WICK Schleimlöser 30mg Brausetabletten

WICK Pharma - Zweigniederlassung der Procter & Gamble GmbH Wirkstoff: Ambroxol →

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Fachinformationen

Indikation

  • sekretolytische Therapie bei akuten und chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport einhergehen

Dosierung

  • sekretolytische Therapie bei akuten und chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport einhergehen
    • Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren)
      • erste 2 - 3 Tage: 1 Brausetablette (30 mg Ambroxolhydrochlorid) 3mal / Tag
      • anschließend: 1 Brausetablette 2mal / Tag
      • Steigerung der Wirksamkeit ggf. durch Dosiserhöhung auf 60 mg Ambroxolhydrochlorid 2mal / Tag
    • Behandlungsdauer: ohne ärztlichen Rat max. 4 - 5 Tage

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion oder schwere Lebererkrankung
    • Anwendung nur mit besonderer Vorsicht (d. h. in größeren Einnahmeabständen oder in verminderter Dosis)
    • schwere Niereninsuffizienz: mit einer Kumulation der in der Leber gebildeten Metabolite von Ambroxol rechnen

Kontraindikationen

Ambroxol - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Ambroxol
  • Kinder
    • aufgrund des unterschiedlich hohen Wirkstoffgehaltes nicht alle Darreichungsformen für jedes Alter geeignet (Einschränkungen siehe jeweilige Herstelllerinformation)

Therapiehinweise

Einnahme nach dem Essen.

Nebenwirkungen

Ambroxol - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktionen einschl.
        • Angioödem
        • Juckreiz
        • anaphylaktischer Schock
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Taubheitsgefühl im Mund / Rachen / Kehlkopf
      • Diarrhö
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bauchschmerzen / Magenschmerzen
      • Erbrechen
      • Dyspepsie
      • Mundtrockenheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Trockenheit im Hals
      • Sodbrennen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Sialorrhö
      • Verstopfung
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • schwere Hautreaktionen, einschl.
        • Erythema multiforme
        • Stevens-Johnson-Syndrom / toxische epidermale Nekrolyse
        • akute generalisierte exanthematische Pustulose
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Geschmacksstörungen (Dysgeusie)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Nasenfluss
      • Trockenheit der Atemwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe (als Symptom einer Überempfindlichkeitsreaktion)
  • Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Dysurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fieber
      • Schleimhautreaktionen

Anwendungshinweise

  • Brausetabletten nach den Mahlzeiten in einem Glas kalten Wasser aufgelöst einnehmen
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr während der Therapie erforderlich (unterstützt schleimlösende Wirkung von Ambroxol)

Stillzeithinweise

Ambroxol - peroral
  • Anwendung während der Stillzeit ist nicht empfohlen
    • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Ambroxol verzichtet werden soll
    • dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen
    • auch wenn keine nachteiligen Wirkungen beim gestillte Kind zu erwarten sind
  • keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Ambroxol bei stillenden Frauen vorliegend
  • es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Ambroxol / Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • zur Verfügung stehende pharmakodynamische / toxikologische Daten
    • zeigten, dass Ambroxol / Metabolite (beim Tier) in die Muttermilch über gehen

Schwangerschaftshinweise

Ambroxol - peroral
  • Einnahme aus Vorsichtsgründen vermeiden bzw. nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
    • insbesondere im 1. Trimenon Anwendung von Ambroxol nicht empfohlen
  • Ambroxolhydrochlorid passiert die Plazentaschranke
  • keine hinreichenden Daten mit der Anwendung von Ambroxol bei Schwangeren (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge)
    • dies betrifft insbesondere den Zeitraum bis zur 28. Schwangerschaftswoche
  • nichtklinische Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung
    • keine teratogenen Wirkungen (tierexperimentelle Studien)
  • präklinische Studien zur Teratogenität sowie umfangreiche klinische Erfahrungen nach der 28. Schwangerschaftswoche (SSW) ergaben keinen Hinweis auf schädliche Auswirkungen auf den Fötus
    • trotzdem sollten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich der Anwendung von Arzneimitteln in der Schwangerschaft beachtet werden
  • Fertilität
    • klinische Daten zu möglichen Auswirkungen von Ambroxol auf die Fertilität beim Menschen liegen nicht vor
    • nichtklinische Studien
      • keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkung auf die männliche oder weibliche Fruchtbarkeit

Warnhinweise

Ambroxol - peroral
  • gleichzeitige Anwendung schleimlösende und hustenstillende Mittel
    • gleichzeitige Anwendung nicht sinnvoll
  • schwere Hautreaktionen
    • Berichte über Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) / toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) im Zusammenhang mit der Anwendung von Ambroxol
      • im Falle von Symptomen oder Anzeichen eines progredienten Hautauschlages (manchmal verbunden mit Blasenbildung oder Schleimhautläsionen) sollte die Anwendung von Ambroxol unverzüglich beendet und ärztlicher Rat eingeholt werden
  • gestörte Bronchomotorik und größere Sekretmengen (z. B. beim seltenen malignen Ziliensyndrom)
    • Gefahr eines Sekretstaus
      • Anwendung nur mit Vorsicht und nach Rücksprache mit dem Arzt
  • eingeschränkte Nierenfunktion (mittelschwer bis schwer)
    • eine langsamere Eliminationsrate kann zur Kumulation von Ambroxol führen
    • Anwendung nur auf ärztliche Anweisung hin und mit besonderer Vorsicht
    • größere Einnahmeabstände oder verminderte Dosis
    • bei schwerer Niereninsuffizienz muss mit einer Kumulation der in der Leber gebildeten Metaboliten von Ambroxol gerechnet werden
    • bei akuten Atemwegserkrankungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn sich die Beschwerden während der Behandlung nicht bessern oder sogar verschlimmern
  • mittelschwere bis schwere Lebererkrankung
    • eine langsamere Eliminationsrate kann zur Kumulation von Ambroxol und / oder in der Leber gebildeten Ambroxolmetaboliten führen
    • Anwendung nur auf ärztliche Anweisung hin und mit besonderer Vorsicht
    • größere Einnahmeabstände oder verminderte Dosis
    • bei akuten Atemwegserkrankungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn sich die Beschwerden während der Behandlung nicht bessern oder sogar verschlimmern
  • Patienten mit Histaminintoleranz
    • es ist Vorsicht geboten
    • eine längerfristige Therapie sollte bei diesen Patienten vermieden werden, da Ambroxolhydrochlorid den Histaminstoffwechsel beeinflusst und zu Intoleranzerscheinungen (z. B. Kopfschmerzen, Fließschnupfen, Juckreiz) führen kann
  • Kinder
    • Einschränkungen der Anwendung aufgrund des Patientenalters siehe jeweilige Herstellerinformation
  • MagenMagen-Darm-Trakt
    • Mukolytika können die Magenschleimhaut reizen
      • besondere Vorsicht bei Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren (peptischer Ulkuskrankheit) in der Vorgeschichte
  • Asthma
    • besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ambroxol bei Patienten mit Asthma und schweren Asthmaanfällen