Xermelo 250 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 90 ST | 1555,31 € |
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Indikation
- Behandlung der Karzinoid-Syndrom-bedingten Diarrhö in Kombination mit einer Somatostatin-Analogon (SSA)-Therapie bei Erwachsenen mit unzureichender Kontrolle unter SSA-Therapie
Dosierung
- Behandlung der Karzinoid-Syndrom-bedingten Diarrhö in Kombination mit einer Somatostatin-Analogon (SSA)-Therapie bei Erwachsenen mit unzureichender Kontrolle unter SSA-Therapie
- 250 mg Telotristatethyl 3mal / Tag
- klinisches Ansprechen i.d.R. innerhalb von 12 Behandlungswochen
- Nutzen der Fortsetzung der Therapie bei einem Patienten, der innerhalb dieser Zeit nicht anspricht, neu bewerten
- Einnahme höherer Dosen nicht empfohlen
- Akkumulation in einer Untergruppe von Patienten mit Karzinoid-Syndrom nicht ausgeschlossen (basierend auf beobachteter hoher interindividueller Variabilität)
- versäumte Dosis
- darauffolgende Dosis zur üblichen Zeit einnehmen
- nicht die doppelte Dosis einnehmen, um versäumte Dosis nachzuholen
Dosisanpassung
- Nierenfunktionsstörung
- nicht dialysepflichtig, mit leichter, moderater oder schwerer Nierenfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Nierenfunktionsstörung
- auf Anzeichen einer verminderten Verträglichkeit überwachen
- Nierenfunktionsstörung im Endstadium, dialysepflichtig, (eGFR < 15 ml / Min.)
- Einnahme nicht empfohlen
- Wirksamkeit und Sicherheit nicht nachgewiesen
- nicht dialysepflichtig, mit leichter, moderater oder schwerer Nierenfunktionsstörung
- Leberfunktionsstörung
- leicht (Child-Pugh-Score A)
- abhängig von der Verträglichkeit, Dosisreduktion auf 250 mg 2mal / Tag
- mäßig (Child-Pugh-Score B)
- abhängig von der Verträglichkeit, Dosisreduktion auf 250 mg 1mal / Tag
- schwer (Child-Pugh-Score C)
- Anwendung nicht empfohlen, da keine Daten vorliegen
- leicht (Child-Pugh-Score A)
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine spezifischen Dosierungsempfehlungen
- Kinder und Jugendliche
- im Anwendungsgebiet kein relevanter Nutzen
Kontraindikationen
Telotristat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Telotristat
Therapiehinweise
Einnahme während des Essens.
Nebenwirkungen
Telotristat - peroral
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verminderter Appetit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- depressive Verstimmung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Abdominalschmerzen (umfasst obere und untere Abdominalschmerzen)
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- aufgeblähtes Abdomen
- Verstopfung
- Flatulenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fäkalom (wurde in einer klinischen Studie nur bei einer Dosis von 500 mg 3mal / Tag (2-Fache der empfohlenen Dosis) beobachtet)
- Darmverschluss
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gamma-Glutamyl- Transferase erhöht (umfasst die bevorzugten Bezeichnungen Gamma- Glutamyl-Transferase erhöht, Gamma-Glutamyl-Transferase- und Leberfunktionstestwerte abnorm/hepatisches Enzym erhöht, wobei Gamma-Glutamyl-Transferase erhöht war)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alanin-Amino-Transferase (ALT) erhöht
- Aspartat- Amino-Transferase (AST) erhöht
- alkalische Phosphatase (ALP) im Blut erhöht
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- periphere Ödeme
- Pyrexie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen mit einer Mahlzeit
Stillzeithinweise
Telotristat - peroral
- Patientinnen sollten während der Behandlung mit Telotristat nicht stillen
- nicht bekannt, ob Telotristatethyl und sein Metabolit in die Muttermilch übergehen
- Risiko für Neugeborene/Kleinkinder kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Telotristat - peroral
- Einnahme während der Schwangerschaft und für Frauen im gebärfähigen Alter ohne Kontrazeption nicht empfohlen
- keine Daten zur Einnahme von Telotristat bei Schwangeren verfügbar
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität gezeigt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- während der Behandlung mit Telotristat ist auf eine zuverlässige Kontrazeption zu achten
- Fertilität
- keine Studien zur Auswirkung von Telotristat auf die humane Fertilität durchgeführt
- tierexperimentellen Studien
- keine Auswirkung auf die Fertilität
Warnhinweise
Telotristat - peroral
- Anstieg hepatischer Enzyme
- erhöhte Leberenzymwerte in klinischen Studien beobachtet
- falls klinisch indiziert, Laboruntersuchungen zur Kontrolle der Leberenzyme vor und während der Therapie mit Telotristat empfohlen
- kontinuierliche Überwachung auf unerwünschte Ereignisse und auf eine Verschlechterung der Leberfunktion bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen empfohlen
- Patienten, die Symptome entwickeln, die auf eine Leberfunktionsstörung schließen lassen
- Leberenzymwerte überprüfen
- Behandlung mit Telotristat abbrechen, wenn eine Leberschädigung vermutet wird
- Therapie mit Telotristat nicht wieder aufnehmen es sei denn, die Leberschädigung kann auf eine andere Ursache zurückgeführt werden
- Verstopfung
- Telotristat verringert die Stuhlfrequenz
- Verstopfung bei Patienten, die eine höhere Dosis (500 mg) eingenommen haben, berichtet
- Patienten auf Anzeichen und Symptome einer Verstopfung überwachen
- wenn Verstopfung auftritt
- Anwendung von Telotristat und anderen Begleittherapien, die Einfluss auf die Darmtätigkeit haben, neu bewerten
- Depressive Störungen
- in klinischen Studien bei einigen mit Telotristat oder Placebo behandelten Patienten über Depression, depressive Verstimmung und vermindertes Interesse berichtet
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, alle Symptome bezüglich Depression, depressiver Verstimmung und vermindertem Interesse ihrem Arzt zu melden