Xospata 40 mg Filmtabletten

Abacus Medicine A/S
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Wirkstoff: Gilteritinib →

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Fachinformationen

Indikation

  • Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation

Dosierung

  • Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation
    • Allgemeine Hinweise
      • Behandlung sollte durch einen in der Anwendung von Krebstherapien erfahrenen Arzt begonnen und überwacht werden
      • vor der Einnahme muss für den Patienten mit der rezidivierten oder refraktären AML das Vorliegen der FMS ähnlichen (like) Tyrosinkinase 3 (FLT3) Mutation (interne Tandemduplikationen [ITD] oder Mutationen in der Tyrosinkinasedomäne [TKD]) mithilfe eines validierten Tests bestätigt worden sein
      • Behandlung kann nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) wiederaufgenommen werden
      • vor Beginn der Behandlung, an Tag 15 und danach monatlich während der Dauer der Behandlung
        • Überprüfung von Serumchemie, einschließlich der Kreatinphosphokinase
      • vor Beginn der Behandlung, an Tag 8 und Tag 15 des ersten Zyklus sowie vor Beginn der nächsten drei Behandlungsmonate
        • Aufzeichnung eines Elektrokardiogramms (EKG)
      • gebärfähige Frauen
        • innerhalb von 7 Tagen vor Beginn der Behandlung Schwangerschaftstest durchführen
    • empfohlene Dosis
      • initial 120 mg Gilteritinib (= 3 Tabletten) 1mal / Tag
      • Einnahme jeden Tag etwa zur gleichen Zeit
    • Behandlungsdauer
      • so lange fortsetzen, wie ein klinischer Nutzen für den Patienten besteht (oder bis zur nicht akzeptablen Toxizität)
    • Ansprechen kann verzögert auftreten
      • Weiterbehandlung mit der verschriebenen Dosis für bis zu 6 Monate in Betracht ziehen, um ein klinisches Ansprechen zu ermöglichen
      • kein Ansprechen nach 4 Wochen Behandlung (d. h. Patient erreichte keine kombinierte komplette Remission)
        • Dosiserhöhung auf 200 mg Gilteritinib (= 5 Tabletten) 1mal / Tag, sofern verträglich und klinisch erforderlich
    • ausgelassene Dosis
      • Dosis so bald wie möglich am gleichen Tag einnehmen und das übliche Behandlungsschema am nächsten Tag fortsetzen
    • Erbrechen nach der Einnahme
      • keine zusätzliche Dosis einnehmen und gewohntes Behandlungsschema am nächsten Tag fortsetzen

Dosisanpassung

  • Symptome eines Differenzierungssyndroms
    • bei Verdacht Kortikosteroidtherapie und hämodynamische Überwachung einleiten
    • Anwendung von Gilteritinib unterbrechen, wenn schwerwiegende Anzeichen und / oder Symptome > 48 Stunden nach Beginn der Gabe von Kortikosteroiden anhalten
    • Behandlung mit Gilteritinib mit derselben Dosis wiederaufnehmen, wenn die Anzeichen und Symptome auf höchstens Grad 2 (mäßig) zurückgegangen sind
  • posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom
    • Gilteritinib absetzen
  • QTcF-Intervall > 500 ms
    • Anwendung von Gilteritinib unterbrechen
    • Gilteritinib-Therapie mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen, wenn QTcF-Intervall in einen Bereich < 30 ms des Ausgangswertes oder auf </= 480 ms zurückgekehrt ist
      • Dosisreduktion von 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 80 mg Gilteritinib 1mal / Tag oder
      • Dosisreduktion von 200 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag
  • QTcF-Intervall erhöht um >30 ms beim EKG an Tag 8 des ersten Zyklus
    • Bestätigung mit einem EKG an Tag 9
    • falls bestätigt, Dosisreduzierung auf 80 mg Gilteritinib 1mal /Tag in Betracht ziehen
  • Pankreatitis
    • Behandlung mit Gilteritinib unterbrechen, bis die Pankreatitis abgeklungen ist
    • Gilteritinib-Therapie anschließend mit einer reduzierten Dosis wiederaufnehmen
      • Dosisreduktion von 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 80 mg Gilteritinib 1mal / Tag oder
      • Dosisreduktion von 200 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag
  • Andere Toxizität Grad 3 (schwerwiegend) oder höher, die vermutlich in Zusammenhang mit Gilteritinib steht
    • Behandlung mit Gilteritinib unterbrechen, bis die Toxizität abgeklungen oder bis auf Grad 1 (gering) zurückgegangen ist
    • Gilteritinib-Therapie anschließend mit einer reduzierten Dosis wiederaufnehmen
      • Dosisreduktion von 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 80 mg Gilteritinib 1mal / Tag oder
      • Dosisreduktion von 200 mg Gilteritinib 1mal / Tag auf 120 mg Gilteritinib 1mal / Tag
  • Geplante HSZT
    • Behandlung mit Gilteritinib 1 Woche vor der Verabreichung des Konditionierungsregimes für eine HSZT unterbrechen
    • Behandlung kann 30 Tage nach der HSZT wiederaufgenommen werden, wenn das Engraftment erfolgreich war, der Patient keine >/= Grad 2 akute Graft versus Host Erkrankung (aGvHD) und eine CRc zeigte
      • CRc ist definiert als Remissionsrate aller CR (siehe Fachinformation zur Definition der CR), CRp [erreichte CR mit Ausnahme einer unvollständigen Plättchen Wiederherstellung (< 100 x 109 / L)] und CRi (alle Kriterien einer CR sind erreicht mit Ausnahme einer unvollständigen hämatologischen Wiederherstellung mit verbleibender Neutropenie < 1 x 109 / L mit oder ohne vollständige Plättchen Wiederherstellung)
  • Ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • leicht (Child-Pugh-Stadium A) oder mittelgradig (Child-Pugh-Stadium B)
      • keine Dosisanpassung
    • schwer (Child-Pugh-Stadium C)
      • Anwendung nicht empfohlen
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • leicht, mittelgradig oder schwer
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Nierenfunktionsstörung oder terminale Niereninsuffizienz
      • Gilteritinib-Exposition kann erhöht sein
      • Patienten müssen während der Behandlung mit Gilteritinib engmaschig auf Toxizitäten überwacht werden
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht erwiesen
    • keine Daten vorliegend
    • Säuglinge (< 6 Monate)
      • aufgrund einer in vitro nachgewiesenen Bindung an 5HT2B besteht eine mögliche Auswirkung auf die Entwicklung des Herzens

Kontraindikationen

Gilteritinib - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Gilteritinib

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Gilteritinib - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • anaphylaktische Reaktion
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schwindelgefühl
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES)
        • seltene, reversible neurologische Störung, die sich durch rasch zunehmende Symptome wie Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Verwirrtheit sowie Sehstörungen und neurologische Störungen mit oder ohne assoziierte Hypertonie äußert
        • Symptome klangen nach dem Absetzen der Behandlung ab
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • QT-Verlängerung im EKG
      • Perikarderguss
      • Perikarditis
      • Herzinsuffizienz
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Husten
      • Dyspnoe
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Differenzierungssyndrom
        • geht mit einer raschen Proliferation und Differenzierung von myeloischen Zellen einher und kann bei Nichtbehandlung lebensbedrohlich oder tödlich sein
        • zu den Symptomen und klinischen Befunden des Differenzierungssyndroms bei mit Gilteritinib behandelten Patienten gehören Fieber, Dyspnoe, Pleuraerguss, Perikarderguss, Lungenödem, Hypotonie, rasche Gewichtszunahme, peripheres Ödem, Ausschlag und Nierenfunktionsstörung
          • in manchen Fällen gleichzeitig akute febrile neutrophile Dermatose
        • Differenzierungssyndrom trat zwischen einem Tag und bis zu 82 Tagen nach der ersten Anwendung auf und wurde mit oder ohne begleitende Leukozytose beobachtet
        • bei 9 (82 %) von 11 Patienten mit Differenzierungssyndrom bildete es sich nach der Behandlung mit oder Unterbrechung der Verabreichung von Gilteritinib wieder zurück
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Obstipation
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Alaninaminotransferase
      • erhöhte Aspartataminotransferase
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
      • alkalische Phosphatase im Blut erhöht
      • Schmerz in einer Extremität
      • Arthralgie
      • Myalgie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • akute Nierenschädigung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Ermüdung
      • peripheres Ödem
      • Asthenie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Unwohlsein

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
    • jeden Tag etwa zur gleichen Zeit
    • zu oder unabhängig von einer Mahlzeit
    • unzerkaut mit Wasser
    • nicht zerbrechen oder zerkleinern

Stillzeithinweise

Gilteritinib - peroral
  • während der Behandlung und mind. 2 Monate nach der letzten Dosis sollte nicht gestillt werden
  • nicht bekannt, ob Gilteritinib oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden
  • tierexperimentelle Studien
    • Gilteritinib und seine Metaboliten wird in die Milch laktierender Ratten ausgeschieden und über die Milch in den Geweben der gesäugten Ratten verteilt

Schwangerschaftshinweise

Gilteritinib - peroral
  • Gilteritinib kann den Fetus schädigen, wenn es an Schwangere verabreicht wird
  • bisher keine oder nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Gilteritinib bei Schwangeren vorliegend
  • Anwendung von Gilteritinib während der Schwangerschaft nicht empfohlen
  • Anwendung von Gilteritinib bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht wirksam verhüten, nicht empfohlen
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionsstudien an Ratten zeigten, dass Gilteritinib das fetale Wachstum unterdrückt, zum Tod des Embryos/Fetus führen kann und teratogen ist
  • gebärfähige Frauen / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
    • für gebärfähige Frauen Schwangerschaftstest 7 Tage vor Beginn der Behandlung empfohlen
    • gebärfähigen Frauen wird empfohlen, während und bis zu 6 Monate nach der Behandlung eine wirksame Kontrazeption (Methoden mit einer Schwangerschaftsrate von unter 1 %) anzuwenden
      • nicht bekannt, ob Gilteritinib die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva herabsetzen kann
        • Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollten zusätzlich eine Barrieremethode zur Verhütung anwenden
    • zeugungsfähige Männer darauf hinweisen, während der Behandlung und mind. 4 Monate nach der letzten Einnahme von Gilteritinib eine wirksame Kontrazeption anzuwenden
  • Fertilität
    • keine Daten zur Wirkung von Gilteritinib auf die menschliche Fertilität vorliegend

Warnhinweise

Gilteritinib - peroral
  • Differenzierungssyndrom
    • Gilteritinib mit dem Auftreten eines Differenzierungssyndroms in Zusammenhang gebracht
    • Differenzierungssyndrom geht mit einer raschen Proliferation und Differenzierung von myeloischen Zellen einher
      • kann unbehandelt lebensbedrohlich oder tödlich sein
    • zu den Symptomen und klinischen Befunde des Differenzierungssyndroms gehören
      • Fieber
      • Dyspnoe
      • Pleuraerguss
      • Perikarderguss
      • Lungenödem
      • Hypotonie
      • rasche Gewichtszunahme
      • peripheres Ödem
      • Ausschlag
      • Nierenfunktionsstörung
    • wenn ein Differenzierungssyndrom vermutet wird
      • Einleitung einer Corticosteroidtherapie und einer hämodynamischen Überwachung; bis zum Abklingen der Symptome fortsetzen
    • wenn schwerwiegende Anzeichen und/oder Symptome länger als 48 Stunden lang nach Beginn der Gabe von Corticosteroiden anhalten
      • Anwendung von Gilteritinib unterbrechen, bis der Schweregrad der Anzeichen und Symptome zurückgeht
    • Corticosteroide können nach dem Abklingen der Symptome ausgeschlichen werden und sollten mind. 3 Tage lang verabreicht werden
      • bei zu frühem Absetzen der Corticosteroidtherapie können die Symptome des Differenzierungssyndroms erneut auftreten
  • Posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES)
    • Berichte über ein posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom bei Patienten, die Gilteritinib erhielten
    • seltene, reversible neurologische Störung, die sich durch sich rasch entwickelnde Symptome wie Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Verwirrtheit sowie Sehstörungen und neurologische Störungen mit oder ohne gleichzeitige Hypertonie und Bewusstseinsänderungen äußert
    • wenn PRES vermutet wird, ist es durch eine bildgebende Untersuchung, vorzugsweise eine Magnetresonanztomographie (MRT), des Gehirns zu bestätigen
    • empfohlen Gilteritinib bei Patienten, die ien PRES entwickeln, abzusetzen
  • Verlängerung des QT-Intervalls
    • Verlängerung der kardialen ventrikulären Repolarisationszeit (QT-Intervall) im Zusammenhang mit Gilteritinib aufgetreten
      • QT-Verlängerung kann in den ersten drei Monaten der Behandlung mit Gilteritinib beobachtet werden
    • vor Beginn der Behandlung, am Tag 8 und am Tag 15 des ersten Zyklus und vor Beginn der nächsten drei Behandlungsmonate je ein Elektrokardiogramm (EKG) aufzeichnen
    • Vorsicht bei Patienten mit einer relevanten kardialen Vorgeschichte
    • Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Risiko für eine QT-Verlängerung erhöhen
      • Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie vor Beginn und während der Behandlung korrigieren
    • Behandlung unterbrechen bei Patienten mit QTcF >500 ms
    • Entscheidung, die Behandlung mit Gilteritinib nach Auftreten einer QT Verlängerung wiederaufzunehmen, sollte auf einer sorgfältigen Nutzen-Risiko Abwägung basieren
      • wenn die Behandlung mit einer reduzierten Dosis wiederaufgenommen wird, ist 15 Tage nach Wiederaufnahme der Behandlung und vor Beginn der folgenden drei Behandlungsmonate ein EKG aufzuzeichnen
      • in klinischen Studien trat bei 12 Patienten ein QTcF >500 ms auf
        • bei drei Patienten wurde die Behandlung unterbrochen und wiederaufgenommen, ohne dass die QT-Verlängerung erneut auftrat
  • Pankreatitis
    • Berichte über Fälle eine Pankreatitis
    • Untersuchung und Überwachung bei Patienten, bei denen Anzeichen und Symptome auftreten, die auf eine Pankreatitis hindeuten
    • Anwendung unterbrechen und mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen, wenn Anzeichen und Symptome der Pankreatitis abgeklungen sind
  • Wechselwirkungen
    • CYP3A/Pgp-Induktoren
      • gleichzeitige Anwendung von CYP3A/Pgp-Induktoren kann zu einer geringeren Gilteritinib-Exposition und somit zum Risiko einer mangelnden Wirksamkeit führen
      • gleichzeitige Anwendung von Gilteritinib mit starken CYP3A4/Pgp-Induktoren vermeiden
    • starke Inhibitoren von CYP3A und/oder Pgp und/oder Brustkrebs resistentes Protein (BCRP breast cancer resistant protein)
      • beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, Voriconazol, Itraconazol, Posaconazol und Clarithromycin
      • können Gilteritinib-Exposition erhöhen
      • alternative Arzneimittel in Erwägung ziehen, die keine starken Inhibitoren der CYP3A-, P-gp- und/oder BCRP-Aktivität sind
        • wenn keine zufriedenstellenden therapeutischen Alternativen existieren, Patienten während der Behandlung mit Gilteritinib engmaschig auf Toxizitäten zu überwachen
    • Gilteritinib kann die Wirkung von Arzneimitteln, die gegen den 5HT2B-Rezeptor oder unspezifische Sigma-Rezeptoren gerichtet sind, vermindern
      • gleichzeitige Anwendung von Gilteritinib mit diesen Arzneimitteln vermeiden, es sei denn, diese Anwendung wird als unumgänglich für die Versorgung des Patienten erachtet
  • Embryofetale Toxizität und Empfängnisverhütung
    • Schwangere müssen über das potenzielle Risiko für den Fetus informiert werden
    • gebärfähige Frauen darauf hinweisen, innerhalb von sieben Tagen vor Beginn der Behandlung mit Gilteritinib einen Schwangerschaftstest durchzuführen sowie während der Behandlung mit Gilteritinib und mind. 6 Monate nach dem Ende der Behandlung eine wirksame Kontrazeption anzuwenden
    • Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden, sollten zusätzlich noch eine Barrieremethode anwenden
    • Männer mit gebärfähigen Partnerinnen
      • sind darauf hinzuweisen, während der Behandlung und mind. 4 Monate nach der letzten Einnahme von Gilteritinib eine wirksame Kontrazeption anzuwenden