Xipagamma 20mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 13,28 € |
| N2 | 50 ST | 14,22 € |
| N3 | 100 ST | 17,96 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- arterielle Hypertonie
- kardiale, renale und hepatogene Ödeme
Dosierung
- arterielle Hypertonie :
- 10 - 20 mg Xipamid 1mal / Tag
- nach Langzeitbehandlung ausschleichend absetzen
- kardiale, renale und hepatogene Ödeme:
- 10 - 20 mg Xipamid 1mal / Tag
- Dosiserhöhung, optional, bis 2 Tabletten (40 mg Xipamid)
- nach Langzeitbehandlung ausschleichend absetzen
Dosisanpassung
- höhergradig eingeschränkte Nierenfunktion:
- Dosiserhöhung, optional, bis max. 4 Tabletten (80 mg Xipamid) / Tag
- eingeschränkte Leberfunktion:
- Dosisanpassung entsprechend der Einschränkung
- eingeschränkte Herzfunktion:
- Resorption von Xipamid kann deutlich eingeschränkt sein
- Kinder
- keine Anwendung, Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht erwiesen
Kontraindikationen
Xipamid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Xipamid, andere Sulfonamidderivate oder Thiazide
- schwere Leberfunktionsstörungen (Praecoma und Coma hepaticum)
- therapieresistente Hypokaliämie
- schwere Hyponatriämie
- Hypercalcämie
- Hypovolämie
- Gicht
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Xipamid - peroral
- Hinweis
- unter Thiaziddiuretika und damit verwandten Arzneistoffen, z.B. Xipamid, kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen
- Mehrzahl der Nebenwirkungen bezüglich klinischer und laborchemischer Parameter ist dosisabhängig
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Agranulozytose
- aplastische Anämie (Beendigung der Therapie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktoide Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypokaliämie, die sich in Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, EKG-Veränderungen, gesteigerter Glykosidempfindlichkeit, Herzrhythmusstörungen oder Hypotonie der Skelettmuskulatur äußern kann
- Hypermagnesiurie, die sich nur gelegentlich als Hypomagnesiämie äußert, da Magnesium aus dem Knochen mobilisiert wird
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dehydratation
- Hyponatriämie
- Hypomagnesiämie
- hypochlorämische Alkalose
- Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts wie reversibler Anstieg stickstoffhaltiger harnpflichtiger Stoffe (Harnstoff, Kreatinin)
- v.a. zu Behandlungsbeginn
- regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium und Calcium) angezeigt
- Anstieg des Serumharnsäurespiegels und Auslösung von Gichtanfällen bei prädisponierten Patienten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyperlipidämie
- latenter Diabetes mellitus kann zum Vorschein kommen
- Erhöhung der Blutzuckerwerte bei Patienten mit Diabetes mellitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr oder erhöhten Kaliumverlusten (z.B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, sehr starkem Schwitzen) kann als Folge erhöhter renaler Kaliumverlust eine Hypokaliämie auftreten
- die sich in neuromuskulärer (Muskelschwäche, Parästhesien, Paresen , gastrointestinaler (Erbrechen, Verstopfung, Meteorismus), renaler (Polyurie, Polydipsie) und kardialer (z.B. Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen des Herzens) Symptomatik äußern kann
- schwere Kaliumverluste können zu einem paralytischen Ileus oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen
- infolge erhöhter renaler Natriumverluste kann es - insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Kochsalz - zu einer Hyponatriämie mit entsprechender Symptomatik kommen
- häufig beobachtete Symptome einer Hyponatriämie sind Apathie, Wadenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszustände
- erhöhte renale Kalziumverluste können zu einer Hypokalzämie führen
- diese kann in seltenen Fällen eine Tetanie auslösen
- bei erhöhten renalen Magnesiumverlusten wurde als Folge einer Hypomagnesiämie in seltenen Fällen eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusstörungen beobachtet
- als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste unter der Therapie mit Xipamid kann sich eine metabolische Alkalose entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern
- eine Erhöhung der Harnsäurespiegel im Blut kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen
- insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr oder erhöhten Kaliumverlusten (z.B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, sehr starkem Schwitzen) kann als Folge erhöhter renaler Kaliumverlust eine Hypokaliämie auftreten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Antriebsarmut
- Lethargie
- Angst
- Agitiertheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- geringgradige Sehstörungen
- Verstärkung einer bestehenden Myopie (Beendigung der Therapie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aderhauterguss (mit Gesichtsfelddefekt)
- akutes Winkelblockglaukom
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- EKG-Veränderungen
- gesteigerte Glykosidempfindlichkeit
- Herzrhythmusstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzklopfen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei hoher Dosierung, insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen: Risiko von Thrombosen und Embolien erhöht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Oberbauchbeschwerden
- krampfartige Schmerzen im Bauchraum
- Diarrhoe
- Obstipation
- Mundtrockenheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämorrhagische Pankreatitis (Beendigung der Therapie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Cholecystitis bei bestehender Cholelithiasis (Beendigung der Therapie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ikterus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwitzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Hautreaktionen wie Pruritus, Erythem, Urtikaria, chronische Photosensibilität (Beendigung der Therapie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson Syndrom
- toxische Epidermale Nekrolyse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypotonie der Skelettmuskulatur
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelspasmen und -krämpfe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- bei exzessiver Diurese kann es infolge Hypovolämie zu Konvulsionen, Benommenheit, Verwirrtheitszuständen und Kreislaufkollaps kommen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akute interstitielle Nephritis
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei exzessiver Diurese kann es infolge Hypovolämie zu Hämokonzentration und in seltenen Fällen zu Konvulsionen, Benommenheit, Verwirrtheitszuständen und zum Kreislaufkollaps kommen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten unzerkaut, mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) am besten morgens nach dem Frühstück einnehmen
Stillzeithinweise
Xipamid - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- nicht bekannt, ob Xipamid in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Xipamid - peroral
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- Diuretika unter keinen Umständen in der Behandlung schwangerschaftsbedingter, also physiologischer Ödeme einsetzen, da es unter diesen Substanzen zur fetoplazentären Ischämie mit dem Risiko einer fetalen Wachstumsstörung kommen kann
- Thiaziddiuretika passieren die Plazenta und können beim ungeborenen oder neugeborenen Kind zu Elektrolytveränderungen, Hypoglykämie sowie zu einer hämolytischen Anämie und Thrombozytopenie führen
- keine Untersuchungen zum diaplazentaren Übertritt von Xipamid
- keine Erfahrungen mit einer Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- reproduktionstoxische Effekte beobachtet
Warnhinweise
Xipamid - peroral
- Lebererkrankungen
- bei Lebererkrankungen kann es unter der Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen zu einer hepatischen Encephalopathie kommen
- in diesem Fall Xipamid sofort absetzen
- bei Lebererkrankungen kann es unter der Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen zu einer hepatischen Encephalopathie kommen
- Diuretika-Abusus
- bei chronischem Diuretika-Abusus kann ein Pseudo-Bartter-Syndrom mit der Folge von Ödemen auftreten
- diese Ödeme sind Ausdruck eines Anstiegs des Renins mit der Folge eines sekundären Hyperaldosteronismus
- Xipamid-Therapie sollte abgebrochen werden bei:
- therapieresistenter Entgleisung des Elektrolythaushaltes
- orthostatischen Regulationsstörungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ausgeprägten gastrointestinalen Beschwerden
- zentralnervösen Störungen
- Pankreatitis
- Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
- akuter Cholecystitis
- Auftreten einer Vaskulitis
- Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit
- Wasser- und Elektrolythaushalt
- Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Calcium), Bicarbonat, Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure sowie Blutzucker sollen regelmäßig kontrolliert werden
- Natriumplasmaspiegel
- ist vor Therapiebeginn sowie in regelmäßigen Abständen während der Behandlung zu kontrollieren
- grundsätzlich kann es unter jeder Diuretikatherapie zu einer Hyponatriämie mit bisweilen sehr ernsten Folgen kommen
- da ein Abfall des Natriumplasmaspiegels zunächst asymptomatisch verlaufen kann, ist regelmäßige Kontrolle unverzichtbar
- bei älteren Patienten und Patienten mit Leberzirrhose engmaschige Kontrollen durchführen
- Kaliumplasmaspiegel
- wie bei anderen Diuretika kann es während einer Langzeittherapie mit Xipamid zu einer Hypokaliämie kommen
- Kalium-Substitution kann erforderlich werden, insbesondere bei älteren Patienten, bei denen eine ausreichende Kalium-Einnahme nicht gewährleistet ist
- Abfall des Kaliumplasmaspiegels bis hin zur Hypokaliämie stellt das Hauptrisiko einer Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit eng verwandten Arzneistoffen dar
- Risikopatienten
- Auftreten einer Hypokaliämie (Kaliumplasmaspiegel < 3,4 mmol/l) insbesondere im Falle eines stärkeren Flüssigkeitsverlustes (z.B. durch Erbrechen, Diarrhoe oder intensives Schwitzen) und bei Risikogruppen, d.h. bei älteren und/oder unterernährten und/oder mehrfach medikamentös behandelten Patienten sowie bei Patienten mit Leberzirrhose und Ödem- bzw. Aszitesbildung, ferner bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und solchen mit Herzinsuffizienz vermeiden
- bei diesem Patientenkreis wird durch Hypokaliämie auch die Kardiotoxizität von Herzglykosiden sowie das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöht
- Hypovolämie oder Dehydratation sowie wesentliche Elektrolytstörungen oder Störungen im SäureSäure-Basen-Haushalt müssen korrigiert werden
- kann zeitweilige Einstellung der Behandlung mit Xipamid erfordern
- Personen mit langem QT-Intervall ebenfalls Risikopatienten, unabhängig davon, ob dieses angeboren oder iatrogen erworben ist
- Vorliegen einer Hypokaliämie sowie einer Bradykardie begünstigt dann das Auftreten schwerer Herzrhythmusstörungen, insbesondere der möglicherweise tödlich verlaufenden Torsade de pointes
- in allen oben genannten Fällen häufigere Kontrollen des Kaliumplasmaspiegels erforderlich, wobei die erste Kontrolle in der ersten Woche nach Therapiebeginn erfolgen sollte
- Hypokaliämie muss korrigiert werden
- Auftreten einer Hypokaliämie (Kaliumplasmaspiegel < 3,4 mmol/l) insbesondere im Falle eines stärkeren Flüssigkeitsverlustes (z.B. durch Erbrechen, Diarrhoe oder intensives Schwitzen) und bei Risikogruppen, d.h. bei älteren und/oder unterernährten und/oder mehrfach medikamentös behandelten Patienten sowie bei Patienten mit Leberzirrhose und Ödem- bzw. Aszitesbildung, ferner bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und solchen mit Herzinsuffizienz vermeiden
- Calciumplasmaspiegel
- unter Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Arzneistoffen kann es zu einer verminderten Calciumausscheidung im Urin sowie zu einem geringfügigen, vorübergehenden Anstieg des Calciumplasmaspiegels kommen
- manifeste Hypercalcämie kann auch auf dem Boden eines nicht erkannten Hyperparathyreoidismus entstanden sein
- vor einer eventuellen Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion Therapie abbrechen
- Blutzuckerspiegel
- bei Diabetikern Blutzuckerspiegel insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Hypokaliämie engmaschig kontrollieren
- Harnsäurespiegel
- bei Patienten mit Hyperurikämie verstärkte Neigung zu Gichtanfällen möglich
- Nierenfunktion und Diuretika
- Thiaziddiuretika und damit verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler bzw. höchstens geringfügig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Serumspiegel < 25 mg/l bzw. < 220 µmol/l bei einem Erwachsenen) voll wirksam
- Dosierung von Xipamid für ältere Patienten je nach deren Alter, Gewicht und Geschlecht entsprechend des Serumkreatininwertes anpassen
- Hypovolämie, hervorgerufen durch Diuretika bedingten Wasser- und Natriumverlust zu Therapiebeginn, führt zu einer Verminderung der glomerulären Filtration
- dadurch kann es zu einem Anstieg des Harnstoff- Stickstoffs im Blut (BUN) und des Serumkreatinins kommen
- diese vorübergehende funktionelle Niereninsuffizienz bleibt bei Nierengesunden ohne Folgen, kann eine vorbestehende Niereninsuffizienz aber verschlechtern
- Thiaziddiuretika und damit verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler bzw. höchstens geringfügig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Serumspiegel < 25 mg/l bzw. < 220 µmol/l bei einem Erwachsenen) voll wirksam
- Entgleisung des Elektrolythaushaltes
- bei einer therapieresistenten Entgleisung des Elektrolythaushaltes sollte die Therapie abgebrochen werden
- Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelblockglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führen kann
- Symptome schließen das akute Auftreten einer verringerten Sehschärfe oder Augenschmerzen ein und setzen typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung ein
- ein unbehandeltes akutes Winkelblockglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
- die primäre Behandlung stellt das schnellstmögliche Absetzen der Arzneimittel-Gabe dar
- rasche medikamentöse oder chirurgische Behandlung muss möglicherweise in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt
- Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Winkelblockglaukoms können bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führen kann
- Kinder
- bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Population nicht nachgewiesen wurde
- Doping
- Anwendung von Xipamid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Anwendung als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen