Yondelis 0.25 mg Plv.f.e.Konz.z.Herst.e.Inf.-Lsg.
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 677,61 € |
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Indikation
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Weichteilsarkom nach Versagen von Anthrazyklinen und Ifosfamid bzw. von Patienten, bei denen sich die Anwendung dieser Mittel nicht eignet
- die Wirksamkeitsdaten basieren vorwiegend auf Patienten mit Liposarkom und Leiomyosarkom
- in Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) indiziert für die Behandlung von Patientinnen mit einem platinsensiblen Ovarialkarzinomrezidiv
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 0,25 mg Trabectedin (1 ml rekonstituierte Lösung enthält 0,05 mg Trabectedin)
- allgemeine Hinweise
- Arzneimittel muss unter der Aufsicht eines in der Anwendung von Chemotherapien erfahrenen Arztes angewendet werden
- Einsatz sollte auf qualifizierte Onkologen oder sonstige auf die Gabe von zytotoxischen Substanzen spezialisierte medizinische Fachkreise beschränkt bleiben
- alle Patienten müssen 30 Min. vor Gabe von PLD (in Kombinationstherapie) oder Trabectedin (in Monotherapie) 20mg Dexamethason i.v. erhalten
- dies dient nicht nur der antiemetischen Prophylaxe, sondern scheint auch hepatoprotektive Wirkungen zu haben
- weitere Antiemetika können nach Bedarf gegeben werden
- Behandlungsdauer:
- in den klinischen Prüfungen waren keine Grenzen für die Zahl der durchzuführenden Zyklen festgelegt worden
- Behandlung wurde so lange fortgesetzt wie ein klinischer Nutzen festgestellt wurde
- in klin. Studien kam Monotherapie bis zu 38 Zyklen lang zur Anwendung, die Kombinationsbehandlung bis zu 21 Therapiezyklen
- bei mit multiplen Zyklen behandelten Patienten wurden keine kumulativen Toxizitäten beobachtet
- fortgeschrittenes Weichteilsarkom
- 1,5 mg / m2 KOF i.v.
- Infusionsdauer: 24 Stunden
- Behandlungsintervall: 3 Wochen
- Ovarialkarzinom
- 1,1 mg / m2 KOF unmittelbar nach PLD 30 mg / m2
- Infusionsdauer: 3 Stunden
- Behandlungsintervall: 3 Wochen
- zur Minimierung des Risikos von PLD-Infusionsreaktionen
- initiale Dosis in einer Infusionsgeschwindigkeit von max. 1 mg / Min. geben
- wenn keine Infusionsreaktion: nachfolgenden PLD-Infusionen über einen 1-stündigen Zeitraum geben
- Kriterien, damit eine Behandlung mit Trabectedin möglich ist:
- absolute Neutrophilenzahl (ANC) >= 1.500 / mm3
- Thrombozytenzahl >= 100.000 / mm3
- Bilirubin <= obere Normgrenze (ULN)
- alkalische Phosphatase <= 2,5 ULN (falls die Erhöhung ossären Ursprungs ist, sollten die Leberisoenzyme 5-Nukleotidase oder GGT beruecksichtigt werden)
- Albumin >= 25 g / l
- Alaninaminotransferase (ALT) und Aspartataminotransferase (AST) <= 2,5 x ULN
- Kreatinin-Clearance >= 30 ml / Min. (Monotherapie), Serumkreatinin <= 1,5 mg / dl (<= 132,6 µmol / l) oder Kreatininclearance >= 60 ml / min (Kombinationstherapie)
- Kreatinphosphokinase (CPK) <= 2,5 ULN
- Hämoglobin >= 9 g / dl
- Kriterien gelten auch bei erneuter Behandlung, ansonsten Behandlung um 3 Wochen verschieben
- zusätzliche Überwachung (wöchentlich in den ersten beiden Zyklen und mind. 1mal zwischen den Behandlungen in nachfolgenden Zyklen) der hämatologischen Parameter Bilirubin, alkalische Phosphatase, Aminotransferasen und CPK
- in allen Zyklen sollte die gleiche Dosis gegeben werden, vorausgesetzt es treten keine Toxizitäten der Grade 3-4 auf und der Patient erfüllt die Kriterien für erneute Behandlung
Dosisanpassung
- während der Behandlung
- Dosisreduktion für die nachfolgenden Zyklen bei:
- Neutropenie < 500/mm3 über länger als 5 Tage anhaltend oder assoziiert mit Fieber oder Infektion
- Thrombozytopenie < 25.000/mm3
- Anstieg des Bilirubin > obere Normgrenze (ULN) und/oder alkalische Phosphatase > 2,5 x ULN
- Anstieg der Aminotransferasen (AST oder ALT) > 2,5 x ULN (Monotherapie) oder > 5 x ULN (Kombinationstherapie), der sich bis Tag 21 nicht normalisiert hat
- jeglichen Nebenwirkungen 3. oder 4. Grades (wie Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit)
- Dosisreduktion erfolgt nach nachfolgendem Schema:
- Weichteilsarkom
- Trabectedin, Startdosis: 1,5 mg/m2
- Trabectedin, 1. Dosisreduktion: 1,2 mg/m2
- Trabectedin, 2. Dosisreduktion: 1 mg/m2
- Ovarialkarzinom
- Trabectedin, Startdosis: 1,1 mg/m2 / PLD, Startdosis: 30 mg/m2
- Trabectedin, 1. Dosisreduktion: 0,9 mg/m2 / PLD, 1. Dosisreduktion: 25 mg/m2
- Trabectedin, 2. Dosisreduktion: 0,75 mg/m2 / PLD, 2. Dosisreduktion: 20 mg/m2
- wurde eine Dosis aufgrund einer Toxizität reduziert, wird eine Dosiseskalation in den nachfolgenden Zyklen nicht empfohlen
- wenn es bei einem Patienten, der klinisch profitiert, in den nachfolgenden Zyklen erneut zu einer dieser Toxizitäten kommen sollte, kann die Dosis weiter reduziert werden
- bei Auftreten einer hämatologischen Toxizität können Kolonie-stimulierende Faktoren nach lokal üblicher Standardpraxis gegeben werden
- sollten weitere Dosisreduktionen notwendig sein, Beendigung der Behandlung in Betracht ziehen
- Weichteilsarkom
- Dosisreduktion für die nachfolgenden Zyklen bei:
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Monotherapie bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. und in Kombinationstherapie bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 60 m l / Min.:
- keine Anwendung (fehlende Daten)
- leichte oder mittelschwere Nierenfunktionseinschränkung
- angesichts der pharmakokinetischen Eigenschaften von Trabectedin keine Dosisanpassung erforderlich
- Monotherapie bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. und in Kombinationstherapie bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 60 m l / Min.:
- eingeschränkte Leberfunktion
- besondere Vorsicht
- engmaschig überwachen
- Risiko für Toxizitäten ist erhöht
- Dosisanpassungen evtl. erforderlich, da die systemische Exposition wahrscheinlich erhöht ist
- Überwachung der Leberfunktionstests
- das Risiko einer Hepatotoxizität kann erhöht sein
- Patienten mit erhöhtem Bilirubin im Serum
- keine Behandlung mit Trabectedin
- ältere Patienten
- keine speziellen Studien durchgeführt
- Plasma-Clearance und Distributionsvolumen von Trabectedin durch das Alter anscheinend nicht beeinflusst, daher sind Dosisanpassungen, die allein auf Alterskriterien basieren, nicht routinemässig empfohlen
- Kinder und Jugendliche
- keine Anwendung bei Kindern < 18 Jahren mit pädiatrischen Sarkomen (Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit)
Kontraindikationen
Trabectedin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Trabectedin
- begleitende schwere oder unkontrollierte Infektion
- kombinierte Anwendung mit Gelbfiebervakzin
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Trabectedin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- neutropenische Infektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sepsis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- septischer Schock
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- Anämie
- Leukopenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- febrile Neutropenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Panzytopenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypersensitivität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Appetitverlust / Anorexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dehydration
- Hypokaliämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Insomnie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Geschmacksstörung
- periphere sensorische Neuropathie
- Synkope *
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Palpitationen *
- linksventrikuläre Dysfunktion *
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- Flush (Gesichtsröte)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kapillarlecksyndrom (teilweise mit tödlichem Verlauf)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lungenembolie *
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lungenödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verstopfung
- Durchfall
- Stomatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspepsie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte Alaninaminotransferase
- erhöhte Aspartataminotransferase
- erhöhte alkalische Phosphatase im Blut
- Hyperbilirubinämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Gammaglutamyltransferase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leberschädigung (schwere), einschl.
- Ikterus
- Hepatomegalie
- schmerzhafte Leber
- Leberschädigung (schwere), einschl.
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberinsuffizienz
- Leberversagen, einschl.
- Fällen mit tödlichem Ausgang
- ohne Häufigkeitsangabe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- palmar-plantare Erythrodysästhesie (HandHand-Fuß-Syndrom) *
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Alopezie
- Hyperpigmentation *
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Rückenschmerzen
- erhöhte Creatininphosphokinase im Blut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhabdomyolyse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fatigue / Abgeschlagenheit
- Pyrexie
- Ödem
- Schleimhautentzündung *
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktion an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Paravasation Weichteilnekrose
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhtes Creatinin im Blut
- vermindertes Albumin im Blut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtsverlust
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Legende: * =
- Nebenwirkung nur bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom, einschließlich der Daten aus ET743-OVA-301, einer randomisierten Phase-III-Studie mit 672 Patientinnen, die entweder Trabectedin (1,1 mg/m2) und PLD (30 mg/m2) alle drei Wochen oder PLD (50 mg/m2) alle vier Wochen erhielten, sowie aus der Studie ET743-OVC-3006 mit 576 Patientinnen, die entweder PLD (30 mg/m2) gefolgt von Trabectedin (1,1 mg/m2) alle drei Wochen oder PLD allein (50 mg/m2) alle 4 Wochen erhielten
Anwendungshinweise
- Gabe über einen zentralen Venenkatheter empfohlen, da Patienten eine potentiell schwere Reaktion an der Injektionsstelle entwickeln können, wenn Trabectedin über einen peripheren venösen Zugang gegeben wird
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Trabectedin - invasiv
- Stillen während der Behandlung und bis 3 Monate danach kontraindiziert
- nicht bekannt, ob Trabectedin in die Muttermilch übergeht
- tierexperimentelle Studien
- Übergang von Trabectedin in die Muttermilch bislang nicht tierexperimentell untersucht
Schwangerschaftshinweise
Trabectedin - invasiv
- soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- falls während der Behandlung eine Schwangerschaft eintritt
- Patientin muss über potentielle Risiken für den Fetus informiert und sorgfältig überwacht werden
- wenn Trabectedin am Ende der Schwangerschaft angewendet wird
- das Neugeborene muss sorgfältig auf potentielle Nebenwirkungen hin überwacht werden
- Trabectedin kann schwerwiegende Schädigungen beim ungeborenen Kind hervorrufen
- wenn es während der Schwangerschaft angewendet wird (ausgehend vom bekannten Wirkmechanismus)
- keine hinreichenden Daten über exponierte Schwangere
- Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen während der Behandlung und bis zu 8 Monate nach der Behandlung eine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden
- müssen im Falle einer eingetretenen Schwangerschaft unverzüglich den behandelnden Arzt informieren
- sollte während der Behandlung eine Schwangerschaft eintreten
- genetische Beratung ist in Betracht zu ziehen
- tierexperimentelle Studien
- Trabectedin passiert bei Verabreichung an trächtige Ratten die Plazentaschranke
- Fertilität
- Männer im fertilen Alter müssen während der Behandlung und bis 5 Monate nach der Behandlung eine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden
- Trabectedin kann genotoxische Wirkungen haben
- vor der Behandlung sollte Beratung über Konservierung von Eizellen oder Spermien angestrebt werden
- Möglichkeit einer irreversiblen Infertilität aufgrund einer Therapie mit Trabectedin
- genetische Beratung auch empfohlen für Patienten, die für die Zeit nach der Therapie einen Kinderwunsch haben
- vor der Behandlung sollte Beratung über Konservierung von Eizellen oder Spermien angestrebt werden
Warnhinweise
Trabectedin - invasiv
- Leberfunktionseinschränkung
- Patienten müssen bestimmte die Leberfunktionsparameter betreffende Kriterien erfüllen, um die Behandlung mit Trabectedin beginnen zu können
- aufgrund der Leberfunktionseinschränkung ist systemische Exposition gegenüber Trabectedin im Durchschnitt etwa doppelt so hoch
- Risiko für Toxizitäten kann daher erhöht sein
- Patienten müssen mit klinisch relevanten Lebererkrankungen wie einer aktiven chronischen Hepatitis engmaschig kontrolliert
- erforderlichenfalls die Dosis anpassen
- Risiko für Toxizitäten kann daher erhöht sein
- Patienten mit erhöhten Bilirubin-Spiegeln im Serum dürfen nicht mit Trabectedin behandelt werden
- Nierenfunktionseinschränkung
- Creatinin-Clearance muss vor und während der Behandlung überwacht werden
- Trabectedin darf nicht angewendet werden
- in Monotherapie bei Patienten mit einer Creatinin-Clearance < 30 ml / min
- in Kombinationstherapie bei Patienten mit einer Creatinin-Clearance < 60 ml / min
- Neutropenie und Thrombozytopenie
- sehr häufig Berichte über Neutropenien und Thrombozytopenien Grad 3 oder 4 im Zusammenhang mit einer Trabectedin-Therapie
- großes Blutbild einschließlich Differentialblutbild und Thrombozytenzahl muss angefertigt werden jeweils
- vor Beginn der Therapie
- in den 1. beiden Behandlungszyklen wöchentlich
- im Weiteren dann jeweils einmal zwischen den Behandlungszyklen
- Patienten, die Fieber entwickeln, sollten unverzüglich einen Arzt konsultieren
- in diesem Fall sollte sofort mit einer aktiven supportiven Behandlung begonnen werden
- Trabectedin darf Patienten nicht gegeben werden
- mit einer Neutrophilenzahl < 1.500 Zellen / mm3 und einer Thrombozytenzahl < 100.000 Zellen / mm3 bei Therapiebeginn
- wenn eine schwere Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl (ANC) < 500 Zellen / mm3) länger als 5 Tage lang anhält oder assoziiert mit Fieber oder einer Infektion auftritt
- Dosisreduktion empfohlen
- Übelkeit und Erbrechen
- alle Patienten müssen prophylaktisch eine antiemetische Therapie mit Corticosteroiden wie Dexamethason erhalten
- Rhabdomyolyse und schwere CPK-Erhöhungen (> 5 x ULN)
- Trabectedin darf nicht bei Patienten mit einer CPK > 2,5 x ULN angewendet werden
- gelegentliche Berichte über Rhabdomyolyse, gewöhnlich in Zusammenhang mit einer Myelotoxizität, schwergradigen Veränderungen bei den Leberwerten und / oder Nieren- bzw. Multiorganversagen
- wenn bei einem Patienten eine oder mehrere dieser Toxizitäten oder Muskelschwäche bzw. Muskelschmerzen auftreten
- CPK engmaschig überwachen
- wenn bei einem Patienten eine oder mehrere dieser Toxizitäten oder Muskelschwäche bzw. Muskelschmerzen auftreten
- bei Auftreten einer Rhabdomyolyse
- müssen unverzüglich supportive Maßnahmen eingeleitet werden wie (je nachdem was indiziert ist)
- parenterale Hydration
- Alkalinisierung des Urins
- Dialyse
- Behandlung mit Trabectedin muss abgesetzt werden bis sich der Patient vollständig erholt hat
- müssen unverzüglich supportive Maßnahmen eingeleitet werden wie (je nachdem was indiziert ist)
- Vorsicht ist geboten, wenn mit einer Rhabdomyolyse assoziierte Arzneimittel (z.B. Statine) begleitend mit Trabectedin angewendet werden
- Risiko einer Rhabdomyolyse kann sich dadurch erhöhen
- Leberfunktionstest (LFT)-Auffälligkeiten
- Berichte über reversible akute Erhöhungen der Aspartataminotransferase (AST) und Alaninaminotransferase (ALT) bei den meisten Patienten
- Trabectedin darf nicht bei Patienten mit erhöhtem Bilirubin angewendet werden
- bei Patienten mit erhöhten Werten für AST, ALT und alkalische Phosphatase zwischen den Behandlungszyklen können Dosisanpassungen erforderlich sein
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- es wird dringend empfohlen, einen zentralvenösen Zugang zu benutzen
- wenn Trabectedin über einen peripheren venösen Zugang gegeben wird
- Patienten können eine potentiell schwere Reaktion an der Injektionsstelle entwickeln
- wenn Trabectedin über einen peripheren venösen Zugang gegeben wird
- extravasale Verabreichung von Trabectedin kann eine Gewebenekrose hervorrufen, die ein Debridement erforderlich macht
- kein spezifisches Antidot gegen extravasal verabreichtes Trabectedin vorhanden
- für den Fall einer Extravasation ist nach der lokal üblichen Standardpraxis vorzugehen
- es wird dringend empfohlen, einen zentralvenösen Zugang zu benutzen
- allergische Reaktionen
- Meldung von Überempfindlichkeitsreaktionen, sehr selten mit tödlichem Ausgang
- in Zusammenhang mit der Verabreichung von Trabectedin allein oder in Kombination mit PLD in Erfahrungen nach der Inverkehrbringung
- Meldung von Überempfindlichkeitsreaktionen, sehr selten mit tödlichem Ausgang
- kardiale Dysfunktion
- Patienten sollten auf kardiale Nebenwirkungen oder Herzmuskeldysfunktion überwacht werden
- Durchführung einer gründlichen Herzuntersuchung, einschließlich der Bestimmung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) mittels Echokardiographie oder MUGA-Scan (Multigated Acquisition Scan)
- vor Beginn der Therapie mit Trabectedin
- danach in Abständen von 2 bis 3 Monaten bis zum Absetzen der Therapie mit Trabectedin
- erhöhtes Risiko einer kardialen Dysfunktion bei einer Behandlung mit Trabectedin als Monotherapie oder in Kombination mit Doxorubicin möglich bei Patienten
- mit einer LVEF unter dem unteren Normalwert (LVEF < LLN)
- vor einer kumulativen Anthracyclin-Dosis von > 300 mg / m2
- im Alter > 65 Jahre
- mit einer kardiovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte
- vor allem jene mit kardialer Medikation
- Trabectedin sollte abgesetzt werden bei Patienten
- mit kardialen Nebenwirkungen Grad 3 oder 4, die auf eine Kardiomyopathie hinweisen
- mit einer LVEF, die unter den LLN fällt (beurteilt als entweder absolute Abnahme der LVEF >/= 15 % oder < LLN mit einer absoluten Abnahme >/= 5 %)
- Kapillarlecksyndrom (CLS)
- unter Trabectedin Fälle von Kapillarlecksyndrom (CLS) berichtet
- teilweise mit tödlichem Verlauf
- wenn sich mögliche Symptome eines CLS entwickeln, wie z.B. unerklärliches Ödem mit niedrigem Blutdruck oder ohne niedrigen Blutdruck
- behandelnder Arzt sollte erneut den Albuminspiegel im Serum beurteilen
- schnelle Abnahme des Albuminspiegels im Serum kann auf CLS hinweisen
- wenn nach Ausschluss anderer Ursachen ein CLS bestätigt wird
- behandelnder Arzt sollte Trabectedin absetzen
- Behandlung für CLS gemäß den Leitlinien der Einrichtung einleiten
- wenn nach Ausschluss anderer Ursachen ein CLS bestätigt wird
- unter Trabectedin Fälle von Kapillarlecksyndrom (CLS) berichtet
- gleichzeitige Gabe mit anderen Arzneimitteln
- gleichzeitige Gabe von Trabectedin mit wirkstarken Inhibitoren des Enzyms CYP3A4 vermeiden
- wenn dies nicht möglich ist
- engmaschige Überwachung muss auf Toxizitäten hin erfolgen
- Dosisreduktion von Trabectedin muss in Betracht gezogen werden
- wenn dies nicht möglich ist
- Vorsicht ist geboten, wenn mit einer Hepatotoxizität assoziierte Arzneimittel zusammen mit Trabectedin angewendet werden
- Risiko einer Lebertoxizität kann sich dadurch erhöhen
- Gabe von Trabectedin zusammen mit Phenytoin kann Aufnahme von Phenytoin herabsetzen
- kann zu einer Exazerbation der Krampfneigung führen
- kombinierte Anwendung von Trabectedin mit Phenytoin nicht empfohlen
- kombinierte Anwendung mit abgeschwächten Lebendvakzinen nicht empfohlen
- insbes. kombinierte Anwendung von Trabectedin zusammen mit Gelbfiebervakzin ist kontraindiziert
- begleitende Anwendung von Trabectedin zusammen mit Alkohol vermeiden
- gleichzeitige Gabe von Trabectedin mit wirkstarken Inhibitoren des Enzyms CYP3A4 vermeiden
- gebärfähige Frauen
- müssen während der Behandlung und auch noch bis 8 Monate danach eine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden und im Falle einer eingetretenen Schwangerschaft unverzüglich den behandelnden Arzt informieren
- Männer im fertilen Alter
- müssen während der Behandlung und bis 5 Monate im Anschluss an die Behandlung eine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden
- ausführlichere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen PLD betreffend sind der entsprechenden Herstellerinformation zu entnehmen