Xylonor Spray N 15% Dentallösung

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Fachinformationen

Indikation

  • Anästhesierung der Einstichstelle vor Injektionen in die Mundschleimhaut
  • Oberflächenanästhesie bei Extraktion gelockerter Milchzähne
  • Inzision oberflächlicher submuköser Abszesse

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Dentallösung enthält 0,15 g Lidocain

  • Anästhesierung der Einstichstelle vor Injektionen in die Mundschleimhaut; Oberflächenanästhesie bei Extraktion gelockerter Milchzähne; Inzision oberflächlicher submuköser Abszesse
    • Kinder (5 - 18 Jahre) und Erwachsene
      • 2 Sprühstöße (obere Grenze der Anwendung)
      • max. 3 Sprühstöße
      • Hinweis: bei einer weiteren Anwendung von Lokalanästhetika (nachfolgende Leitungs- oder Infiltrationsanästhesie) ist die Dosierung zu berücksichtigen

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder (< 5 Jahre)
      • keine Anwendung, da keine Untersuchungen vorliegen
    • Kinder (> 5 Jahre)
      • nur mit Vorsicht anwenden
  • ältere Patienten
    • nur mit besonderer Vorsicht anwenden

Kontraindikationen

Lidocain - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Lidocain oder andere Lokalanästhetika vom Amid-Typ
  • schwere Störungen des Reizbildungs- und Reizleitungssystems am Herzen
  • (akute) dekompensierte Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung)
  • kardiogener und hypovolämischer Schock
  • für ggf. weitere, produktspezifische Einschränkungen siehe jeweilige Herstellerinformation

Nebenwirkungen

Lidocain - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • allergische Reaktionen (in schwersten Fällen ein anaphylaktischer Schock)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erregung
      • Depression
      • Nervosität
      • Schwindel
      • Sehstörungen
      • Kribbeln und Taubheitsgefühl im Bereich der Mundhöhle
      • Zittern
      • Abgeschlagenheit
      • Krämpfe
      • Bewusstlosigkeit
      • Atemstillstand
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blässe
      • Hypotonie
      • Myokardschwäche
      • Bradykardie
      • Herzstillstand
      • anaphylaktische Kreislaufreaktionen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bronchospasmus
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Urtikaria
      • Ödeme
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vorübergehende Ödeme im Rachen- und Kehlkopfbereich (bei Anwendung von Lidocain im Mund- und Rachenraum; sehr selten mit Heiserkeit)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lokale Reizerscheinungen am Applikationsort

Anwendungshinweise

  • zur Anwendung in der Mundhöhle
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Lidocain - intraoral
  • eine Gefahr für den Säugling erscheint bei therapeutischen Dosen unwahrscheinlich
  • Lidocain geht in geringen Mengen in die Muttermilch über (nach parenteraler Gabe)
    • Untersuchungen zum Übergang nach topischer Anwendung in der Stillzeit liegen nicht vor
    • da Lidocain relativ schnell und nahezu vollständig in der Leber verstoffwechselt wird, ist zu erwarten, dass nur sehr geringe Mengen Lidocain in die Muttermilch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Lidocain - intraoral
  • Lidocain darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
  • kontollierte Untersuchungen an Schwangeren liegen nicht vor, keine hinreichenden Daten vorliegend
    • Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren geben keinen Hinweis auf kongenitale Effekte durch Lidocain
    • bisher liegen keine Hinweise auf angeborene Missbildungen nach Lidocainexposition in der Schwangerschaft vor
  • Lidocain passiert die Plazenta (parenterale Gabe)
    • Untersuchungen zum plazentaren Übergang nach topischer Anwendung liegen nicht vor
  • tierexperimentelle Studien
    • haben Reproduktionstoxizität gezeigt

Warnhinweise

Lidocain - intraoral
  • Anwendung nur mit besonderer Vorsicht
    • bei (schwerer verminderter) Nierenfunktion und (fortgeschrittenen) Lebererkrankungen
    • bei Myasthenia gravis (krankhafte Muskelschwäche)
    • bei kardiovaskulären Erkrankungen, einschl. Herzinsuffizienz
    • auf entzündetem (infiziertem) oder traumatisch geschädigtem Gewebe
      • Schleimhautverletzungen im Applikationsbereich ermöglichen eine erhöhte systemische Resorption
    • bei Kindern
    • bei älteren Patienten
    • bei Patienten in schlechtem Allgemeinzustand
  • Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, erblicher oder idiopathischer Methämoglobinämie
    • sind anfälliger für Wirkstoff-induzierte Anzeichen einer Methämoglobinämie
  • Patienten mit akuter Porphyrie
    • nur bei zwingender Indikation anwenden, da durch das Arzneimittel möglicherweise eine Porphyrie ausgelöst werden kann
    • bei allen Patienten mit Porphyrie sollten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden
  • ist eine Allergie gegen Lidocain bekannt,
    • so muss mit einer Kreuzallergie gegen andere Säureamid-Lokalanästhetika gerechnet werden
  • Risiko systemischer Nebenwirkungen
    • erhöhtes Risiko, durch verstärkte systemische Resorption bei Anwendung
      • als Gurgellösung
        • das Arzneimittel sollte nicht zum Gurgeln angewendet werden (schnellere Aufnahme des Wirkstoffs über die Schleimhäute oder durch das Verschlucken des Wirkstoffs)
      • auf Schleimhäuten der Trachea und tieferen Atemwege (ähnlich schnelle Resorption wie bei systemischer Anwendung)
      • auf Wundflächen bzw. auf traumatisch geschädigter oder entzündeter Haut- bzw. Schleimhaut
    • Applikation in diesen Bereichen mit besonderer Vorsicht
  • Überdosierung
    • werden größere Mengen Lidocain appliziert oder wird das Arzneimittel häufiger als verordnet bzw. in kurzen Dosierungsintervallen angewendet, können toxische Blutspiegel erreicht und schwere Nebenwirkungen verursacht werden
    • die sicherste Prophylaxe besteht in der genauen Einhaltung der empfohlenen Dosierung von Lidocain
      • dies ist besonders bei Kindern zu beachten, bei denen die Dosierung an das Körpergewicht angepasst werden soll
    • beim Auftreten von toxischen Effekten können notfallmedizinische Maßnahmen und Beatmung notwendig werden
  • Anwendung im Mund, Rachen und Kehlkopfbereich
    • das Kauen von Kaugummi oder Nahrungsaufnahme ist so lange zu vermeiden, bis Mund oder Rachen nicht mehr gefühllos sind
    • das Schlucken kann erschwert und die Gefahr der Aspiration erhöht sein
    • mit dem Risiko einer Anästhesiophagie muss gerechnet werden
      • bei tauber Zunge und Mundschleimhaut besteht die Gefahr von Bissverletzungen (Lippen, Wangen, Schleimhäute, Zunge)
  • Trachealtuben mit PVC-Cuffs
    • Lidocain sollte nicht auf Trachealtuben mit PVC-Cuffs angewendet werden
    • Lidocain als Base kann bei Kontakt sowohl mit PVC-Cuffs als auch mit anderen Cuffs den Trachealtubus beschädigen
    • dies äußert sich in Form von winzigen Löchern, die zu einer Undichtigkeit und somit zu einem Druckabfall des Tubus führen können
  • versehentliche Applikation ins Auge
    • sofort mit fließendem Wasser spülen