Zaltrap 25mg/ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 4 ML | 414,32 € |
| N1 | 8 ML | 817,32 € |
| NotApplicable | 8 ML | – |
| NotApplicable | 4 ML | – |
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Indikation
- Anwendung in Kombination mit einer Chemotherapie bestehend aus Irinotecan/5-Fluorouracil/Folinsäure (FOLFIRI) bei Erwachsenen mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (MCRC), das unter oder nach einem Oxaliplatin-haltigen Regime fortgeschritten ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 25 mg Aflibercept (Herstellung aus Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO-K1) mittels rekombinanter DNA-Technologie)
- Anwendung in Kombination mit einer Chemotherapie bestehend aus Irinotecan/5-Fluorouracil / Folinsäure (FOLFIRI) bei Erwachsenen mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (MCRC), das unter oder nach einem Oxaliplatin-haltigen Regime fortgeschritten ist
- allgemeiner Hinweis
- Anwendung unter Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung im Umgang mit antineoplastischen Arzneimitteln
- 4 mg Aflibercept / kg KG, verabreicht als i.v. Infusion über 1 Stunde
- gefolgt von FOLFIRI-Regime (entspricht 1 Behandlungszyklus), bestehend aus
- Tag 1: 180 mg Irinotecan / m² KOF, verabreicht als i.v. Infusion über 90 Minuten zusammen mit Folinsäure (DL-racemisch) 400 mg / m² KOF, verabreicht als i.v. Infusion über 2 Stunden, mittels eines Y-Konnektors
- anschließend: 5-Fluorouracil (5-FU) 400 mg / m² KOF, verabreicht als i.v. Bolus
- snschließend: 5-FU 2400 mg / m² KOF, verabreicht als i.v. Dauerinfusion über 46 Stunden
- Wiederholung des Behandlungszyklus alle 2 Wochen
- Behandlungsdauer
- Fortsetzung der Behandlung mit Aflibercept bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten einer nicht mehr akzeptablen Toxizität
- Abbrechen der Behandlung mit Aflibercept bei
- starker Blutung
- gastrointestinaler (GI) Perforation
- Fistelbildung
- Hypertonie, die mit antihypertensiver Therapie nicht angemessen kontrolliert werden kann, oder Auftreten einer hypertensiven Krise oder einer hypertensiven Enzephalopathie
- Herzinsuffizienz bis hin zum Herzversagen und verminderter Auswurffraktion
- arterieller thromboembolischer Ereignisse (ATE)
- venöser thromboembolischer Ereignisse, Grad 4 (einschließlich Lungenembolie)
- nephrotischem Syndrom oder thrombotischer Mikroangiopathie (TMA)
- schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Bronchospasmus, Dyspnoe, Angioödem und Anaphylaxie)
- gestörter Wundheilung, die ein medizinisches Eingreifen erforderlich macht
- posteriorem reversiblem Enzephalopathie-Syndrom (PRES) (auch bekannt unter der Bezeichnung reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom (RPLS))
- geplanter Operation (vorübergehendes Absetzen für mind. 4 Wochen vor Durchführung der Operation)
- Aufschieben der Behandlung mit Aflibercept / FOLFIRI oder Dosisanpassung
- Neutropenie oder Thrombozytopenie
- Gabe von Aflibercept /FOLFIRI verschieben bis Neutrophilenzahl >/= 1,5 x 109/l oder Thrombozytenzahl >/= 75 x 109/l
- Febrile Neutropenie oder neutropenische Sepsis
- Dosisverringerung von Irinotecan in den folgenden Zyklen um 15 - 20 %
- bei Wiederauftreten zusätzliche Dosisverringerung von 5-FU-Bolus- und Dauerinfusion in den folgenden Zyklen um 20 %
- bei Wiederauftreten nach Dosisreduktion von Irinotecan und 5-FU Senkung der Dosis von Aflibercept auf 2 mg/kg erwägen
- Verwendung eines Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktors (G-CSF) in Betracht ziehen
- Leichte bis mittelschwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf Aflibercept (einschließlich Hitzewallungen, Ausschlag, Urtikaria und Juckreiz)
- Infusion vorübergehend aussetzen, bis die Reaktion abklingt
- Behandlung mit Corticosteroiden und / oder Antihistaminika je nach klinischer Indikation
- ggf. Vorbehandlung mit Corticosteroiden und / oder Antihistaminika in den folgenden Zyklen
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Bronchospasmus, Dyspnoe, Angioödem und Anaphylaxie)
- Aflibercept / FOLFIRI absetzen und eine angemessene medizinische Therapie einleiten
- Neutropenie oder Thrombozytopenie
- Aufschieben der Behandlung mit Aflibercept und Dosisanpassung
- Hypertonie
- Aflibercept vorübergehend aussetzen, bis Hypertonie kontrolliert ist
- bei wiederholtem Auftreten einer schwerwiegenden Hypertonie: Behandlung aussetzen, bis diese kontrolliert ist, und die Dosis in den folgenden Zyklen auf 2 mg / kg verringern
- Proteinurie
- Absetzen von Aflibercept bei Proteinurie von >/= 2 g / 24 Stunden
- Fortsetzen der Behandlung bei Proteinurie von < 2 g / 24 Stunden möglich
- bei Wiederauftreten Behandlung bis zum Erreichen eines Werts von < 2 g / 24 Stunden aussetzen, dann Dosis auf 2 mg / kg reduzieren
- Hypertonie
- Dosisänderung von FOLFIRI, wenn es zusammen mit Aflibercept verwendet wird
- Schwere Stomatitis und palmoplantares Erythrodysästhesie-Syndrom (HandHand-Fuß-Syndrom)
- Reduktion des 5-FU-Bolus und Verringerung der Infusionsdosis um 20 %
- Schwerer Durchfall
- Verringerung der Irinotecan-Dosis um 15 - 20 %
- bei Wiederauftreten von schwerem Durchfall im folgenden Zyklus
- Reduktion des 5-FU-Bolus und der Infusionsdosis um 20 %
- bei Andauern von schwerem Durchfall nach beiden Dosissenkungen
- Absetzen von FOLFIRI
- Behandlung mit Arzneimitteln gegen Durchfall und zur Rehydratation nach Bedarf
- Schwere Stomatitis und palmoplantares Erythrodysästhesie-Syndrom (HandHand-Fuß-Syndrom)
- allgemeiner Hinweis
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Leberinsuffizienz
- leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Leberinsuffizienz
- keine Daten hinischtlich Anwendung vorliegend
- leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz
- Nierenfunktionsstörung
- leichte bis mittelschwere Nierenfunktionseinschränkung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Nierenfunktionseinschränkung
- vorsichtige Behandlung (begrenzte Daten)
- leichte bis mittelschwere Nierenfunktionseinschränkung
- Kinder und Jugendliche
- kein relevanter Nutzen im Anwendungsgebiet
Kontraindikationen
Aflibercept - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Aflibercept
- intravitreale Anwendung (Anwendung am Auge)
- Gegenanzeigen für eine FOLFIRI-Behandlung (siehe entsprechende Angaben zu den einzelnen Arzneistoffen)
Nebenwirkungen
Aflibercept - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektion 1
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- neutropenische Infektion / Sepsis 1
- Harnwegsinfektion
- Nasopharyngitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnwegsinfektion 2
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leukopenie 1
- Neutropenie 1
- Thrombozytopenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- febrile Neutropenie 1
- Thrombozytopenie 2
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit 2
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzinsuffizienz bis hin zum Herzversagen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Auswurffranktion vermindert
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verminderter Appetit
- Gewichtsverlust
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dehydratation 1
- verminderter Appetit 2
- Gewichtsverlust 2
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen 2
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- PRES 1
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypertonie 1
- Blutungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- arterielle Thromboembolie 1
- venöse Thromboembolie 1
- Blutung 2
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aneurysmen und Arteriendissektionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe
- Epistaxis
- Dysphonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen im Oropharynx
- Rhinorrhö
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe 2
- Epistaxis 2
- Dysphonie 2
- Schmerzen im Oropharynx 2
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Durchfall 1
- Stomatitis 1
- Abdominalschmerz
- Schmerzen im Oberbauch
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rektalblutung
- Fistel
- Stomatitis aphtosa
- Hämorrhoiden
- Proktalgie
- Zahnschmerzen
- Abdominalschmerz 2
- Schmerzen im Oberbauch 2
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- GI-Perforation 1
- Rektalblutung 2
- Fistel 2
- Stomatitis aphtosa 2
- Proktalgie 2
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte AST
- erhöhte ALT
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte AST 2
- erhöhte ALT 2
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- palmoplantares Erythrodysästhesie-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hauthyperpigmentierung
- palmoplantares Erythrodysästhesie-Syndrom 2
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gestörte Wundheilung 1
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Osteonekrose des Kieferknochens
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Proteinurie
- erhöhtes Serumkreatinin
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Proteinurie 2
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- nephrotisches Syndrom 1
- thrombotische Mikroangiopathie 1
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwächezustände 1
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Legende:
1 trat mit der gleichen Häufigkeit mit dem Schweregrad 3 und höher auf
2 trat in dieser Häufigkeit mit dem Schweregrad 3 und höher auf
Anwendungshinweise
- intravenöse Infusion über die Dauer von 1 Stunde
- wegen Hyperosmolalität (1000 mosmol/kg) des Aflibercept-Konzentrats unverdünntes Konzentrat nicht als intravenöse Push- bzw. Bolusinjektion anwenden
- nicht als intravitreale Injektion anwenden
- Jede Durchstechflasche mit Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist nur zur einmaligen Entnahme (Einmaldosis) bestimmt
- weitere Hinweise zu Herstellung, Handhabung und Entsorgung siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Aflibercept - invasiv
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Aflibercept verzichtet werden soll bzw. dieBehandlung mit Aflibercept zu unterbrechen ist
- dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen
- nicht bekannt, ob Aflibercept in die Muttermilch übergeht
- Risiko für das Neugeborene kann nicht ausgeschlossen werden
- keine Studien über
- den Einfluss auf die Milchproduktion
- das Vorhandensein von Aflibercept in der Muttermilch
- die Auswirkungen auf den gestillten Säugling
Schwangerschaftshinweise
Aflibercept - invasiv
- Schwangerschaft
- Anwendung nur, wenn der mögliche Nutzen das Risiko während der Schwangerschaft überwiegt
- keine Erfahrungen über die Anwendung bei Schwangeren
- Therapiekonzept der Angiogenesehemmung widerspricht der Entwicklung des Fötus, für den die Anlage der Blutgefäße essentiell ist
- Aufklärung der Patientin über die mögliche nachteilige Beeinflussung des Fötus, wenn eine Patientin während der Behandlung schwanger wird
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität beobachtet
- Frauen im gebärfähigen Alter / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
- während der Behandlung mit Aflibercept sollte eine Schwangerschaft vermieden werden
- Aufklärung der Patienten über mögliche Gefährdung des Fötus im Falle einer Schwangerschaft
- zuverlässige Verhütungsmethode während und bis mind. 6 Monate nach der Behandlung mit Aflibercept für gebärfähige Frauen und zeugungsfähige Männer empfohlen
- Fertilität
- es ist wahrscheinlich, dass die männliche und weibliche Fertilität während der Behandlung mit Aflibercept beeinträchtigt ist, basierend auf tierexperimentellen Studien an Affen
Warnhinweise
Aflibercept - invasiv
- das Arzneimittel sollte unter Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung im Umgang mit antineoplastischen Arzneimitteln angewendet werden
- das Arzneimittel wird in Kombination mit einer Chemotherapie, bestehend ausIrinotecan/5-Fluorouracil/Folinsäure (FOLFIRI) angewendet
- Informationen zu zusätzlichen Toxizitäten in Zusammenhang mit Irinotecan, 5-FU undFolinsäure sin den entsprechenden aktuelle Zusammenfassung der Merkmale dieser Arzneimittel zu entnehmen
- Behandlungsabbruch:
- schwerwiegende Blutung
- gastrointestinale Perforation
- Fistelbildung
- Hypertonie
- die nicht mit antihypertensiver Therapie kontrollierbar ist
- hypertensive Krise
- hypertensive Enzephalopathie
- arterielle thromboembolische Ereignisse
- venöse thromboembolische Ereignisse Grad 4 (inkl. Lungenembolie)
- nephrotisches Syndrom
- thrombotische Mikroangiopathie
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen inkl.
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- Angioödem
- Anaphylaxie
- vor einem geplanten operativen Eingriff wg. Wundheilungsstörungen (die med. Intervention erfordern)
- gestörter Wundheilung
- posteriores Enzephalopathie-Syndrom (auch: PRES; reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom)
- Blutungen
- erhöhtes Risiko für Blutungen, inkl. schwerwiegender und z.T. tödlicher Blutungsereignisse beobachtet
- Überwachung der Patienten auf Anzeichen bzw. Symptomen von GI-Blutungen und anderen schweren Blutungen
- keine Anwendung bei Patienten mit schwerwiegenden Blutungen
- Thrombozytopenien beobachtet
- Kontrolle des großen Blutbildes - mit Thrombozyten empfohlen
- zu Therapiebeginn
- vor Beginn jedes Aflibercept-Therapiezyklus, wenn klinische Indikation besteht
- Aufschub der Aflibercept-Gabe, wenn Thrombozytenzahl >/= 75 x 109 /l
- Kontrolle des großen Blutbildes - mit Thrombozyten empfohlen
- Gastrointestinale Perforation
- Fallberichte von GI-Perforation, z.T. mit tödlichem Ausgang
- Überwachung der Patienten auf Anzeichen bzw. Symptome einer GI-Perforation
- Therapieabbruch bei Auftreten einer GI-Perforation
- Fistelbildung
- Fälle von GI- und nicht-GI-Fistelbildung beobachtet
- Therapieabbruch bei Auftreten von Fisteln
- Hypertonie
- erhöhtes Risiko für Hypertonie, Grad 3-4 (inkl. essentieller Hypertonie) beobachtet
- ausreichende Kontrolle vorbestehender Hypertonien vor Therapiebeginn notwendig
- falls keine ausreichende Hypertonie-Kontrolle möglich: keine Therapieeinleitung mit Aflibercept
- während der Therapie:
- Kontrolle des Blutdrucks alle 2 Wochen, vor jeder Behandlung und wenn es notwendig erscheint empfohlen
- bei Auftreten von Hypertonie im Zusammenhang mit der Behandlung mit Aflibercept
- antihypertensive Therapie zur Blutdruckkontrolle einleiten und regelmäßig überwachen
- bei schwerer Hypertonie:
- Absetzen der Behandlung bis ausreichendene Blutdruckkontrolle gewährleistet
- Dosisreduktion auf 2 mg Aflibercept / kg KG in den darauffolgenden Therapiezyklen
- wenn die Hypertonie mit einer angemessenen antihypertensiven Therapie oder einer Verringerung der Aflibercept-Dosis nicht ausreichend kontrolliert werden kann oder bei hypertensiver Krise oder hypertensiver Enzephalopathie
- dauerhaftes Absetzen der Aflibercept-Therapie
- Patienten mit klinisch signifikanter kardiovaskulärer Erkrankung
- Auftreten von Hypertonie kann kardiovaskuläre Erkrankungen verschlimmern
- Patienten mit klinisch signifikanter kardiovaskulärer Erkrankung wie koronarer Herzerkrankung, kongestivemHerzversagen NYHA I-II
- Behandlung mit Aflibercept sollte mit Vorsicht erfolgen
- kongestives Herzversagen NYHA III-IV
- Behandlung mit Aflibercept kontraindiziert
- Aneurysmen und Arteriendissektion
- Verwendung von VEGF-Signalweg-Hemmern bei Patienten mit oder ohne Hypertonie kann die Entstehung von Aneurysmen und/oder Arteriendissektionen begünstigen
- vor Behandlungsbeginn sollte dieses Risiko bei Patienten mit Risikofaktoren wie Hypertonie oder Aneurysmenin der Vorgeschichte sorgfältig abgewogen werden
- Herzinsuffizienz bis hin zum Herzversagen und verminderte Auswurffraktion
- Herzinsuffizienz bis hin zum Herzversagen und verminderte Auswurffraktion wurden bei mit Aflibercept behandelten Patienten beobachtet
- vor Beginn und in regelmäßigen Abständen im Verlauf der Therapie mit Aflibercept, muss beim Patienten eine Beurteilung der linksventrikulären Funktion in Betracht gezogen werden
- Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome von Herzinsuffizienz bis hin zum Herzversagen und verminderte Auswurffraktion überwacht werden
- die Behandlung mit Aflibercept ist abzubrechen bei Patienten, die eine Herzinsuffizienz bis hin zum Herzversagen undverminderte Auswurffraktion entwickeln
- thrombotische und embolische Ereignisse
- arterielle thromboembolische Ereignisse (ATE)
- ATE:
- transitorische ischämischer Attacken
- Schlaganfall
- Angina Pectoris
- intrakardialer Thrombus
- Myokardinfarkt
- Arterienembolie
- ischämische Kolitis
- beobachtet bei Aflibercept-Patienten
- bei Auftreten von ATE: Behandlungsabbruch
- ATE:
- venöse thromboembolische Ereignisse (VTE)
- VTE, einschl. tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolie (selten tödlich) unter Aflibercept beobachtet
- bei lebensbedrohlichen VTE (Grad 4), inkl. Lungenembolie
- Aflibercept absetzen
- bei tiefer Beinvenenthrombose (TVT Grad 3)
- Therapie mit Antikoagulantien gem. klinischer Indikation
- Fortsetzung der Aflibercept- Therapie
- bei Wiederauftreten trotz Antikoagulation
- Abbruch der Aflibercept-Behandlung
- VTE (Grad 3 oder geringer)
- Patienten engmaschig überwachen
- arterielle thromboembolische Ereignisse (ATE)
- Proteinurie
- Auftreten von schweren Proteinurien, nephrotischem Syndrom und thrombotischer Mikroangiopathie beobachtet
- Proteinurie vor jeder Aflibercept-Anwendung ausschließen und hinsichtlich Verschlechterung beobachten mithilfe von
- Urin-Teststreifen
- ProteinProtein-Kreatinin-Quotient im Urin (UPCR)
- Untersuchung des 24-Stunden-Sammelurin notwendig, wenn
- per Teststreifen nachgewiesenem Protein im Urin >= 2+ oder
- UPCR > 100 mg/mmol , dann 24-Stunden-Sammelurin untersuchen
- Aussetzen der Therapie, wenn Proteinspiegel im Urin >/= 2 g / 24 Std. bis Werte < 2 g / 24 Std., dann Wiederaufnahme der Therapie
- bei Wiederauftreten:
- Absetzen der Behandlung bis Proteinspiegel im Urin < 2 g / 24 Std., anschließend
- Dosisreduktion auf 2 mg Aflibercept / kg KG
- bei Auftreten von nephrotischem Syndrom und thrombotischer Mikroangiopathie
- Therapieabbruch
- Neutropenien und neutropenische Komplikationen
- verstärktes Auftreten von neutropenische Komplikationen (febrile Neutropenie und neutropenische Infektion) unter Therapie mit Aflibercept/FOLFIRI beobachtet
- bei Therapiebeginn und vor Beginn jedes Aflibercept-Zyklus:
- Kontrolle des großen Blutbildes mit Differenzialblutbild
- Aufschub der Therapie bis Neutrophilenzahl >/= 1,5 x 109 /l
- bei Patienten mit erhöhtem Risiko für neutropenische Komplikationen
- Erwägung des Einsatzes von G-CSF beim ersten Auftreten einer Neutropenie (>/= Grad 3) bzw. als Sekundärprophylaxe
- Durchfall und Dehydratation
- erhöhte Inzidenz von Durchfall und Dehydratation beobachtet
- Dosisanpassung des FOLFIRI-Regimes
- ggf. Gabe von Antidiarrhoika und Rehydratation einleiten
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- z.T. schwere Überempfindlichkeitsreaktionen in Zulassungsstudie bei MCRC-Patienten wie auc bei Patienten, die mit dem Aflibercept/FOLFIRI-Regime behandelt wurden beobachtet
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Bronchospasmen, Dyspnoe, Angioödem und Anaphylaxie)
- Absetzen der Aflibercept-Therapie
- entsprechende medizinische Maßnahmen einleiten
- leichte bis mittelschwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Hitzewallungen, Ausschlag, Urtikaria, Juckreiz etc.)
- Aflibercept vorübergehend absetzen, bis Symptome abgeklungen sind
- ggf. Behandlung mit Corticosteroiden bzw. Antihistaminika erwägen, therapeutisch und vorbeugend
- erneute Behandlung mit Aflibercept sollte mit Vorsicht erfolgen (da bei Patienten trotz Prophylaxe, auchmit Corticosteroiden, wiederholt Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet wurden)
- Wundheilungsstörungen
- Beeinträchtigung der Wundheilung am Tiermodell beobachtet
- Wundheilungsstörungen (Wunddehiszenz, Anastomosenleck) beobachtet
- Aflibercept mind. 4 Wochen vor einem geplanten Eingriff absetzen
- Wiederaufnahme der Aflibercept-Therapie
- nach größeren operativen Eingriffen
- frühestens nach 4 Wochen
- nicht bevor die Operationswunde vollständig verheilt ist
- bei kleineren operativen Eingriffen (z.B. zentralvenöser Zugang, Biopsie, Zahnextraktion)
- wenn die Wunde vollständig abgeheilt ist
- nach größeren operativen Eingriffen
- bei Patienten mit gestörter Wundheilung, die medizinische Behandlung erfordert
- Absetzen der Therapie mit Aflibercept
- Osteonekrose des Kieferknochens (ONJ)
- Fälle von Osteonekrosen des Kieferknochens bei mit Aflibercept behandelten Krebspatienten wurden gemeldet
- einige der Betroffenen hatten eine vorausgehende oder begleitende Behandlung mitintravenös angewendeten Bisphosphonaten erhalten, für die Osteonekrosen des Kieferknochensein bekanntes Risiko sind
- Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen oder aufeinanderfolgenden Gabe von Aflibercept und intravenös angewendeten Bisphosphonaten
- invasive zahnmedizinische Eingriffe sind ebenfalls ein bekannter Risikofaktor
- zahnärztliche Untersuchung und geeignete zahnmedizinische Vorsichtsmaßnahmen sind vor dem Beginn derBehandlungsbeginn zu erwägen
- bei Patienten, die mit Aflibercept behandelt werden und die zuvor mit intravenös angewendeten Bisphosphonaten behandelt wurden oder diese aktuell erhalten, sollten invasive zahnmedizinische Eingriffe nach Möglichkeit vermieden werden
- Fälle von Osteonekrosen des Kieferknochens bei mit Aflibercept behandelten Krebspatienten wurden gemeldet
- posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)
- keine Fälle von PRES während der Zulassungsstudien (Phase III) beobachtet, jedoch in anderen Studien zur Anwendung von Aflibercept (Mono- und Kombinationstherapie)
- Symptome von PRES
- veränderter Geisteszustand
- Krampfanfälle
- Übelkeit
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Sehstörungen
- Bestätigung der Diagnose über Magnetresonanztomografie (MRT)
- bei Auftreten von PRES
- Absetzen der Therapie mit Aflibercept
- Ältere Patienten > 65 Jahre
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von
- Durchfall
- Schwindel
- Asthenie
- Gewichtsverlust
- Dehydratation
- engmaschige Überwachung empfohlen
- Symptome für Durchfall und Dehydratation frühzeitig erkennen und behandeln
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von
- Nierenfunktionseinschränkungen
- nur sehr begrenzte Daten über Patienten mit schweren Nierenfunktionseinschränkungen verfügbar
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Performancestatus und Komorbiditäten
- bei ECOG-Performancestatus >/= 2 oder erheblichen Komorbiditäten
- hohes Risiko für schlechtes Behandlungsergebnis
- engmaschige Überwachung auf klinische Verschlechterung
- bei ECOG-Performancestatus >/= 2 oder erheblichen Komorbiditäten
- intravenöse Darreichungsform nicht zur intravitrealen Anwendung zugelassen