Xylonor 2% Special Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 50X1.8 ML | 69,97 € |
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Indikation
- lokale Schmerzausschaltung (Infiltrations- und Leitungsanästhesie) im Zahn-, Mund- und Kieferbereich bei Erwachsenen und Jugendlichen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthalten 21,34 mg Lidocainhydrochlorid 1H2O (entsprechen 20,00 mg wasserfreiem Lidocain HCl) und 20 µg Epinephrin
- lokale Schmerzausschaltung (Infiltrations- und Leitungsanästhesie) im Zahn-, Mund- und Kieferbereich
- Verwendung der kleinsten notwendigen Dosis
- individuelle Dosierung entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles
- Dosierungsrichtlinien gelten für Jugendliche (> 15 Jahre) und Erwachsene mit einer durchschnittlichen Körpergröße bei einmaliger (einzeitiger) Anwendung
- Infiltrations- bzw. Leitungsanästhesie
- in Abhängigkeit von der verwendeten Methode: 1 bis 2 ml (entsprechend den anatomischen Gegebenheiten 0,2 bis 0,3 ml in palatinalen Bereichen) applizieren
- intraligamentäre Anästhesie: 0,2 bis 0,4 ml jeweils mesial und distal (bei Molaren zusätzlich palatinal) in den Sulcus des entsprechenden Zahnes einspritzen
- Maximaldosis: 200 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O mit Vasokonstriktorzusatz nicht überschreiten
- zur Vermeidung epinephrinbedingter Nebenwirkungen bei einer Nervenblockade: max. 0,25 mg Epinephrin verabreichen
- Infiltrations- bzw. Leitungsanästhesie
- Dosierungsrichtlinien gelten für Jugendliche (> 15 Jahre) und Erwachsene mit einer durchschnittlichen Körpergröße bei einmaliger (einzeitiger) Anwendung
Dosisanpassung
- besondere Bevölkerungsgruppen
- Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand bzw. veränderter Plasmaeiweißbindung (z. B. Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Karzinomerkrankungen, Schwangerschaft)
- grundsätzlich kleinere Dosen anwenden
- Patienten mit zerebralem Anfallsleiden
- verstärkt auf die Manifestation zentralvenöser Symptome achten
- auch bei nicht hohen Lidocaindosen mit einer gesteigerten Krampfbereitschaft rechnen
- Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand bzw. veränderter Plasmaeiweißbindung (z. B. Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Karzinomerkrankungen, Schwangerschaft)
- Kinder und Jugendliche
- ggf. Anwendung eines länger wirkenden Lokalanästhetikums ohne Epinephrinzusatz zur Erzielung des gewünschten Effekts
- intraligamentäre Anästhesie mit dem Arzneimittel im Milchgebiss wegen möglicher Schädigung der Zahnkeime bleibender Zähne nicht durchführen
- Kinder (< 4 Jahre)
- mit Vorsicht anwenden
- zu injizierende Menge anhand von Alter, Gewicht und Ausmaß der Operation bestimmen
- Anästhesie-Methode sorgfältig auswählen
- schmerzhafte Anästhesie-Techniken vermeiden
- Verhalten des Kindes während der Behandlung sorgfältig überwachen
- durchschnittliche Dosis: 20 bis 30 mg Lidocainhydrochlorid / Eingriff
- zu verabreichende Dosis (Lidocainhydrochlorid in mg) kann alternativ mit nachfolgender Formel berechnet werden
- Gewicht des Kindes (in kg) x 1,33
- maximale Dosis: 5 mg Lidocainhydrochlorid / kg KG
- ältere Patienten
- Anwendung nur unter Vorsicht
- ggf. Anwendung eines länger wirkenden Lokalanästhetikums ohne Epinephrinzusatz zur Erzielung des gewünschten Effekts
Kontraindikationen
Lidocain, Kombinationen - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Lidocainhydrochlorid oder Epinephrin
- bekannte Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ
- Hyperthyreose
- schwere, unkontrollierte oder unbehandelte Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen, z. B.
- AV-Block II und III Grades
- ausgeprägte Bradykardie
- akut dekompensierte Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung)
- Schock
- schwere Hypotonie
- Herzkrankheiten, wie z.B.
- instabiler Angina pectoris
- frischem Myokardinfarkt
- kürzlich durchgeführter Bypass-Operation an Koronararterien
- refraktärer Arrhythmie
- paroxysmaler Tachykardie oder hochfrequenter absoluter Arrhythmie (anfallsweise Beschleunigung des Herzschlages bzw. sehr schneller, unregelmäßiger Herzschlag)
- unbehandelter oder unkontrollierter schwerer Hypertonie
- unbehandelter oder unkontrollierter dekompensierter Herzinsuffizienz
- Glaukom (sog. grüner Star) mit engem Kammerwinkel
- gleichzeitige Einnahme von bestimmten Mitteln gegen Depressionen, da diese Wirkstoffe die Herz-Kreislauf-Wirkungen des Epinephrin verstärken können
- Monoaminoxidasehemmern (MAO)
- bis zu 14 Tage nach Beendigung einer Behandlung
- trizyklischen Antidepressiva
- Monoaminoxidasehemmern (MAO)
- Anwendung an den Akren der Extremitäten
- Betäubungen in Endstromgebieten der Blutgefäße
- intravasale Injektion (Einspritzen in ein Blutgefäß)
- für mögliche Gegenanzeigen aufgrund von Hilfsstoffen siehe Herstellerinformation
Nebenwirkungen
Lidocain, Kombinationen - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- oraler Herpes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angioödem
- Gesicht
- Zunge
- Lippe
- Kehle
- Kehlkopf
- Periorbita
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergischen Erscheinungen in Form von
- Urtikaria
- Ödem
- Bronchospasmus/Asthma
- Atemnot
- Beeinträchtigungen des Kreislaufs
- allergischen Erscheinungen in Form von
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion/Schock, Allergie vom Soforttyp I
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verwirrtheitszustand
- Euphorie
- Angstgefühl
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Neuropathie
- Neuralgie
- Parästhesien oraler und perioraler Strukturen; z.B.
- Brennen
- Kribbeln
- Jucken
- lokales Empfinden von Hitze und Kälte, ohne offensichtliche physikalische Ursache
- Hypästhesie
- Dysästhesie (oral und perioral) einschließlich
- Dysgeusien (z.B. metallischer Geschmack) und Ageusien
- Kopfschmerz
- insbesondere bei Überdosierung bzw. bei erhöhter Empfindlichkeit des Patienten (z. B. bei Hyperthyreose)
- Schwindel (leichte Benommenheit)
- Zittern
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Somnolenz (Schläfrigkeit)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fazialislähmung
- Parese
- Synkope
- Dysarthrie
- Sprechstörungen (z. B. Dysarthrie, Loggorhoe)
- Unruhe
- Aufgeregtheit
- Gleichgewichtsstörungen
- Tiefe ZNS Depression
- Bewusstseinsverlust
- Koma
- Konvulsion (einschließlich tonisch-klonische Krämpfe)
- Präsynkope
- Synkope (Bewusstlosigkeit)
- Verwirrtheitszustand
- Orientierungslosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Akkommodationsfehler
- Blindheit
- Doppeltsehen
- Schwellung des Auges
- Sehbehinderung, Sehen verschwommen
- Augenlidptosis
- Mydriasis
- Ophthalmoplegie
- Horner´s Syndrom: Augenlidlähmung
- Enophthalmus
- Diplopie (Paralyse der Augenmuskelnerven)
- Amaurose
- Miosis
- Nystagmus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tinnitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Palpitationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tachykardie
- Herzrhythmusstörungen (AV-Block)
- Bradyarrhythmie
- Bradykardie
- Palpitationen
- insbesondere bei Überdosierung bzw. bei erhöhter Empfindlichkeit des Patienten (z. B. bei Hyperthyreose)
- ohne Häufigkeitsangabe
- pektanginöse Beschwerden (Enge- und Druckgefühl über dem Herzen)
- insbesondere bei Überdosierung bzw. bei erhöhter Empfindlichkeit des Patienten (z. B. bei Hyperthyreose)
- Myokardiale Depression
- Kreislaufstillstand
- Tachyarrhythmie einschließlich ventrikulärer Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen und Kammerflimmern)
- insbesondere bei Überdosierung bzw. bei erhöhter Empfindlichkeit des Patienten (z. B. bei Hyperthyreose)
- Angina pectoris
- pektanginöse Beschwerden (Enge- und Druckgefühl über dem Herzen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- niedriger Blutdruck (mit möglichem Kreislaufkollaps)
- Bluthochdruck
- insbesondere bei Überdosierung bzw. bei erhöhter Empfindlichkeit des Patienten (z. B. bei Hyperthyreose)
- Blässe (lokal, regional, generell)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hämatom
- ohne Häufigkeitsangabe
- pektanginöse Beschwerden
- insbesondere bei Überdosierung bzw. bei erhöhter Empfindlichkeit des Patienten (z. B. bei Hyperthyreose)
- Hyperämie (lokal, regional)
- Vasodilatation
- Vasokonstriktion
- Hitzewallung
- pektanginöse Beschwerden
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe (Atemnot)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bronchospasmus
- Kehlkopfödem
- respiratorische Insuffizienz
- Engegefühl des Halses
- Giemen
- Husten
- Atemdepression
- Apnoe
- Hypoxie (einschließlich zerebral)
- Tachypnoe
- Bradypnoe
- Hyperkapnie
- Gähnen
- Dysphonie (Heiserkeit)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypoästhesie oral
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Zahnschmerzen
- Übelkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Zungenödem
- Zahnfleisch/Mund Exfoliation (Verschorfung)/Ulzeration/Nekrose
- Dysphagie
- Schwellen der Zunge, Lippe, Zahnfleisch
- Stomatitis
- Glossitis
- Gingivitis
- vermehrte Speichelsekretion
- Diarrhoe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rash (Ausbruch)
- Pruritus (Juckreiz)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blutung subkutan
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dermatitis bullös
- Kontaktdermatitis
- Gesichtshypästhesie
- Ausschlag
- Gesichtsschwellung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Bewegungsapparats und des Bindegewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Myalgie
- Arthralgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelzuckungen
- Trismus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arzneimittel unwirksam
- Schmerz
- Hyperhidrosis
- Brustschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwellung an der Applikationsstelle (Gesicht, submandibular, lokal)
- Haematom
- Erschöpfung
- Kraftlosigkeit (Schwächegefühl)
- Schüttelfrost
- Kältegefühl
- Hitzeempfinden
- brennende Missempfindung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Unbehagen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allergietest positiv
- Herzfrequenz erhöht
- Herzfrequenz unregelmäßig
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schmerzen während/nach dem Eingriffes
- Mundverletzung
- trockene Alveole mit verstärkter Tendenz zur Nachblutung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bluterguss an der Injektionsstelle
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- maligner Hyperthermie
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Lidocainhydrochlorid 1 H2O während einer Epiduralanästhesie ist über einen Fall von maligner Hyperthermie berichtet worden
- maligner Hyperthermie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- in Abhängigkeit vom jeweiligen Anästhesieverfahren
- Applikation unter die Mundschleimhaut (Infiltrationsanästhesie)
- Einspritzen in den Sulcus eines Zahnes (intraligamentäre Anästhesie)
- Applikation durch gezielte Punktion im Gewebe in die Nähe eines Nervenstammes (Leitungsanästhesie)
- Anwendung nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der jeweiligen Anästhesieverfahren
- wiederholte Anwendung des Arzneimittels kann aufgrund einer Tachyphylaxie zu Wirkungseinbußen führen
- Injektionslösung zur einmaligen Entnahme
- Anwendung unmittelbar nach Öffnung der Ampulle
- nicht verbrauchte Reste verwerfen
Stillzeithinweise
Lidocain, Kombinationen - invasiv
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Lidocain plus Epinephrin verzichtet werden soll
- dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen
- stillende Mütter sollten nach einer Behandlung mit Lidocain plus Epinephrin die Milch abpumpen und die erste Muttermilch verwerfen, bevor sie das Stillen wieder aufnehmen
- Lidocain wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden, aber bei therapeutischen Dosen von Lidocain sind keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene zu erwarten
- es ist nicht bekannt, ob Epinephrin in die Muttermilch übergeht
- eine Gefährdung des Säuglings nach einer Lokalanästhesie der Mutter erscheint unwahrscheinlich
Schwangerschaftshinweise
Lidocain, Kombinationen - invasiv
- Anwendung von Lidocain und Epinephrin während der (Früh-)Schwangerschaft nur unter Berücksichtigung des potenziellen Nutzen/Risikos für den Fötus
- nur mit Vorsicht, wenn es unbedingt erforderlich ist
- kontrollierte Untersuchungen an Schwangeren liegen nicht vor
- bisher liegen keine oder nur sehr begrentze Erfahrungen mit der Anwendung von Lidocain plus Epinephrin bei Schwangeren vor
- Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren geben keinen Hinweis auf kongenitale Effekte durch Lidocain
- tierexperimentelle Studien
- mit Epinephrin
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- mit Lidocain
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- mit Epinephrin
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien mit hohen Dosen Lidocain oder Epinephrin haben einen Einfluss auf die Fertilität gezeigt
- mit therapeutischen Dosen von Lidocain plus Epinephrin werden hingegen keine Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fertilität erwartet
Warnhinweise
Lidocain, Kombinationen - invasiv
- Zahnärzte sollten in der Diagnose und im Umgang mit Notfallsituationen, die sich aus der Anwendung von Lokalanästhetika ergeben können, ausreichend erfahren sein
- allergische Reaktionen mit anaphylaktischen Symptomen
- Lidocain mit Epinephrin kann bei empfindlichen Personen, insbesondere bei solchen mit bekanntem Asthma oder allergischen Erkrankungen, allergische Reaktionen mit anaphylaktischen Symptomen und Bronchialkrämpfen hervorrufen
- vor Applikation einer Lokalanästhesie
- ist grundsätzlich auf eine gute Auffüllung des Kreislaufs zu achten
- müssen bestehende Hypovolämien behoben werden
- ist darauf zu achten, dass folgende Arzneimittel/Behandlungsmethoden sowie eine Venenverweilkanüle sofort zur Verfügung stehen:
- Instrumentarium zur Wiederbelebung z. B. zur Freihaltung der Atemwege und zur Sauerstoffzufuhr (Sauerstoffgerät) um eine eventuell erforderliche künstliche Beatmung zu ermöglichen
- Notfallmedikation zur Therapie toxischer Reaktionen
- Antikonvulsiva (Benzodiazepine, z. B. Diazepam)
- Muskelrelaxantien
- Glukokortikoide
- Atropin und Antihypotonika oder Adrenalin
- Elektrolytlösung für schwere allergische oder anaphylaktische Reaktionen
- nach jeder Verabreichung eines Lokalanästhetikums
- müssen die Vitalfunktionen Herz/Kreislauf und Atmung (adequate Sauerstoffversorgung) sowie der Bewusstseinszustand des Patienten sorgfältig und konstant überwacht werden
- Unruhe, Angst, Tinnitus, Schwindel, Sehstörungen, Tremor, Depression oder Benommenheit können möglicherweise frühe Warnzeichen für toxische Einflüsse auf das Zentralnervensystem sein
- müssen die Vitalfunktionen Herz/Kreislauf und Atmung (adequate Sauerstoffversorgung) sowie der Bewusstseinszustand des Patienten sorgfältig und konstant überwacht werden
- Lidocain plus Epinephrin darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei
- Nieren- oder Lebererkrankung bzw. schweren Nieren- und Leberfunktionsstörungen
- Angina pectoris
- Gefäßverschlüssen
- Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
- Myasthenia gravis (krankhafte Muskelschwäche)
- Diabetes mellitus (mit Nervenschädigung)
- erheblichen Störungen der Blutgerinnung oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien oder Thrombozytenaggregationshemmern (z.B. Heparin oder Acetylsalicylsäure)
- das allgemeine Blutungsrisiko ist erhöht
- hämorrhagischen Diathesen (erhöhtes Blutungsrisiko insbesondere bei Leitungsanästhesie)
- unkontrollierter oder unbehandelter Hyperthyreose
- Engwinkelglaukom
- Lungenerkrankungen (speziell allergisches Asthma bronchiale)
- Phäochromozytom
- Methämoglobinämie
- Herz-Kreislaufstörungen, da die Fähigkeit eine Verlängerung der A-V-Leitung auszugleichen eingeschränkt ist
- Epilepsie (hohe Dosen sind zu vermeiden!)
- Injektion in ein entzündetes (infiziertes) Gebiet
- Doping-Tests an Sportlern, da es zu positiven Ergebnissen kommen kann
- Lidocain ist derzeit nicht von der WADA gelistet und für Epinephrin besteht kein Verbot als Vasokonstriktorzusatz in Lokalanästhetika
- zur Vermeidung von Nebenwirkungen
- dürfen nicht mehr als 500 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O und nicht mehr als 0,25 mg Epinephrin verabreicht werden (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- ist eine Allergie gegen Lidocain bekannt
- so muss mit einer Kreuzallergie gegen andere Säureamid-Lokalanästhetika gerechnet werden
- weiterhin sollten zur Vermeidung von Nebenwirkungen folgende Punkte beachtet werden:
- bei Risikopatienten und bei Verwendung höherer Dosierungen (> 25 % der maximalen Einzeldosis bei einzeitiger Gabe) intravenösen Zugang für Infusion anlegen (Volumensubstitution)
- Dosierung so niedrig wie möglich wählen
- korrekte Lagerung des Patienten beachten
- vor Injektion sorgfältig in zwei Ebenen aspirieren (Drehung der Kanüle)
- nicht in infizierte Gebiete injizieren
- Anästhesieversagen aufgrund mangelnder Penetration von Lidocain im entzündeten Bereich
- Injektion langsam vornehmen
- Blutdruck, Puls und Pupillenweite kontrollieren
- allgemeine und spezielle Kontraindikationen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mitteln beachten
- eine unbeabsichtigte intravasale Injektion ist zu vermeiden
- eine versehentliche intravasale Injektion oder unbeabsichtigte Überdosierung kann Krämpfe auslösen, sowie eine Dämpfung des zentralen Nervensystems oder kardiorespiratorisches Versagen verursachen
- es ist zu beachten, dass unter der Behandlung mit Blutgerinnungshemmern (Antikoagulanzien, wie z. B. Heparin), nicht-steroidalen Antirheumatika oder Plasmaersatzmitteln nicht nur eine versehentliche Gefäßverletzung im Rahmen der Schmerzbehandlung zu ernsthaften Blutungen führen kann, sondern dass allgemein mit einer erhöhten Blutungsneigung gerechnet werden muss
- ggf. sollten die Blutungszeit und die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) bestimmt, der Quick-Test durchgeführt und die Thrombozytenzahl überprüft werden
- diese Untersuchungen sollten bei Risikopatienten auch im Falle einer Low-dose-Heparinprophylaxe vor Anwendung des Arzneimittels durchgeführt werden
- gegebenenfalls ist die Antikoagulanzientherapie zeitig genug abzusetzen
- eine Anästhesie bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen (Thromboseprophylaxe) mit niedermolekularem Heparin sollte nur unter besonderer Vorsicht durchgeführt werden
- maligne Hyperthermie
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Lidocainhydrochlorid 1 H2O wurde über das Auftreten einer malignen Hyperthermie berichtet
- eine Anwendung von Lidocainhydrochlorid 1 H2O bei bekannter genetischer Disposition zur malignen Hyperthermie ist zu vermeiden
- im Rahmen der Kavitäten- bzw. Kronenstrumpfpräparation
- ist die geringere Durchblutung des Pulpagewebes aufgrund des Epinephrinzusatzes und damit das Risiko, eine eröffnete Pulpa zu übersehen, zu beachten
- Kinder
- bei Kindern sollte man erwägen, ob nicht die Anwendung eines länger wirkenden Lokalanästhetikums ohne Epinephrin-Zusatz ausreicht, um den gewünschten Effekt zu erzielen
- falls die Anwendung eines Epinephrin-Zusatzes erforderlich ist, sollte die Dosis anhand des Alters und des Gewichtes des Kindes und des Ausmaßes der Operation bestimmt werden
- die intraligamentäre Anästhesie mit Lidocain plus Epinephrin sollte im Milchgebiss wegen einer möglichen Schädigung der Zahnkeime bleibender Zähne nicht durchgeführt werden
- ältere Menschen
- bei Patienten im hohen Alter darf Lidocain plus Epinephrin nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- auch bei älteren Patienten sollte man erwägen, ob nicht die Anwendung eines länger wirkenden Lokalanästhetikums ohne Epinephrin-Zusatz ausreicht, um den gewünschten Effekt zu erzielen
- Information für den Patienten
- der Patient sollte daraufhin gewiesen werden, dass solange Lippe, Zunge, Wangenschleimhaut oder weicher Gaumen betäubt sind, das Risiko besteht, sich zu verletzen
- daher sollte der Patient erst dann wieder essen, wenn die Betäubung abgeklungen ist