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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 89,08 € |
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Indikation
- Monotherapie zur Behandlung partieller epileptischer Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Erwachsenen mit neu diagnostizierter Epilepsie
- Begleittherapie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 6 Jahren mit partiellen epileptischen Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisierung
Dosierung
- Monotherapie zur Behandlung partieller epileptischer Anfälle mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Erwachsenen mit neu diagnostizierter Epilepsie; Begleittherapie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern > 6 Jahren mit partiellen epileptischen Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisierung
- Erwachsene
- als Monotherapie oder begleitend zu einer bestehenden antikonvulsiven Therapie
- initial: 400 mg Eslicarbazepinacetat / Tag
- Dosissteigerung, nach 1 - 2 Wochen, auf 1 Tablette (800 mg Eslicarbazepinacetat) 1mal / Tag
- weitere Dosissteigerung, optional, je nach individuellem Ansprechen, auf 1.200 mg 1mal / Tag
- manche Patienten unter Monotherapie können von 1.600 mg 1mal / Tag profitieren
- Kinder und Jugendliche
- Kinder >/= 6 Jahre
- initial: 10 mg Eslicarbazepinacetat / kg 1mal / Tag
- Dosissteigerung, abhängig vom individuellen Ansprechen: um jeweils 10 mg / kg / Tag alle 1 oder 2 Wochen, auf max. 30 mg / kg / Tag
- max. Tagesdosis: 1.200 mg 1mal / Tag
- Kinder >/= 60 kg
- Dosierung wie Erwachsene
- Kinder < 6 Jahre
- keine Dosierungsempfehlung (Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen)
- Kinder >/= 6 Jahre
- Umstellung auf eine andere Darreichungsform
- aufgrund der für die Tabletten- und Suspensionsformulierungen vorliegenden vergleichenden Bioverfügbarkeitsdaten Umstellung von einer Darreichungsform auf die andere möglich
- Therapieende
- schrittweise Verringerung der Dosis empfohlen, um ein mögliches Ansteigen der Häufigkeit von Anfällen zu minimieren
- Erwachsene
Dosisanpassung
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich (sofern keine Nierenfunktionsstörung vorliegt)
- zur Monotherapie mit Dosis von 1.600 mg nur sehr begrenzte Daten, daher nicht empfohlen
- Niereninsuffizienz
- Anwendung mit Vorsicht
- Kreatinin-Clearance > 60 ml / Min.
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml / Min.
- initial:
- 200 mg Eslicarbazepinacetat (bzw. 5 mg / kg bei Kindern > 6 Jahre) 1mal / Tag oder
- 400 mg Eslicarbazepinacetat (bzw. 10 mg / kg bei Kindern > 6 Jahre) jeden 2. Tag für 2 Wochen, anschließend 400 mg (bzw. 10 mg / kg bei Kindern > 6 Jahre) 1mal / Tag
- weitere Dosissteigerung möglich, abhängig von individueller Reaktion
- initial:
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.
- Anwendung nicht empfohlen (aufgrund unzureichender Daten)
- Leberinsuffizienz
- leicht bis mäßig
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Pharmakokinetik nicht untersucht
- Anwendung nicht empfohlen
- leicht bis mäßig
Kontraindikationen
Eslicarbazepin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Eslicarbazepin oder andere Carboxamid-Derivate (z.B. Carbamazepin, Oxcarbazepin)
- atrioventrikulärer Block 2. und 3. Grades
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Eslicarbazepin - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thrombozytopenie
- Leukozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schilddrüsenunterfunktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyponatriämie (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- verminderter Appetit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Elektrolytungleichgewicht
- Hypochlorämie
- Dehydrierung
- ohne Häufigkeitsangabe
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion mit Anzeichen und Symptomen wie
- Lethargie
- Übelkeit
- Schwindel
- Abnahme der Serum (Blut)-Osmolalität
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheitszustände und andere neurologische Anzeichen und Symptome
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion mit Anzeichen und Symptomen wie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychose
- Apathie
- Depression
- Nervosität
- Erregung
- Reizbarkeit
- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom (Agitiertheit bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen)
- Verwirrtheitszustand
- Stimmungsschwankungen
- Weinen
- psychomotorische Hemmung
- Angst
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- Schläfrigkeit (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Ataxie (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- Gleichgewichtsstörungen (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- Aufmerksamkeitsstörung
- Tremor (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abnorme Koordination
- Gedächtnisstörung
- Amnesie
- Schlafsucht
- Sedierung
- Aphasie
- Dysästhesie
- Dystonie
- Lethargie
- Geruchstäuschung
- zerebellares Syndrom
- Konvulsion
- periphere Neuropathie
- Nystagmus
- Sprachstörung
- Dysarthrie
- Parästhesien
- Migräne
- brennendes Gefühl
- ohne Häufigkeitsangabe
- Drehschwindel (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Doppeltsehen
- verschwommene Sicht (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen
- Oszillopsie
- binokulare Augenbeweglichkeitsstörung
- okulare Hyperämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hörschwäche
- Tinnitus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen
- Bradykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verlängerung des PR-Intervalls (mit Nebenwirkungen wie AV-Block, Synkope, Bradykardie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie (einschließlich einer hypertensiven Krise)
- Hypotonie
- orthostatische Hypotonie
- Flush
- peripheres Kältegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Brustschmerzen
- Nasenbluten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verstopfung
- Dyspepsie
- Gastritis
- Bauchschmerzen (bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen)
- trockener Mund
- Unwohlsein im Bauchbereich
- Blähungen
- Zahnfleischentzündung
- Teerstuhl
- Zahnschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lebererkrankung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie
- trockene Haut
- übermäßiges Schwitzen
- Erythem
- Hauterkrankung
- Juckreiz
- allergische Dermatitis (nur bei Kindern und Jugendlichen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen (SCARSs), einschl.
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Angioödem
- Urtikaria
- schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen (SCARSs), einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelschmerzen
- Knochenstoffwechselstörung
- Muskelschwäche
- Schmerzen in den Extremitäten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnwegsinfektion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- Störungen der Gangart (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- Asthenie (bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- Schüttelfrost
- periphere Ödeme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutdruck erniedrigt
- Gewichtsverlust
- Blutdruck erhöht
- Natrium im Blut erniedrigt
- erniedrigter Chloridspiegel im Blut
- Osteocalcin-Anstieg
- Hämatokrit erniedrigt
- Hämoglobin erniedrigt
- Transaminase erhöht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arzneimitteltoxizität
- Sturz
- Brandwunden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Hinweis
- Therapeutische Klasse betreffende Nebenwirkungen
- bei Anwendung von Eslicarbazepinacetat während placebo-kontrollierter Studien des Epilepsieprogramms traten keine seltenen unerwünschten Wirkungen auf, wie
- Myelosuppression
- anaphylaktische Reaktionen
- systemischer Lupus erythematosus
- schwere Herzrhythmusstörungen
- allerdings wurden sie für Oxcarbazepin beobachtet
- daher kann ihr Auftreten auch bei einer Behandlung mit Eslicarbazepinacetat nicht ausgeschlossen werden
- bei Patienten unter Langzeittherapie mit den strukturell verwandten Antiepileptika Carbamazepin und Oxcarbazepin gibt es Berichte von
- verminderter Knochenmineraldichte
- Osteopenie
- Osteoporose
- Frakturen
- der Mechanismus, durch den der Knochenstoffwechsel beeinträchtigt wird, wurde nicht identifiziert
- bei Anwendung von Eslicarbazepinacetat während placebo-kontrollierter Studien des Epilepsieprogramms traten keine seltenen unerwünschten Wirkungen auf, wie
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten mit oder ohne Nahrung
- Patienten, welche die Tabletten nicht im Ganzen schlucken können
- Tabletten unmittelbar vor der Anwendung zerstoßen und mit Wasser oder weichen Speisen wie Apfelmus vermischen und oral geben
Stillzeithinweise
Eslicarbazepin - peroral
- Stillen sollte während der Behandlung abgebrochen werden
- Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
- nicht bekannt, ob ein Übergang von Eslicarbazepin/Metabolit in die Muttermilch erfolgt
- tierexperimentelle Studien
- zeigten einen Übertritt von Eslicarbazepin in die Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Eslicarbazepin - peroral
- Eslicarbazepinacetat sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt nach sorgfältiger Abwägung alternativer geeigneter Behandlungsoptionen das Risiko
- falls Frauen während der Anwendung von Eslicarbazepin schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen, sollte die Anwendung gründlich überdacht werden
- es sollten nur minimal wirksame Dosen angewendet werden, und zumindest während der ersten 3 Monate der Schwangerschaft ist, wenn irgend möglich, eine Monotherapie vorzuziehen
- Patienten sollten über die Möglichkeit eines erhöhten Fehlbildungsrisikos beraten werden und auf die Möglichkeit vorgeburtlicher Untersuchungen hingewiesen werden
- nur begrenzte Daten über die Anwendung von Eslicarbazepinacetat bei schwangeren Frauen
- Überwachung und Prävention
- Antiepileptika können zu einem Folsäuremangel beitragen, der fötale Fehlbildungen verursachen kann
- Folsäuresubstitution vor und während der Schwangerschaft empfohlen
- Wirksamkeit der Folsäuresubstitution nicht erwiesen
- gezielte vorgeburtliche Diagnose auch solchen Frauen empfehlen, die mit Folsäure substituiert werden
- Neugeborene
- durch Antiepileptika verursachte Blutgerinnungsstörung beobachtet
- präventive Maßnahme
- Vitamin K1 während der letzten Wochen der Schwangerschaft an die Schwangere verabreichen
- nach der Geburt Vitamin K1 dem Neugeborenen verabreichen
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Fertilität)
- ein Risiko für den Menschen (einschließlich schwerer angeborener Fehlbildungen, neurologischer Entwicklungsstörungen und anderer reproduktionstoxischer Wirkungen) ist nicht bekannt
- allgemeine mit Epilepsie und anitepileptischen Arzneimitteln verbundene Risiken
- bei Neugeborenen von Frauen mit Epilepsie Prävelenz von Missbildungen 2 - 3 mal höher als die durchschnittliche Rate von 3 % in der Gesamtbevölkerung
- besonders häufig wird über Lippenspalten, kardiovaskuläre Missbildungen und Neuralrohrdefekte berichtet
- antiepileptische Mehrfachtherapien können mit einem höheren Risiko für angeborene Fehlbildungen verbunden sein als Monotherapien (abhängig vom jeweiligen Antiepileptikum)
- wenn möglich eine Monotherapie anwenden
- Frauen im gebärfähigen Alter, die eine antiepileptische Behandlung erhalten, insbesondere Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind
- fachliche Beratung über die potenziellen Risken für den Fötus, welche sowohl durch Krampfanfälle als auch durch eine antiepileptische Behandlung verursacht werden
- Notwendigkeit einer Antiepilepsiebehandlung überprüfen bei Planung einer Schwangerschaft
- antiepileptische Therapie nicht plötzlich abbrechen, da dies zu Anfallsrezidiven ("breakthrough seizures") / Krampfanfällen führen kann, die ernsthafte Folgen sowohl für die Mutter als auch für das Kind haben können
- bei Kindern von Müttern mit Epilepsie, die eine antiepileptische Behandlung erhalten, wurden neurologische Entwicklungsstörungen beobachtet
- für Eslicarbazepinacetat liegen keine Daten zu diesem Risiko vor
- bei Neugeborenen von Frauen mit Epilepsie Prävelenz von Missbildungen 2 - 3 mal höher als die durchschnittliche Rate von 3 % in der Gesamtbevölkerung
- Frauen im gebärfähigen Alter / Empfängnisverhütung
- sollten während der Behandlung mit Eslicarbazepinacetat wirksam verhüten
- Eslicarbazepin beeinträchtigt die Wirkung von oralen Kontrazeptiva
- andere wirksame und sichere Verhütungsmethode anwenden
- während der Therapie mit Eslicarbazepin
- bis zum Ende des laufenden Menstruationszyklus nach der Beendigung der Behandlung
- Beratung über die Anwendung anderer wirksamer Verhütungsmethoden
- es sollte mind. eine wirksame Verhütungsmethode (z.B. ein Intrauterinpessar) oder zwei sich ergänzende Verhütungsmethoden einschl. einer Barrieremethode angewendet werden
- bei der Wahl der Verhütungsmethode sollten in jedem Fall die individuellen Umstände bewertet und die Patientin in die Diskussion einbezogen werden
- Fertilität
- keine Daten zu den Auswirkungen von Eslicarbazepin auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben nach der Behandlung mit Eslicarbazepin eine Beeinträchtigung der Fertilität gezeigt
Warnhinweise
Eslicarbazepin - peroral
- Suizidgedanken
- über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet
- Metaanalyse randomisierter, placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt
- verfügbare Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Eslicarbazepin nicht aus
- Patienten sollten auf Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht werden
- geeignete Behandlung in Erwägung ziehen
- Patienten und deren Betreuern sollte geraten werden, medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- Erkrankungen des Nervensystems
- Eslicarbazepin wurde in Zusammenhang gebracht mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf das Zentralnervensystem, die das Auftreten von Unfallverletzungen erhöhen können, z.B.
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Eslicarbazepin wurde in Zusammenhang gebracht mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf das Zentralnervensystem, die das Auftreten von Unfallverletzungen erhöhen können, z.B.
- Beendigung der Anwendung
- schrittweise Verringerung der Dosis empfohlen zur Vermeidung eines Ansteigens der Anfallshäufigkeit
- Hautreaktionen
- Hautausschlag trat als unerwünschte Arzneimittelwirkung bei 1,2 % aller Personen auf, die in klinischen Studien an Epileptikern mit Eslicarbazepin behandelt wurden
- Fälle mit Angioödem und Urtikaria berichtet
- ein Angioödem kann im Kontext von Hypersensitivität/anaphylaktischen Reaktionen in Verbindung mit einem laryngealen Ödem tödlich sein
- falls Anzeichen oder Symptome einer Überempfindlichkeit auftreten, muss Eslicarbazepin sofort abgesetzt werden und es ist eine alternative Behandlung einzuleiten
- nach der Markteinfühung sind im Zusammenhang mit der Eslicarbazepin-Behandlung schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (SCARSs) berichtet worden, einschließlich
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) / toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) und
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und
- systemische Symptome (DRESS), die lebenbsbedrohlich oder tödlich sein können
- Patienten sind zum Zeitpunkt der Verschreibung über die Anzeichen und Symptome aufzuklären und engmaschig auf Hautreaktionen zu überwachen
- wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hindeuten, ist Eslicarbazepin sofort abzusetzen und es muss (ggf.) eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden
- bei Patienten, bei denen diese Reaktionen aufgetreten sind, darf zu keinem Zeitpunkt erneut eine Behandlung mit Eslicarbazepin eingeleitet werden
- HLA-B*1502-Allel - bei Han-Chinesen, Thailändern und anderen Asiaten
- es wurde gezeigt, dass das HLA-B*1502-Allel bei Personen, die aufgrund ihrer Abstammung den Bevölkerungsgruppen der Han-Chinesen oder der Thai zuzurechnen sind, mit einem stark erhöhten Risiko für die Entwicklung der als Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) bezeichneten schweren Hautreaktion nach einer Behandlung mit Carbamazepin verbunden ist
- da Eslicarbazepin eine ähnliche chemische Struktur hat wie Carbamazepin, könnten für HLAB*1502 positive Patienten auch ein erhöhtes Risiko für ein SJS nach Behandlung mit Eslicarbazepin haben
- Prävalenz von HLA-B*1502-Trägern beträgt bei Han-Chinesen und Thailändern 10 %
- diese Personen sollten möglichst vor Behandlung mit Carbamazepin oder chemisch verwandten Substanzen auf das Vorhandensein dieses Allels untersucht werden
- fällt der Test auf das HLA-B*1502-Allel bei Patienten dieser Abstammung positiv aus, kann die Anwendung von Eslicarbazepinacetat erwogen werden, sofern der Nutzen höher eingeschätzt wird als das Risiko
- wegen der Prävalenz dieses Allels in anderen asiatischen Populationen (z. B. > 15 % auf den Philippinen und in Malaysia) kann die Testung von Populationen mit genetisch erhöhtem Risiko auf das Vorliegen von HLA-B*1502 erwogen werden
- HLA-A*3101-Allel - bei Populationen europäischer Abstammung und Japanern
- Daten weisen darauf hin, dass HLA-A*3101 bei Personen europäischer Abstammung und Japanern mit einem erhöhten Risiko für Carbamazepin-induzierte kutane unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie (DRESS) oder weniger schwer akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) und makulopapulöser Hautauschlag verbunden ist
- Häufigkeit des HLA-A*3101-Allels zeigt bei verschiedenen ethnischen Populationen große Schwankungen
- Prävalenz beträgt in europäischen Populationen 2 - 5 % und in japanischen Populationen etwa 10 %
- Vorliegen des HLA-A*3101-Allels kann das Risiko für Carbamazepin-induzierte Hautreaktionen (meist weniger schwer) von 5,0 % in der Allgemeinbevölkerung auf 26,0 % bei Personen europäischer Abstammung erhöhen, während das Fehlen das Risiko von 5,0 % auf 3,8 % verringern kann
- vorliegende Daten sind nicht ausreichend, um eine Empfehlung für ein Screening auf HLA-A*3101 vor Beginn einer Behandlung mit Carbamazepin oder chemisch verwandten Substanzen auszusprechen
- wenn bei Patienten europäischer oder japanischer Abstammung bekannt ist, dass sie für das HLA-A*3101-Allel positiv sind, kann die Anwendung von Carbamazepin oder chemisch verwandten Substanzen erwogen werden, sofern der Nutzen höher eingeschätzt wird als das Risiko
- Hyponatriämie
- Hyponatriämie als unerwünschte Wirkung trat bei 1,5 % der behandelten Patienten auf
- Hyponatriämie verläuft in den meisten Fällen asymptomatisch
- u.U. kann es jedoch zu klinischen Symptomen kommen, z.B.
- Verschlimmerung der Anfälle
- Verwirrtheit
- vermindertes Bewusstsein
- u.U. kann es jedoch zu klinischen Symptomen kommen, z.B.
- Häufigkeit einer Hyponatriämie nimmt mit zunehmender Eslicarbazepin-Dosis zu
- Natriumwerte im Serum bestimmen (vor und während der Behandlung mit Eslicarbazepin)
- bei Patienten, mit einer bereits existierenden Nierenerkrankung, die zu einer Hyponatriämie geführt hat
- bei Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die zu einer Hyponatriämie führen können, z.B.
- Diuretika
- Desmopressin
- Carbamazepin
- falls klinische Anzeichen einer Hyponatriämie auftreten
- Natriumwerte im Serum bestimmen
- davon unabhängig sollten die Natriumwerte bei routinemäßigen Laboruntersuchungen bestimmt werden
- falls sich eine klinisch relevante Hyponatriämie entwickelt, sollte die Therapie mit Eslicarbazepin abgesetzt werden
- PR Intervall
- Verlängerung des PR Intervalls wurde in klinischen Studien mit Eslicarbazepin beobachtet
- Vorsicht ist geboten bei Patienten mit medizinischen Auffälligkeiten, z.B.
- niedriger Thyroxinspiegel
- abnorme Erregungsleitung im Herzen
- Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig Arzneimittel eingenommen werden, die mit einer Verlängerung des PR Intervalls in Verbindung gebracht werden
- Vorsicht ist geboten bei Patienten mit medizinischen Auffälligkeiten, z.B.
- Verlängerung des PR Intervalls wurde in klinischen Studien mit Eslicarbazepin beobachtet
- Nierenfunktionsstörung
- Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion
- Dosis auf Basis der Kreatinin-Clearance anpassen
- ClKr < 30 ml/min: Anwendung aufgrund unzureichender Daten nicht empfohlen
- Dosis auf Basis der Kreatinin-Clearance anpassen
- Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion
- Leberfunktionsstörung
- Patienten mit leichter bis mäßiger Beeinträchtigung der Leberfunktion
- klinische Daten nur begrenzt vorhanden
- Anwendung nur mit Vorsicht
- Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion
- keine pharmakokinetischen oder klinischen Daten vorhanden
- das Arzneimittel soll nicht angewendet werden
- Patienten mit leichter bis mäßiger Beeinträchtigung der Leberfunktion