Anwendung")
- durch Nahrungsmittel, insb. solche mit hohem Fettgehalt, wird die Bioverfügbarkeit um das 2- bis 3-Fache erhöht
- für Patienten, die Schwierigkeiten haben, Atovaquon zusammen mit einer Mahlzeit einzunehmen, alternative Therapien in Betracht ziehen
- Diarrhoe
- bei Patienten mit bereits bei Therapiebeginn bestehender Diarrhö waren die Atovaquon-Plasma-Spiegel signifikant verringert
- korrelierten wiederum mit einer höheren Inzidenz von Therapieversagen und geringeren Überlebensraten
- für diese Patienten alternative Therapien in Betracht ziehen
- bei Patienten mit bereits bei Therapiebeginn bestehender Diarrhö waren die Atovaquon-Plasma-Spiegel signifikant verringert
- gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln:
- Tetracyclin
- Patienten engmaschig überwachen
- Efavirenz oder geboosterten Protease- Inhibitoren
- gleichzeitige Anwendung nach Möglichkeit vermeiden
- Rifampicin oder Rifabutin
- gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- Metoclopramid
- gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- andere antiemetische Behandlung wählen
- Etoposid
- Atovaquon kann die Plasmakonzentrationen von Etoposid und seinen Metaboliten erhöhen
- Vorsicht ist geboten
- Tetracyclin
- systematische Untersuchungen zur Wirksamkeit an Patienten, bei denen andere PCP-Therapien einschließlich Trimethoprim/Sulfamethoxazol erfolglos geblieben waren, wurden nicht durchgeführt
- systematische Untersuchungen zur Wirksamkeit zur Behandlung von schweren PCP-Verläufen ([(A-a) DO2] > 45 mmHg (6 kPa)) sowie für die Prophylaxe der PCP wurden nicht durchgeführt
- systematische Untersuchungen zum Vergleich der Wirksamkeit mit derjenigen einer intravenösen Behandlung einer PCP mit Pentamidin wurde nicht durchgeführt
- keine Daten zu PCP-Patienten mit einer Immunschwäche, die nicht durch HIV bedingt ist, vorliegend
- Ältere Patienten
- keine klinischen Erfahrungen über eine Behandlung mit Atovaquon bei älteren Patienten
- Anwendung bei älteren Patienten engmaschig überwachen
- Patienten mit pulmonaler Erkrankung
- sollten sorgfältig auf andere Ursachen als die einer PCP untersucht werden
- ggf. mit anderen Mitteln behandeln
- bei anderen, durch Pilze, Bakterien, Mykobakterien oder Viren hervorgerufenen Infektionen ist von Atovaquon keine wirksame Therapie zu erwarten
- sollten sorgfältig auf andere Ursachen als die einer PCP untersucht werden