Xermelo 250 mg Filmtabletten

SERB SAS
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Wirkstoff: Telotristat →

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der Karzinoid-Syndrom-bedingten Diarrhö in Kombination mit einer Somatostatin-Analogon (SSA)-Therapie bei Erwachsenen mit unzureichender Kontrolle unter SSA-Therapie

Dosierung

  • Behandlung der Karzinoid-Syndrom-bedingten Diarrhö in Kombination mit einer Somatostatin-Analogon (SSA)-Therapie bei Erwachsenen mit unzureichender Kontrolle unter SSA-Therapie
    • 250 mg Telotristatethyl 3mal / Tag
    • klinisches Ansprechen i.d.R. innerhalb von 12 Behandlungswochen
      • Nutzen der Fortsetzung der Therapie bei einem Patienten, der innerhalb dieser Zeit nicht anspricht, neu bewerten
    • Einnahme höherer Dosen nicht empfohlen
      • Akkumulation in einer Untergruppe von Patienten mit Karzinoid-Syndrom nicht ausgeschlossen (basierend auf beobachteter hoher interindividueller Variabilität)
    • versäumte Dosis
      • darauffolgende Dosis zur üblichen Zeit einnehmen
      • nicht die doppelte Dosis einnehmen, um versäumte Dosis nachzuholen

Dosisanpassung

  • Nierenfunktionsstörung
    • nicht dialysepflichtig, mit leichter, moderater oder schwerer Nierenfunktionsstörung
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Nierenfunktionsstörung
      • auf Anzeichen einer verminderten Verträglichkeit überwachen
    • Nierenfunktionsstörung im Endstadium, dialysepflichtig, (eGFR < 15 ml / Min.)
      • Einnahme nicht empfohlen
      • Wirksamkeit und Sicherheit nicht nachgewiesen
  • Leberfunktionsstörung
    • leicht (Child-Pugh-Score A)
      • abhängig von der Verträglichkeit, Dosisreduktion auf 250 mg 2mal / Tag
    • mäßig (Child-Pugh-Score B)
      • abhängig von der Verträglichkeit, Dosisreduktion auf 250 mg 1mal / Tag
    • schwer (Child-Pugh-Score C)
      • Anwendung nicht empfohlen, da keine Daten vorliegen
  • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
    • keine spezifischen Dosierungsempfehlungen
  • Kinder und Jugendliche
    • im Anwendungsgebiet kein relevanter Nutzen

Kontraindikationen

Telotristat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Telotristat

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

Telotristat - peroral
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderter Appetit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Depression
      • depressive Verstimmung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Abdominalschmerzen (umfasst obere und untere Abdominalschmerzen)
      • Übelkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • aufgeblähtes Abdomen
      • Verstopfung
      • Flatulenz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fäkalom (wurde in einer klinischen Studie nur bei einer Dosis von 500 mg 3mal / Tag (2-Fache der empfohlenen Dosis) beobachtet)
      • Darmverschluss
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Gamma-Glutamyl- Transferase erhöht (umfasst die bevorzugten Bezeichnungen Gamma- Glutamyl-Transferase erhöht, Gamma-Glutamyl-Transferase- und Leberfunktionstestwerte abnorm/hepatisches Enzym erhöht, wobei Gamma-Glutamyl-Transferase erhöht war)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Alanin-Amino-Transferase (ALT) erhöht
      • Aspartat- Amino-Transferase (AST) erhöht
      • alkalische Phosphatase (ALP) im Blut erhöht
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Müdigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • periphere Ödeme
      • Pyrexie

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen mit einer Mahlzeit

Stillzeithinweise

Telotristat - peroral
  • Patientinnen sollten während der Behandlung mit Telotristat nicht stillen
  • nicht bekannt, ob Telotristatethyl und sein Metabolit in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für Neugeborene/Kleinkinder kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Telotristat - peroral
  • Einnahme während der Schwangerschaft und für Frauen im gebärfähigen Alter ohne Kontrazeption nicht empfohlen
  • keine Daten zur Einnahme von Telotristat bei Schwangeren verfügbar
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • während der Behandlung mit Telotristat ist auf eine zuverlässige Kontrazeption zu achten
  • Fertilität
    • keine Studien zur Auswirkung von Telotristat auf die humane Fertilität durchgeführt
    • tierexperimentellen Studien
      • keine Auswirkung auf die Fertilität

Warnhinweise

Telotristat - peroral
  • Anstieg hepatischer Enzyme
    • erhöhte Leberenzymwerte in klinischen Studien beobachtet
    • falls klinisch indiziert, Laboruntersuchungen zur Kontrolle der Leberenzyme vor und während der Therapie mit Telotristat empfohlen
    • kontinuierliche Überwachung auf unerwünschte Ereignisse und auf eine Verschlechterung der Leberfunktion bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen empfohlen
    • Patienten, die Symptome entwickeln, die auf eine Leberfunktionsstörung schließen lassen
      • Leberenzymwerte überprüfen
      • Behandlung mit Telotristat abbrechen, wenn eine Leberschädigung vermutet wird
        • Therapie mit Telotristat nicht wieder aufnehmen es sei denn, die Leberschädigung kann auf eine andere Ursache zurückgeführt werden
  • Verstopfung
    • Telotristat verringert die Stuhlfrequenz
    • Verstopfung bei Patienten, die eine höhere Dosis (500 mg) eingenommen haben, berichtet
    • Patienten auf Anzeichen und Symptome einer Verstopfung überwachen
    • wenn Verstopfung auftritt
      • Anwendung von Telotristat und anderen Begleittherapien, die Einfluss auf die Darmtätigkeit haben, neu bewerten
  • Depressive Störungen
    • in klinischen Studien bei einigen mit Telotristat oder Placebo behandelten Patienten über Depression, depressive Verstimmung und vermindertes Interesse berichtet
    • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, alle Symptome bezüglich Depression, depressiver Verstimmung und vermindertem Interesse ihrem Arzt zu melden