WICK Schleimlöser 6mg/ml Lösung zum Einnehmen

WICK Pharma - Zweigniederlassung der Procter & Gamble GmbH Wirkstoff: Ambroxol →

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N1 100 ML 6,97 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Kinder (> 2 Jahre)

  • zur schleimlösenden Therapie im Rahmen der Behandlung von Atemwegserkrankungen, die mit abnormer Schleimsekretion u. -transportstörungen einhergehen, die die Mukussekretion u. -clearance beeinträchtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 6 mg Ambroxolhydrochlorid (5 ml = 1 Spritze)

  • zur schleimlösenden Therapie im Rahmen der Behandlung von Atemwegserkrankungen, die mit abnormer Schleimsekretion u. -transportstörungen einhergehen, die die Mukussekretion u. -clearance beeinträchtigen
    • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
      • initial:
        • 5 ml Lösung (30 mg Ambroxolhydrochlorid) (= 1 Spritze) 3mal / Tag (90 mg Ambroxolhydrochlorid / Tag) über 2 - 3 Tage
        • Dosisintervall: 8 Stunden
      • danach:
        • 5 ml Lösung (30 mg Ambroxolhydrochlorid) (= 1 Spritze) 2mal / Tag (60 mg Ambroxolhydrochlorid / Tag)
        • Dosisintervall: 12 Stunden
      • bei Bedarf Dosiserhöhung auf:
        • 10 ml Lösung (60 mg Ambroxolhydrochlorid) (= 2 Spritzen) 2mal / Tag (120 mg Ambroxolhydrochlorid / Tag)
        • Dosisintervall: 12 Stunden
    • Kinder (6 - 12 Jahre)
      • 2,5 ml Lösung (15 mg Ambroxolhydrochlorid) (= 1/2 Spritze) 2 - 3mal / Tag (30 - 45 mg Ambroxolhydrochlorid / Tag)
      • Dosisintervall: 12 oder 8 Stunden
    • Kinder (2 - 5 Jahre)
      • 1,25 ml Lösung (7,5 mg Ambroxolhydrochlorid) (= 1/4 Spritze) 3mal / Tag (22,5 mg Ambroxolhydrochlorid / Tag)
      • Dosisintervall: 8 Stunden
    • Behandlungsdauer
      • wenn nach 5 Tagen Behandlung keine Besserung der Symptome o. Verschlechterung
        • ärztlichen Rat einholen

Dosisanpassung

  • Kinder (< 2 Jahre)
    • keine Anwendung
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • nur unter besonderer Vorsicht anwenden (z.B. in geringerer Dosierung o. größeren Intervallen)
    • stark eingeschränkte Nierenfunktion
      • es ist mit der Akkumulation der hepatischen Metaboliten von Ambroxol zu rechnen
  • stark eingeschränkte Leberfunktion
    • nur unter besonderer Vorsicht anwenden (z.B. in geringerer Dosierung o. größeren Intervallen)

Kontraindikationen

Ambroxol - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Ambroxol
  • Kinder
    • aufgrund des unterschiedlich hohen Wirkstoffgehaltes nicht alle Darreichungsformen für jedes Alter geeignet (Einschränkungen siehe jeweilige Herstelllerinformation)

Therapiehinweise

Einnahme nach dem Essen.

Nebenwirkungen

Ambroxol - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktionen einschl.
        • Angioödem
        • Juckreiz
        • anaphylaktischer Schock
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Taubheitsgefühl im Mund / Rachen / Kehlkopf
      • Diarrhö
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bauchschmerzen / Magenschmerzen
      • Erbrechen
      • Dyspepsie
      • Mundtrockenheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Trockenheit im Hals
      • Sodbrennen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Sialorrhö
      • Verstopfung
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • schwere Hautreaktionen, einschl.
        • Erythema multiforme
        • Stevens-Johnson-Syndrom / toxische epidermale Nekrolyse
        • akute generalisierte exanthematische Pustulose
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Geschmacksstörungen (Dysgeusie)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Nasenfluss
      • Trockenheit der Atemwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe (als Symptom einer Überempfindlichkeitsreaktion)
  • Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Dysurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fieber
      • Schleimhautreaktionen

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
  • nach den Mahlzeiten einnehmen, unter Verwendung der beigefügten Dosierungshilfe (Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen plus Press-In-Adapter zum Einsetzen in den Flaschenhals)
  • nach der Einnahme ein Glas Wasser trinken
  • über den gesamten Tag reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen

Stillzeithinweise

Ambroxol - peroral
  • Anwendung während der Stillzeit ist nicht empfohlen
    • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Ambroxol verzichtet werden soll
    • dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen
    • auch wenn keine nachteiligen Wirkungen beim gestillte Kind zu erwarten sind
  • keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Ambroxol bei stillenden Frauen vorliegend
  • es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Ambroxol / Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • zur Verfügung stehende pharmakodynamische / toxikologische Daten
    • zeigten, dass Ambroxol / Metabolite (beim Tier) in die Muttermilch über gehen

Schwangerschaftshinweise

Ambroxol - peroral
  • Einnahme aus Vorsichtsgründen vermeiden bzw. nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
    • insbesondere im 1. Trimenon Anwendung von Ambroxol nicht empfohlen
  • Ambroxolhydrochlorid passiert die Plazentaschranke
  • keine hinreichenden Daten mit der Anwendung von Ambroxol bei Schwangeren (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge)
    • dies betrifft insbesondere den Zeitraum bis zur 28. Schwangerschaftswoche
  • nichtklinische Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung
    • keine teratogenen Wirkungen (tierexperimentelle Studien)
  • präklinische Studien zur Teratogenität sowie umfangreiche klinische Erfahrungen nach der 28. Schwangerschaftswoche (SSW) ergaben keinen Hinweis auf schädliche Auswirkungen auf den Fötus
    • trotzdem sollten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich der Anwendung von Arzneimitteln in der Schwangerschaft beachtet werden
  • Fertilität
    • klinische Daten zu möglichen Auswirkungen von Ambroxol auf die Fertilität beim Menschen liegen nicht vor
    • nichtklinische Studien
      • keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkung auf die männliche oder weibliche Fruchtbarkeit

Warnhinweise

Ambroxol - peroral
  • gleichzeitige Anwendung schleimlösende und hustenstillende Mittel
    • gleichzeitige Anwendung nicht sinnvoll
  • schwere Hautreaktionen
    • Berichte über Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) / toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) im Zusammenhang mit der Anwendung von Ambroxol
      • im Falle von Symptomen oder Anzeichen eines progredienten Hautauschlages (manchmal verbunden mit Blasenbildung oder Schleimhautläsionen) sollte die Anwendung von Ambroxol unverzüglich beendet und ärztlicher Rat eingeholt werden
  • gestörte Bronchomotorik und größere Sekretmengen (z. B. beim seltenen malignen Ziliensyndrom)
    • Gefahr eines Sekretstaus
      • Anwendung nur mit Vorsicht und nach Rücksprache mit dem Arzt
  • eingeschränkte Nierenfunktion (mittelschwer bis schwer)
    • eine langsamere Eliminationsrate kann zur Kumulation von Ambroxol führen
    • Anwendung nur auf ärztliche Anweisung hin und mit besonderer Vorsicht
    • größere Einnahmeabstände oder verminderte Dosis
    • bei schwerer Niereninsuffizienz muss mit einer Kumulation der in der Leber gebildeten Metaboliten von Ambroxol gerechnet werden
    • bei akuten Atemwegserkrankungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn sich die Beschwerden während der Behandlung nicht bessern oder sogar verschlimmern
  • mittelschwere bis schwere Lebererkrankung
    • eine langsamere Eliminationsrate kann zur Kumulation von Ambroxol und / oder in der Leber gebildeten Ambroxolmetaboliten führen
    • Anwendung nur auf ärztliche Anweisung hin und mit besonderer Vorsicht
    • größere Einnahmeabstände oder verminderte Dosis
    • bei akuten Atemwegserkrankungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn sich die Beschwerden während der Behandlung nicht bessern oder sogar verschlimmern
  • Patienten mit Histaminintoleranz
    • es ist Vorsicht geboten
    • eine längerfristige Therapie sollte bei diesen Patienten vermieden werden, da Ambroxolhydrochlorid den Histaminstoffwechsel beeinflusst und zu Intoleranzerscheinungen (z. B. Kopfschmerzen, Fließschnupfen, Juckreiz) führen kann
  • Kinder
    • Einschränkungen der Anwendung aufgrund des Patientenalters siehe jeweilige Herstellerinformation
  • MagenMagen-Darm-Trakt
    • Mukolytika können die Magenschleimhaut reizen
      • besondere Vorsicht bei Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren (peptischer Ulkuskrankheit) in der Vorgeschichte
  • Asthma
    • besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ambroxol bei Patienten mit Asthma und schweren Asthmaanfällen