Xospata 40 mg Filmtabletten
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 84 ST | 19286,44 € |
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Indikation
- Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation
Dosierung
- Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation
- Allgemeine Hinweise
- Behandlung sollte durch einen in der Anwendung von Krebstherapien erfahrenen Arzt begonnen und überwacht werden
- vor der Einnahme muss für den Patienten mit der rezidivierten oder refraktären AML das Vorliegen der FMS ähnlichen (like) Tyrosinkinase 3 (FLT3) Mutation (interne Tandemduplikationen [ITD] oder Mutationen in der Tyrosinkinasedomäne [TKD]) mithilfe eines validierten Tests bestätigt worden sein
- Behandlung kann nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) wiederaufgenommen werden
- vor Beginn der Behandlung, an Tag 15 und danach monatlich während der Dauer der Behandlung
- Überprüfung von Serumchemie, einschließlich der Kreatinphosphokinase
- vor Beginn der Behandlung, an Tag 8 und Tag 15 des ersten Zyklus sowie vor Beginn der nächsten drei Behandlungsmonate
- Aufzeichnung eines Elektrokardiogramms (EKG)
- gebärfähige Frauen
- innerhalb von 7 Tagen vor Beginn der Behandlung Schwangerschaftstest durchführen
- empfohlene Dosis
- initial 120 mg Gilteritinib (= 3 Tabletten) 1mal / Tag
- Einnahme jeden Tag etwa zur gleichen Zeit
- Behandlungsdauer
- so lange fortsetzen, wie ein klinischer Nutzen für den Patienten besteht (oder bis zur nicht akzeptablen Toxizität)
- Ansprechen kann verzögert auftreten
- Weiterbehandlung mit der verschriebenen Dosis für bis zu 6 Monate in Betracht ziehen, um ein klinisches Ansprechen zu ermöglichen
- kein Ansprechen nach 4 Wochen Behandlung (d. h. Patient erreichte keine kombinierte komplette Remission)
- Dosiserhöhung auf 200 mg Gilteritinib (= 5 Tabletten) 1mal / Tag, sofern verträglich und klinisch erforderlich
- ausgelassene Dosis
- Dosis so bald wie möglich am gleichen Tag einnehmen und das übliche Behandlungsschema am nächsten Tag fortsetzen
- Erbrechen nach der Einnahme
- keine zusätzliche Dosis einnehmen und gewohntes Behandlungsschema am nächsten Tag fortsetzen
- Allgemeine Hinweise
Dosisanpassung
- Symptome eines Differenzierungssyndroms
- bei Verdacht Kortikosteroidtherapie und hämodynamische Überwachung einleiten
- Anwendung von Gilteritinib unterbrechen, wenn schwerwiegende Anzeichen und / oder Symptome > 48 Stunden nach Beginn der Gabe von Kortikosteroiden anhalten
- Behandlung mit Gilteritinib mit derselben Dosis wiederaufnehmen, wenn die Anzeichen und Symptome auf höchstens Grad 2 (mäßig) zurückgegangen sind
- posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom
- Gilteritinib absetzen
- QTcF-Intervall > 500 ms
- Anwendung von Gilteritinib unterbrechen
- Gilteritinib-Therapie mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen, wenn QTcF-Intervall in einen Bereich < 30 ms des Ausgangswertes oder auf </= 480 ms zurückgekehrt ist
- Dosisreduktion von 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 80 mg Gilteritinib 1mal / Tag oder
- Dosisreduktion von 200 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag
- QTcF-Intervall erhöht um >30 ms beim EKG an Tag 8 des ersten Zyklus
- Bestätigung mit einem EKG an Tag 9
- falls bestätigt, Dosisreduzierung auf 80 mg Gilteritinib 1mal /Tag in Betracht ziehen
- Pankreatitis
- Behandlung mit Gilteritinib unterbrechen, bis die Pankreatitis abgeklungen ist
- Gilteritinib-Therapie anschließend mit einer reduzierten Dosis wiederaufnehmen
- Dosisreduktion von 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 80 mg Gilteritinib 1mal / Tag oder
- Dosisreduktion von 200 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag
- Andere Toxizität Grad 3 (schwerwiegend) oder höher, die vermutlich in Zusammenhang mit Gilteritinib steht
- Behandlung mit Gilteritinib unterbrechen, bis die Toxizität abgeklungen oder bis auf Grad 1 (gering) zurückgegangen ist
- Gilteritinib-Therapie anschließend mit einer reduzierten Dosis wiederaufnehmen
- Dosisreduktion von 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 80 mg Gilteritinib 1mal / Tag oder
- Dosisreduktion von 200 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag
- Geplante HSZT
- Behandlung mit Gilteritinib 1 Woche vor der Verabreichung des Konditionierungsregimes für eine HSZT unterbrechen
- Behandlung kann 30 Tage nach der HSZT wiederaufgenommen werden, wenn das Engraftment erfolgreich war, der Patient keine >/= Grad 2 akute Graft versus Host Erkrankung (aGvHD) und eine CRc zeigte
- CRc ist definiert als Remissionsrate aller CR (siehe Fachinformation zur Definition der CR), CRp [erreichte CR mit Ausnahme einer unvollständigen Plättchen Wiederherstellung (< 100 x 109 / L)] und CRi (alle Kriterien einer CR sind erreicht mit Ausnahme einer unvollständigen hämatologischen Wiederherstellung mit verbleibender Neutropenie < 1 x 109 / L mit oder ohne vollständige Plättchen Wiederherstellung)
- Ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht (Child-Pugh-Stadium A) oder mittelgradig (Child-Pugh-Stadium B)
- keine Dosisanpassung
- schwer (Child-Pugh-Stadium C)
- Anwendung nicht empfohlen
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht
- leicht (Child-Pugh-Stadium A) oder mittelgradig (Child-Pugh-Stadium B)
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht, mittelgradig oder schwer
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Nierenfunktionsstörung oder terminale Niereninsuffizienz
- Gilteritinib-Exposition kann erhöht sein
- Patienten müssen während der Behandlung mit Gilteritinib engmaschig auf Toxizitäten überwacht werden
- leicht, mittelgradig oder schwer
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- Säuglinge (< 6 Monate)
- aufgrund einer in vitro nachgewiesenen Bindung an 5HT2B besteht eine mögliche Auswirkung auf die Entwicklung des Herzens
Kontraindikationen
Gilteritinib - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Gilteritinib
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Gilteritinib - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- anaphylaktische Reaktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindelgefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES)
- seltene, reversible neurologische Störung, die sich durch rasch zunehmende Symptome wie Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Verwirrtheit sowie Sehstörungen und neurologische Störungen mit oder ohne assoziierte Hypertonie äußert
- Symptome klangen nach dem Absetzen der Behandlung ab
- posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- QT-Verlängerung im EKG
- Perikarderguss
- Perikarditis
- Herzinsuffizienz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypotonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Husten
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Differenzierungssyndrom
- geht mit einer raschen Proliferation und Differenzierung von myeloischen Zellen einher und kann bei Nichtbehandlung lebensbedrohlich oder tödlich sein
- zu den Symptomen und klinischen Befunden des Differenzierungssyndroms bei mit Gilteritinib behandelten Patienten gehören Fieber, Dyspnoe, Pleuraerguss, Perikarderguss, Lungenödem, Hypotonie, rasche Gewichtszunahme, peripheres Ödem, Ausschlag und Nierenfunktionsstörung
- in manchen Fällen gleichzeitig akute febrile neutrophile Dermatose
- Differenzierungssyndrom trat zwischen einem Tag und bis zu 82 Tagen nach der ersten Anwendung auf und wurde mit oder ohne begleitende Leukozytose beobachtet
- bei 9 (82 %) von 11 Patienten mit Differenzierungssyndrom bildete es sich nach der Behandlung mit oder Unterbrechung der Verabreichung von Gilteritinib wieder zurück
- Differenzierungssyndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Obstipation
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte Alaninaminotransferase
- erhöhte Aspartataminotransferase
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
- alkalische Phosphatase im Blut erhöht
- Schmerz in einer Extremität
- Arthralgie
- Myalgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- akute Nierenschädigung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ermüdung
- peripheres Ödem
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Unwohlsein
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- jeden Tag etwa zur gleichen Zeit
- zu oder unabhängig von einer Mahlzeit
- unzerkaut mit Wasser
- nicht zerbrechen oder zerkleinern
Stillzeithinweise
Gilteritinib - peroral
- während der Behandlung und mind. 2 Monate nach der letzten Dosis sollte nicht gestillt werden
- nicht bekannt, ob Gilteritinib oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- Risiko für Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden
- tierexperimentelle Studien
- Gilteritinib und seine Metaboliten wird in die Milch laktierender Ratten ausgeschieden und über die Milch in den Geweben der gesäugten Ratten verteilt
Schwangerschaftshinweise
Gilteritinib - peroral
- Gilteritinib kann den Fetus schädigen, wenn es an Schwangere verabreicht wird
- bisher keine oder nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Gilteritinib bei Schwangeren vorliegend
- Anwendung von Gilteritinib während der Schwangerschaft nicht empfohlen
- Anwendung von Gilteritinib bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht wirksam verhüten, nicht empfohlen
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionsstudien an Ratten zeigten, dass Gilteritinib das fetale Wachstum unterdrückt, zum Tod des Embryos/Fetus führen kann und teratogen ist
- gebärfähige Frauen / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
- für gebärfähige Frauen Schwangerschaftstest 7 Tage vor Beginn der Behandlung empfohlen
- gebärfähigen Frauen wird empfohlen, während und bis zu 6 Monate nach der Behandlung eine wirksame Kontrazeption (Methoden mit einer Schwangerschaftsrate von unter 1 %) anzuwenden
- nicht bekannt, ob Gilteritinib die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva herabsetzen kann
- Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollten zusätzlich eine Barrieremethode zur Verhütung anwenden
- nicht bekannt, ob Gilteritinib die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva herabsetzen kann
- zeugungsfähige Männer darauf hinweisen, während der Behandlung und mind. 4 Monate nach der letzten Einnahme von Gilteritinib eine wirksame Kontrazeption anzuwenden
- Fertilität
- keine Daten zur Wirkung von Gilteritinib auf die menschliche Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Gilteritinib - peroral
- Differenzierungssyndrom
- Gilteritinib mit dem Auftreten eines Differenzierungssyndroms in Zusammenhang gebracht
- Differenzierungssyndrom geht mit einer raschen Proliferation und Differenzierung von myeloischen Zellen einher
- kann unbehandelt lebensbedrohlich oder tödlich sein
- zu den Symptomen und klinischen Befunde des Differenzierungssyndroms gehören
- Fieber
- Dyspnoe
- Pleuraerguss
- Perikarderguss
- Lungenödem
- Hypotonie
- rasche Gewichtszunahme
- peripheres Ödem
- Ausschlag
- Nierenfunktionsstörung
- wenn ein Differenzierungssyndrom vermutet wird
- Einleitung einer Corticosteroidtherapie und einer hämodynamischen Überwachung; bis zum Abklingen der Symptome fortsetzen
- wenn schwerwiegende Anzeichen und/oder Symptome länger als 48 Stunden lang nach Beginn der Gabe von Corticosteroiden anhalten
- Anwendung von Gilteritinib unterbrechen, bis der Schweregrad der Anzeichen und Symptome zurückgeht
- Corticosteroide können nach dem Abklingen der Symptome ausgeschlichen werden und sollten mind. 3 Tage lang verabreicht werden
- bei zu frühem Absetzen der Corticosteroidtherapie können die Symptome des Differenzierungssyndroms erneut auftreten
- Posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES)
- Berichte über ein posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom bei Patienten, die Gilteritinib erhielten
- seltene, reversible neurologische Störung, die sich durch sich rasch entwickelnde Symptome wie Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Verwirrtheit sowie Sehstörungen und neurologische Störungen mit oder ohne gleichzeitige Hypertonie und Bewusstseinsänderungen äußert
- wenn PRES vermutet wird, ist es durch eine bildgebende Untersuchung, vorzugsweise eine Magnetresonanztomographie (MRT), des Gehirns zu bestätigen
- empfohlen Gilteritinib bei Patienten, die ien PRES entwickeln, abzusetzen
- Verlängerung des QT-Intervalls
- Verlängerung der kardialen ventrikulären Repolarisationszeit (QT-Intervall) im Zusammenhang mit Gilteritinib aufgetreten
- QT-Verlängerung kann in den ersten drei Monaten der Behandlung mit Gilteritinib beobachtet werden
- vor Beginn der Behandlung, am Tag 8 und am Tag 15 des ersten Zyklus und vor Beginn der nächsten drei Behandlungsmonate je ein Elektrokardiogramm (EKG) aufzeichnen
- Vorsicht bei Patienten mit einer relevanten kardialen Vorgeschichte
- Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Risiko für eine QT-Verlängerung erhöhen
- Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie vor Beginn und während der Behandlung korrigieren
- Behandlung unterbrechen bei Patienten mit QTcF >500 ms
- Entscheidung, die Behandlung mit Gilteritinib nach Auftreten einer QT Verlängerung wiederaufzunehmen, sollte auf einer sorgfältigen Nutzen-Risiko Abwägung basieren
- wenn die Behandlung mit einer reduzierten Dosis wiederaufgenommen wird, ist 15 Tage nach Wiederaufnahme der Behandlung und vor Beginn der folgenden drei Behandlungsmonate ein EKG aufzuzeichnen
- in klinischen Studien trat bei 12 Patienten ein QTcF >500 ms auf
- bei drei Patienten wurde die Behandlung unterbrochen und wiederaufgenommen, ohne dass die QT-Verlängerung erneut auftrat
- Verlängerung der kardialen ventrikulären Repolarisationszeit (QT-Intervall) im Zusammenhang mit Gilteritinib aufgetreten
- Pankreatitis
- Berichte über Fälle eine Pankreatitis
- Untersuchung und Überwachung bei Patienten, bei denen Anzeichen und Symptome auftreten, die auf eine Pankreatitis hindeuten
- Anwendung unterbrechen und mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen, wenn Anzeichen und Symptome der Pankreatitis abgeklungen sind
- Wechselwirkungen
- CYP3A/Pgp-Induktoren
- gleichzeitige Anwendung von CYP3A/Pgp-Induktoren kann zu einer geringeren Gilteritinib-Exposition und somit zum Risiko einer mangelnden Wirksamkeit führen
- gleichzeitige Anwendung von Gilteritinib mit starken CYP3A4/Pgp-Induktoren vermeiden
- starke Inhibitoren von CYP3A und/oder Pgp und/oder Brustkrebs resistentes Protein (BCRP breast cancer resistant protein)
- beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, Voriconazol, Itraconazol, Posaconazol und Clarithromycin
- können Gilteritinib-Exposition erhöhen
- alternative Arzneimittel in Erwägung ziehen, die keine starken Inhibitoren der CYP3A-, P-gp- und/oder BCRP-Aktivität sind
- wenn keine zufriedenstellenden therapeutischen Alternativen existieren, Patienten während der Behandlung mit Gilteritinib engmaschig auf Toxizitäten zu überwachen
- Gilteritinib kann die Wirkung von Arzneimitteln, die gegen den 5HT2B-Rezeptor oder unspezifische Sigma-Rezeptoren gerichtet sind, vermindern
- gleichzeitige Anwendung von Gilteritinib mit diesen Arzneimitteln vermeiden, es sei denn, diese Anwendung wird als unumgänglich für die Versorgung des Patienten erachtet
- CYP3A/Pgp-Induktoren
- Embryofetale Toxizität und Empfängnisverhütung
- Schwangere müssen über das potenzielle Risiko für den Fetus informiert werden
- gebärfähige Frauen darauf hinweisen, innerhalb von sieben Tagen vor Beginn der Behandlung mit Gilteritinib einen Schwangerschaftstest durchzuführen sowie während der Behandlung mit Gilteritinib und mind. 6 Monate nach dem Ende der Behandlung eine wirksame Kontrazeption anzuwenden
- Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollten zusätzlich noch eine Barrieremethode anwenden
- Männer mit gebärfähigen Partnerinnen
- sind darauf hinzuweisen, während der Behandlung und mind. 4 Monate nach der letzten Einnahme von Gilteritinib eine wirksame Kontrazeption anzuwenden