XYLOCAIN PUMP
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ML | 25,00 € |
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Indikation
Erwachsene und Kinder >/= 3 Jahre
- Anwendung bei
- Hals-NasenHals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Zahnheilkunde
- Schmerzverhütung bei Reinigung von Schürfwunden
- Oberflächenanästhesie bei lokal begrenzten Verbrennungen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Sprühstoß (ca. 100 mg) enthält 10 mg Lidocain
- Hals-NasenHals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Zahnheilkunde; Schmerzverhütung bei Reinigung von Schürfwunden; Oberflächenanästhesie bei lokal begrenzten Verbrennungen
- Dauer der Anästhesie: ca. 10 - 15 Minuten
- Wirkeintritt abhängig vom Applikationsort nach 1 - 3 Minuten
- Sicherheit und Wirksamkeit abhängig von der richtigen Dosierung, Anwendungstechnik, geeigneten Vorsichtsmaßnahmen und bereitstehenden Notfallmaßnahmen
- bei der Ermittlung der erforderlichen Dosis sind die Erfahrungen des Arztes und seine Kenntnis über die körperliche Verfassung des Patienten von großer Bedeutung
- Oto-Rhino-Laryngologie, Stomatologie, z. B. bei Affektionen der Ohrmuschel und des äußeren Gehörganges, Parazentese des Trommelfells, im Bereich des knöchernen und knorpeligen Nasenganges (Septumaffektionen), Biopsie aus der Schleimhaut von Mundhöhle und Rachen
- 1 - 2 Sprühstöße
- Schmerzverhütung bei der Reinigung von Schürfwunden und zur Oberflächenanästhesie von lokal begrenzten Verbrennungen
- 1 - 5 Sprühstöße, maximal 20 Sprühstöße
- empfohlene Maximaldosen
- Erwachsene mit normalem Körpergewicht (70 kg)
- 20 Sprühstöße (= ca. 200 mg Lidocain, entspricht 3 mg / kg KG)
- Anpassung der Maximaldosis auf dieser Basis für Kinder, Patienten in hohem Alter und Personen in reduziertem Allgemeinzustand
- Kinder und Jugendliche
- Kinder > 12 Jahre unter 25 kg KG
- Dosis abhängig von Körpergewicht und körperlicher Verfassung
- Kinder < 12 Jahre
- max. 3 mg / kg KG
- Kinder < 3 Jahre
- weniger konzentrierte Lidocainlösungen empfohlen
- Kinder > 12 Jahre unter 25 kg KG
- Erwachsene mit normalem Körpergewicht (70 kg)
- Hinweise
- leichtes Brennen bei der ersten Applikation verschwindet mit dem schnellen Eintritt der Oberflächenanästhesie
- Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt
Kontraindikationen
Lidocain - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Lidocain oder andere Lokalanästhetika vom Amid-Typ
- schwere Störungen des Reizbildungs- und Reizleitungssystems am Herzen
- (akute) dekompensierte Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung)
- kardiogener und hypovolämischer Schock
- für ggf. weitere, produktspezifische Einschränkungen siehe jeweilige Herstellerinformation
Nebenwirkungen
Lidocain - intraoral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen (in schwersten Fällen ein anaphylaktischer Schock)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erregung
- Depression
- Nervosität
- Schwindel
- Sehstörungen
- Kribbeln und Taubheitsgefühl im Bereich der Mundhöhle
- Zittern
- Abgeschlagenheit
- Krämpfe
- Bewusstlosigkeit
- Atemstillstand
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blässe
- Hypotonie
- Myokardschwäche
- Bradykardie
- Herzstillstand
- anaphylaktische Kreislaufreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bronchospasmus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Urtikaria
- Ödeme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vorübergehende Ödeme im Rachen- und Kehlkopfbereich (bei Anwendung von Lidocain im Mund- und Rachenraum; sehr selten mit Heiserkeit)
- ohne Häufigkeitsangabe
- lokale Reizerscheinungen am Applikationsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Anwendung auf der verletzten Haut und auf Schleimhäuten
- jeder Druck auf den Ventilknopf gibt jeweils ca. 100 mg Spray frei, worin 10 mg Lidocain enthalten sind
- nicht auf Trachealtuben mit PVC-Cuffs anwenden
- Spray nicht in die Augen sprühen; ist versehentlich Spray ins Auge geraten, sofort mit fließendem Wasser spülen
Stillzeithinweise
Lidocain - intraoral
- eine Gefahr für den Säugling erscheint bei therapeutischen Dosen unwahrscheinlich
- Lidocain geht in geringen Mengen in die Muttermilch über (nach parenteraler Gabe)
- Untersuchungen zum Übergang nach topischer Anwendung in der Stillzeit liegen nicht vor
- da Lidocain relativ schnell und nahezu vollständig in der Leber verstoffwechselt wird, ist zu erwarten, dass nur sehr geringe Mengen Lidocain in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Lidocain - intraoral
- Lidocain darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- kontollierte Untersuchungen an Schwangeren liegen nicht vor, keine hinreichenden Daten vorliegend
- Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren geben keinen Hinweis auf kongenitale Effekte durch Lidocain
- bisher liegen keine Hinweise auf angeborene Missbildungen nach Lidocainexposition in der Schwangerschaft vor
- Lidocain passiert die Plazenta (parenterale Gabe)
- Untersuchungen zum plazentaren Übergang nach topischer Anwendung liegen nicht vor
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
Warnhinweise
Lidocain - intraoral
- Anwendung nur mit besonderer Vorsicht
- bei (schwerer verminderter) Nierenfunktion und (fortgeschrittenen) Lebererkrankungen
- bei Myasthenia gravis (krankhafte Muskelschwäche)
- bei kardiovaskulären Erkrankungen, einschl. Herzinsuffizienz
- auf entzündetem (infiziertem) oder traumatisch geschädigtem Gewebe
- Schleimhautverletzungen im Applikationsbereich ermöglichen eine erhöhte systemische Resorption
- bei Kindern
- bei älteren Patienten
- bei Patienten in schlechtem Allgemeinzustand
- Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, erblicher oder idiopathischer Methämoglobinämie
- sind anfälliger für Wirkstoff-induzierte Anzeichen einer Methämoglobinämie
- Patienten mit akuter Porphyrie
- nur bei zwingender Indikation anwenden, da durch das Arzneimittel möglicherweise eine Porphyrie ausgelöst werden kann
- bei allen Patienten mit Porphyrie sollten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden
- ist eine Allergie gegen Lidocain bekannt,
- so muss mit einer Kreuzallergie gegen andere Säureamid-Lokalanästhetika gerechnet werden
- Risiko systemischer Nebenwirkungen
- erhöhtes Risiko, durch verstärkte systemische Resorption bei Anwendung
- als Gurgellösung
- das Arzneimittel sollte nicht zum Gurgeln angewendet werden (schnellere Aufnahme des Wirkstoffs über die Schleimhäute oder durch das Verschlucken des Wirkstoffs)
- auf Schleimhäuten der Trachea und tieferen Atemwege (ähnlich schnelle Resorption wie bei systemischer Anwendung)
- auf Wundflächen bzw. auf traumatisch geschädigter oder entzündeter Haut- bzw. Schleimhaut
- als Gurgellösung
- Applikation in diesen Bereichen mit besonderer Vorsicht
- erhöhtes Risiko, durch verstärkte systemische Resorption bei Anwendung
- Überdosierung
- werden größere Mengen Lidocain appliziert oder wird das Arzneimittel häufiger als verordnet bzw. in kurzen Dosierungsintervallen angewendet, können toxische Blutspiegel erreicht und schwere Nebenwirkungen verursacht werden
- die sicherste Prophylaxe besteht in der genauen Einhaltung der empfohlenen Dosierung von Lidocain
- dies ist besonders bei Kindern zu beachten, bei denen die Dosierung an das Körpergewicht angepasst werden soll
- beim Auftreten von toxischen Effekten können notfallmedizinische Maßnahmen und Beatmung notwendig werden
- Anwendung im Mund, Rachen und Kehlkopfbereich
- das Kauen von Kaugummi oder Nahrungsaufnahme ist so lange zu vermeiden, bis Mund oder Rachen nicht mehr gefühllos sind
- das Schlucken kann erschwert und die Gefahr der Aspiration erhöht sein
- mit dem Risiko einer Anästhesiophagie muss gerechnet werden
- bei tauber Zunge und Mundschleimhaut besteht die Gefahr von Bissverletzungen (Lippen, Wangen, Schleimhäute, Zunge)
- Trachealtuben mit PVC-Cuffs
- Lidocain sollte nicht auf Trachealtuben mit PVC-Cuffs angewendet werden
- Lidocain als Base kann bei Kontakt sowohl mit PVC-Cuffs als auch mit anderen Cuffs den Trachealtubus beschädigen
- dies äußert sich in Form von winzigen Löchern, die zu einer Undichtigkeit und somit zu einem Druckabfall des Tubus führen können
- versehentliche Applikation ins Auge
- sofort mit fließendem Wasser spülen