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ACA Müller/ADAG Pharma AG Wirkstoff: Levocetirizin →

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N3 100 ST 43,89 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Kinder (>/= 6 Jahre)

  • symptomatische Behandlung von
    • allergischer Rhinitis (einschließlich persistierende allergische Rhinitis)
    • Urtikaria

Dosierung

  • symptomatische Behandlung der allergischen Rhinitis (einschließlich persistierender allergischer Rhinitis) und Urtikaria
    • Dosisempfehlungen
      • Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
        • 5 mg Levocetirizindihydrochlorid (1 Filmtablette) 1mal / Tag
      • Kinder und Jugendliche (6 Jahre - < 12 Jahre)
        • 5 mg Levocetirizindihydrochlorid (1 Filmtablette) 1mal / Tag
      • Kinder 2 - < 6 Jahre
        • mit den Filmtabletten keine geeignete Dosisanpassung möglich
        • es sollte eine pädiatrische Darreichungsform von Levocetirizin verwendet werden
    • Behandlungsdauer
      • intermittierende allergische Rhinitis (Symptome an < 4 Tagen / Woche oder an < 4 Wochen / Jahr)
        • Behandlung entsprechend der Erkrankung und ihrer Vorgeschichte
        • Behandlung beenden, sobald die Symptome verschwunden sind
        • Behandlung wiederaufnehmen, wenn Symptome wiederkehren
      • persistierende allergische Rhinitis (Symptome an > 4 Tagen / Woche und an > 4 Wochen / Jahr)
        • kontinuierliche Therapie während der Kontaktzeit mit den Allergenen
      • klinische Erfahrungen
        • Levocetirizin
          • klinische Erfahrungen liegen vor für Behandlungsdauer von mind. 6 Monaten
        • Cetirizin (Razemat)
          • chronische Urtikaria und chronisch allergischer Schnupfen
            • klinische Erfahrungen liegen vor für Behandlungsdauer von bis zu 1 Jahr

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Dosisanpassung bei mäßig bis schwer eingeschränkter Nierenfunktion (s. "eingeschränkte Nierenfunktion")
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Erwachsene und ältere Patienten
      • Dosisintervalle individuell einstellen je nach Nierenfunktion [eGFR (estimated Glomerular Filtration Rate) - geschätzte glomeruläre Filtrationsrate]
        • normale Nierenfunktion (eGFR >/= 90 ml / Min.)
          • 1 Filmtablette 1mal / Tag
        • leichte Nierenfunktionsstörung (eGFR 60 - < 90 ml / Min.)
          • 1 Filmtablette 1mal / Tag
        • mäßige Nierenfunktionsstörung (eGFR 30 - < 60 ml / Min.)
          • 1 Filmtablette 1mal / 2 Tage
        • schwere Nierenfunktionsstörung (eGFR 15 - < 30 ml / Min.), nicht dialysepflichtig
          • 1 Filmtablette 1mal / 3 Tage
        • Nierenerkrankung im Endstadium (End Stage Renal Disease, ESRD)
          • eGFR < 15 ml / Min., dialysepflichtig
            • Anwendung kontraindiziert
    • Kinder
      • Dosis individuell unter Berücksichtigung der renalen Clearance und des Körpergewichts anpassen
      • keine spezifischen Daten vorhanden
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • ausschließlich eingeschränkte Leberfunktion
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • gleichzeitig eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion
      • Dosisanpassung erforderlich (s. "eingeschränkte Nierenfunktion")

Kontraindikationen

Levocetirizin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Levocetirizin, Cetirizin, Hydroxyzin oder andere Piperazin-Derivate
  • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearence < 10 ml / Min.)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Levocetirizin - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen inkl. Anaphylaxie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Appetitsteigerung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Somnolenz
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwindelgefühl
      • Konvulsionen
      • Parästhesie
      • Synkope
      • Tremor
      • Geschmacksstörung
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlafstörungen (bei Kindern und Jugendlichen < 6 Jahre)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erregung
      • Suizidgedanken
      • Aggression
      • Halluzination
      • Depression
      • Schlaflosigkeit,
      • Albtraum
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vertigo
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Sehstörungen
      • verschwommenes Sehen
      • Okulogyration
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Palpitationen
      • Tachykardie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Mundtrockenheit
      • Diarrhö (bei Kindern und Jugendlichen < 6 Jahre)
      • Obstipation (bei Kindern und Jugendlichen < 6 Jahre)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bauchschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Diarrhö
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Harnretention
      • Dysurie
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • angioneurotisches Ödem
      • fixes Arzneimittelexanthem
      • Pruritus
        • nach Beendigung der Levocetirizin-Anwendung über Pruritus berichtet
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myalgie
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Abgeschlagenheit,
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ödeme
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • abnorme Leberfunktionswerte
      • Gewichtszunahme

Anwendungshinweise

  • Filmtablette zum Einnehmen
    • unzerkaut mit Flüssigkeit
    • zu oder unabhängig von den Mahlzeiten
  • Tagesdosis sollte auf einmal eingenommen werden

Stillzeithinweise

Levocetirizin - peroral
  • Cetirizin, das Racemat von Levocetirizin, geht beim Menschen in die Muttermilch über
    • Übergang von Levocetirizin in die Muttermilch wahrscheinlich
  • Nebenwirkungen von Levocetirizin können bei Säuglingen/gestillten Kindern auftreten
  • Vorsicht bei der Anwendung bei stillenden Müttern

Schwangerschaftshinweise

Levocetirizin - peroral
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (< 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Levocetirizin bei Schwangeren vorliegend
  • weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (> 1000 Schwangerschaftsausgänge) deuten jedoch nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität mit Cetirizin, dem Racemat von Levocetirizin, hin
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung
  • falls notwendig, kann eine Anwendung von Levocetirizin während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden
  • Fertilität
    • keine klinischen Daten verfügbar

Warnhinweise

Levocetirizin - peroral
  • Alkohol
    • Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol
  • Patienten mit Risikofaktoren für ein Harnverhalten (z.B. bei Rückenmarksverletzung, Prostatahyperplasie)
    • Vorsicht, da das Risiko einer Harnretention durch Levocetirizin erhöht werden kann
  • Epilepsie und Patienten mit Krampfrisiko
    • Vorsicht, da Levocetirizin Krampfanfälle verstärken kann
  • Hauttests zum Nachweis von Allergien
    • Reaktionen auf Hauttests zum Nachweis von Allergien werden durch Antihistaminika unterdrückt
    • vor deren Durchführung Auswaschphase (von 3 Tagen) erforderlich
  • Pruritus
    • nach Absetzen von Levocetirizin kann Pruritus auftreten, auch wenn diese Symptome vor Behandlungsbeginn nicht vorhanden waren
    • Symptome können spontan verschwinden
    • in einigen Fällen können die Symptome sehr intensiv sein und eine Wiederaufnahme der Behandlung erfordern
      • nach Wiederaufnahme der Behandlung sollten die Symptome verschwinden
  • Kinder und Jugendliche
    • Anwendung der festen Darreichungsform für Kinder < 6 Jahren nicht empfohlen, da mit dieser Darreichungsform keine geeignete Dosisanpassung möglich ist
    • empfohlen eine pädiatrische Darreichungsform von Levocetirizin anzuwenden