Zejula 100 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 56 ST | 3989,27 € |
| – | 84 ST | 5955,07 € |
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Indikation
- als Monotherapie zur Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit fortgeschrittenem epithelialem (FIGO-Stadien III und IV) high-grade Karzinom der Ovarien, der Tuben oder mit primärem Peritonealkarzinom, die nach einer Platinbasierten Erstlinien-Chemotherapie ein Ansprechen (komplett oder partiell) haben
- als Monotherapie zur Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit Rezidiv eines Platin-sensiblen, high-grade serösen epithelialen Karzinoms der Ovarien, der Tuben oder mit primärem Peritonealkarzinom, die sich nach einer Platin-basierten Chemotherapie in Remission (komplett oder partiell) befinden
Dosierung
- allgemein
- Behandlung sollte von einem mit der Anwendung antineoplastischer Arzneimittel vertrauten Arzt begonnen und überwacht werden
- Erstlinien-Erhaltungstherapie zur Behandlung des Ovarialkarzinoms
- empfohlene Anfangsdosis: 200 mg Niraparib 1mal / Tag
- Patientinnen mit einem Körpergewicht >/= 77 kg und Thrombozytenausgangswerten >/= 150.000/µl:
- empfohlene Anfangsdosis: 300 mg Niraparib 1mal / Tag
- Erhaltungstherapie zur Behandlung des rezidivierenden Ovarialkarzinoms
- Gesamttagesdosis: 300 mg Niraparib 1mal / Tag
- empfohlen, Dosis jeden Tag zur gleichen Tageszeit einzunehmen
- Behandlung bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder dem Auftreten von Toxizitäten fortzuführen
- versäumte Einnahme
- Einnahme der nächsten Dosis zum gewohnten, vorgesehenen Zeitpunkt
Dosisanpassungen
- bei Nebenwirkungen
- Anweisung 1: Empfohlene Dosismodifizierungen zum Umgang mit Nebenwirkungen
- Höhe der Anfangsdosis 200 mg Niraparib
- Erste Dosisreduktion: 100 mg Niraparib / Tag
- Zweite Dosisreduktion: Absetzen von Niraparib
- Höhe der Anfangsdosis 300 mg Niraparib
- Erste Dosisreduktion: 200 mg Niraparib / Tag
- Zweite Dosisreduktion: 100 mg Niraparib / Tag*
- * Falls eine weitere Dosisreduktion unter 100 mg Niraparib / Tag erforderlich ist, setzen Sie Niraparib ab
- Höhe der Anfangsdosis 200 mg Niraparib
- Anweisung 2: Die empfohlenen Dosismodifizierungen bei nicht-hämatologischen Nebenwirkungen
- Nicht-hämatologische behandlungsassoziierte Nebenwirkung mit einem Schweregrad >/= 3 nach CTCAE*, wenn eine Prophylaxe als nicht durchführbar angesehen wird oder die Nebenwirkung unter einer Behandlung bestehen bleibt
- Erstmaliges Auftreten:
- Unterbrechung der Therapie mit Niraparib für maximal 28 Tage oder bis zum Verschwinden der Nebenwirkung
- Wiederaufnahme der Behandlung mit Niraparib in reduzierter Dosis gemäß obigen Angaben zu empfohlenen Dosismodifizierungen zum Umgang mit Nebenwirkungen
- Zweites Auftreten:
- Unterbrechung der Therapie mit Niraparib für maximal 28 Tage oder bis zum Verschwinden der Nebenwirkung
- Wiederaufnahme der Behandlung mit Niraparib in reduzierter Dosis oder Absetzen von Niraparib gemäß obigen Angaben zu empfohlenen Dosismodifizierungen zum Umgang mit Nebenwirkungen
- Erstmaliges Auftreten:
- Behandlungsassoziierte Nebenwirkung mit einem Schweregrad >/= Grad 3 nach CTCAE, die unter der Therapie mit Niraparib in einer Dosierung von 100 mg / Tag über mehr als 28 Tage anhält
- Abbrechen der Therapie
- * CTCAE = Common Terminology Criteria for Adverse Events
- Nicht-hämatologische behandlungsassoziierte Nebenwirkung mit einem Schweregrad >/= 3 nach CTCAE*, wenn eine Prophylaxe als nicht durchführbar angesehen wird oder die Nebenwirkung unter einer Behandlung bestehen bleibt
- Anweisung 3: Dosismodifizierungen bei hämatologischen Nebenwirkungen
- Hämatologische Nebenwirkungen wurden unter der Behandlung mit Niraparib vor allem in der Anfangsphase der Therapie beobachtet
- daher empfohlen, im ersten Monat der Behandlung wöchentlich ein vollständiges Blutbild anzufertigen und die Dosis nach Bedarf anzupassen
- Nach dem ersten Monat wird eine einmal monatliche Überwachung des vollständigen Blutbilds und danach in regelmäßigen Abständen empfohlen
- Auf Grundlage individueller Laborwerte kann auch im zweiten Monat der Behandlung eine wöchentliche Kontrolle notwendig werden
- Hämatologische Nebenwirkungen, die eine Transfusion oder die Gabe hämatopoetischer Wachstumsfaktoren erforderlich machen
- Bei Patientinnen mit Thrombozytenzahlen </= 10.000/µl sollte eine Thrombozytentransfusion in Erwägung gezogen werden
- Wenn weitere Risikofaktoren für Blutungen bestehen, z. B. die gleichzeitige Behandlung mit Antikoagulanzien oder Thrombozytenfunktionshemmern, sollten die Unterbrechung dieser Behandlungen und/oder Thrombozytentransfusionen auch schon bei höheren Thrombozytenzahlen erwogen werden
- Bei Wiederaufnahme der Behandlung mit Niraparib sollte eine Dosisreduktion erfolgen
- Thrombozytenzahl < 100.000/µl
- Erstmaliges Auftreten:
- Unterbrechung der Therapie mit Niraparib für maximal 28 Tage und wöchentliche Kontrolle des Blutbilds bis zum Ansteigen der Thrombozytenzahl >/= 100.000/µl
- Wiederaufnahme der Behandlung mit Niraparib in unveränderter oder reduzierter Dosis gemäß Anweisung 1 nach klinischem Ermessen
- Wenn die Thrombozytenzahlen zu irgendeinem Zeitpunkt < 75.000/µl liegen, sollte die Wiederaufnahme in reduzierter Dosis gemäß Anweisung 1 erfolgen
- Zweites Auftreten:
- Unterbrechung der Therapie mit Niraparib für maximal 28 Tage und wöchentliche Kontrolle des Blutbilds bis zum Ansteigen der Thrombozytenzahl >/= 100.000/µl
- Wiederaufnahme der Behandlung mit Niraparib in reduzierter Dosierung gemäß Anweisung 1
- Wenn die Thrombozytenzahlen nicht innerhalb von 28 Tagen nach Unterbrechung der Therapie wieder auf akzeptable Werte ansteigen oder wenn bereits eine Dosisreduktion auf 100 mg einmal pro Tag erfolgt ist, sollte die Therapie mit Niraparib abgebrochen werden
- Erstmaliges Auftreten:
- Neutrophilenzahl < 1.000/µl oder Hämoglobinkonzentration < 8 g/dl
- Unterbrechung der Therapie mit Niraparib für maximal 28 Tage und wöchentliche Kontrolle des Blutbilds bis zum Ansteigen der Neutrophilenzahl auf >/= 1.500/µl oder der Hämoglobinkonzentration auf >/= 9 g/dl
- Wiederaufnahme der Behandlung mit Niraparib in reduzierter Dosierung gemäß Anweisung 1
- Wenn die Neutrophilenzahl und/oder die Hämoglobinkonzentration nicht innerhalb von 28 Tagen nach Unterbrechung der Therapie wieder auf akzeptable Werte ansteigen oder wenn bereits eine Dosisreduktion auf 100 mg einmal pro Tag erfolgt ist, sollte die Therapie mit Niraparib abgebrochen werden
- Gesicherte Diagnose eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) oder einer akuten myeloischen Leukämie (AML)
- Dauerhafter Abbruch der Behandlung
- Anweisung 1: Empfohlene Dosismodifizierungen zum Umgang mit Nebenwirkungen
- Patientinnen mit niedrigem Körpergewicht unter einer Erhaltungstherapie zur Behandlung des rezidivierenden Ovarialkarzinoms
- Etwa 25% der Patientinnen in der NOVA-Studie wiesen ein Körpergewicht von weniger als 58 kg auf und etwa 25% der Patientinnen wogen mehr als 77 kg
- Nebenwirkungen vom Schweregrad 3 oder 4 traten bei Patientinnen mit niedrigem Körpergewicht häufiger auf (78%), als bei Patientinnen mit hohem Körpergewicht (53%)
- Nur 13% der Patientinnen mit niedrigem Körpergewicht erhielten Niraparib in einer Dosis von 300 mg über Zyklus 3 hinaus
- Bei Patientinnen mit einem Körpergewicht von weniger als 58 kg kann eine Anfangsdosis von 200 mg erwogen werden
- ältere Patientinnen
- älteren Patientinnen (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- älteren Patientinnen (>/= 75 Jahre)
- nur wenige klinische Daten verfügbar
- älteren Patientinnen (>/= 65 Jahre)
- eingeschränkte Nierenfunktion
- geringfügige oder moderate Einschränkung: keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Einschränkung oder terminale Niereninsuffizienz unter Hämodialyse: mit Vorsicht einsetzen
- eingeschränkte Leberfunktion
- geringfügige Einschränkung der Leberfunktion (entweder Aspartat-Aminotransferase (AST) > Obergrenze des Normbereichs (upper limit of normal, ULN) und Gesamtbilirubin (TB) </= ULN oder beliebiger AST-Wert und TB > 1,0 × - 1,5 × ULN)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- moderate Einschränkung der Leberfunktion (beliebiger AST-Wert und TB > 1,5 × - 3 × ULN)
- empfohlene Anfangsdosis: 200 mg Niraparib 1mal / Tag
- schwere Einschränkung der Leberfunktion (beliebiger AST-Wert und TB > 3 × ULN)
- keine Daten
- mit Vorsicht einsetzen
- geringfügige Einschränkung der Leberfunktion (entweder Aspartat-Aminotransferase (AST) > Obergrenze des Normbereichs (upper limit of normal, ULN) und Gesamtbilirubin (TB) </= ULN oder beliebiger AST-Wert und TB > 1,0 × - 1,5 × ULN)
- Patientinnen mit einem Leistungsstatus 2 bis 4 nach der ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group)-Klassifikation
- keine klinischen Daten verfügbar
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
Kontraindikationen
Niraparib - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Niraparib
- Stillen
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Niraparib - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Häufigkeit aller CTCAE (Common Terminology Criteria for Adverse Events version 4.02) - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Harnweginfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bronchitis
- Konjunktivitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnwegsinfektion
- Bronchitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Häufigkeit aller CTCAE (Common Terminology Criteria for Adverse Events version 4.02) - Schweregrade
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- myelodysplastisches Syndrom/akute myeloische Leukämie
- basierend auf Daten aus klinischen Studien mit Niraparib
- dies ist nicht beschränkt auf die pivotale Monotherapie-Studie ENGOT-OV16
- myelodysplastisches Syndrom/akute myeloische Leukämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- myelodysplastisches Syndrom/akute myeloische Leukämie
- basierend auf Daten aus klinischen Studien mit Niraparib
- dies ist nicht beschränkt auf die pivotale Monotherapie-Studie ENGOT-OV16
- myelodysplastisches Syndrom/akute myeloische Leukämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Thrombozytopenie / verminderte Thrombozytenzahl
- in der NOVA-Studie kam es bei 48 von 367 Patientinnen (13 %) zu Blutungen bei gleichzeitiger Thrombozytopenie
- Anämie
- Neutropenie / verminderte Neutrophilenzahl
- Leukopenie / verminderte Anzahl von weißen Blutkörperchen
- Thrombozytopenie / verminderte Thrombozytenzahl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Panzytopenie
- febrile Neutropenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Thrombozytopenie
- Anämie
- Neutropenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leukopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Panzytopenie
- Auftreten eines Blutungs-Ereignisses vom Schweregrad 3 mit Petechien und Hämatomen, das gleichzeitig mit einer schweren unerwünschten Nebenwirkung einer Panzytopenie beobachtet wurde
- febrile Neutropenie
- Panzytopenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Erkrankungen des Immunsystems
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit (umfasst Arzneimittel-Überempfindlichkeit, anaphylaktoide Reaktion, Arzneimittelexanthem, Angioödem und Urtikaria)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verminderter Appetit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypokaliämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypokaliämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderter Appetit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Psychiatrische Erkrankungen
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angst
- Depression
- kognitive Beeinträchtigung (umfasst Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung, Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheitszustand
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlaflosigkeit
- Angst
- Depression
- Verwirrtheitszustand
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Erkrankungen des Nervensystems
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Geschmacksstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- posteriores reversibles Encephalopathie-Syndrom (PRES)
- basierend auf Daten aus klinischen Studien mit Niraparib
- dies ist nicht beschränkt auf die pivotale Monotherapie-Studie ENGOT-OV16
- posteriores reversibles Encephalopathie-Syndrom (PRES)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Herzerkrankungen
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Palpitationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- keine Angabe
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Gefäßerkrankungen
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypertonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hypertensive Krisen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hitzewallungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe
- Husten
- Nasopharyngitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Epistaxis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pneumonitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- Epistaxis
- Pneumonitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Obstipation
- Erbrechen
- Abdominalschmerz
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mundtrockenheit
- Aufblähung des Abdomens
- Schleimhautentzündung
- Stomatitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Abdominalschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhoe
- Obstipation
- Schleimhautentzündung
- Stomatitis
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Photosensitivität
- Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Photosensitivität
- Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Rückenschmerzen
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Myalgie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rückenschmerzen
- Arthralgie
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ermüdung
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- peripheres Ödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ermüdung
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- Untersuchungen
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gamma-Glutamyl-Transferase erhöht
- AST erhöht
- ALT erhöht
- Kreatinin im Blut erhöht
- alkalische Phosphatase im Blut erhöht
- Gewicht erniedrigt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit vom Schweregrad 3 oder 4 nach CTCAE
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gamma-Glutamyl-Transferase erhöht
- ALT erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- AST erhöht
- alkalische Phosphatase im Blut erhöht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Häufigkeit aller CTCAE - Schweregrade
Anwendungshinweise
- Filmtabletten oral einnehmen
- jeden Tag zur etwa gleichen Tageszeit
- Einnahme entweder ohne Nahrung (mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit) oder mit einer leichten Mahlzeit einnehmen
- Einnahme unmittelbar vor dem Schlafengehen kann helfen, Übelkeit zu vermeiden
Stillzeithinweise
Niraparib - peroral
- Stillen ist während der Behandlung und für 1 Monat nach Einnahme der letzten Dosis kontraindiziert
- nicht bekannt, ob Niraparib oder seine Metaboliten in die Muttermilch ausgeschieden werden
Schwangerschaftshinweise
Niraparib - peroral
- sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- keine oder nur begrenzte Daten zum Einsatz von Niraparib bei Schwangeren
- auf Grundlage seines Wirkungsmechanismus könnte Niraparib jedoch Schädigungen des Embryos oder des Fetus hervorrufen, einschließlich letaler Wirkungen und teratogener Effekte, wenn es Schwangeren gegeben wird
- tierexperimentelle Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität
- wurden nicht durchgeführt
- Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption bei Frauen
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten unter der Behandlung mit Niraparib nicht schwanger werden und zu Behandlungsbeginn nicht schwanger sein
- bei allen Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Behandlungsbeginn ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden
- während der Therapie und für 6 Monate nach Einnahme der letzten Dosis müssen Frauen im gebärfähigen Alter eine hoch wirksame Methode der Empfängnisverhütung anwenden
- Fertilität
- keine klinischen Daten zur Fertilität
- bei Ratten und Hunden wurde eine reversible Beeinträchtigung der Spermatogenese beobachtet
Warnhinweise
Niraparib - peroral
- Behandlung sollte von einem mit der Anwendung antineoplastischer Arzneimittel vertrauten Arzt begonnen und überwacht werden
- hämatologische Nebenwirkungen
- bei mit Niraparib behandelten Patientinnen wurden hämatologische Nebenwirkungen (Thrombozytopenie, Anämie, Neutropenie) beschrieben
- für Patientinnen mit geringerem Körpergewicht oder niedrigeren Thrombozytenausgangswerten kann ein erhöhtes Risiko für Thrombozytopenien vom Schweregrad 3+ bestehen
- die einmal wöchentliche Anfertigung eines vollständigen Blutbilds wird während des 1. Behandlungsmonats zur Überwachung klinisch relevanter Veränderungen der hämatologischen Parameter empfohlen
- gefolgt von monatlichen Kontrollen über die folgenden 10 Monate der Behandlung und
- danach in regelmäßigen Abständen
- wenn schwere und anhaltende hämatologische Toxizitäten auftreten, einschließlich Panzytopenien, die sich nicht innerhalb von 28 Tagen nach einer Therapieunterbrechung zurückbilden
- Behandlung sollte beendet werden
- wegen des Risikos einer Thrombozytopenie Antikoagulanzien und Arzneimittel, die die Thrombozytenzahl vermindern, mit Vorsicht einsetzen
- bei mit Niraparib behandelten Patientinnen wurden hämatologische Nebenwirkungen (Thrombozytopenie, Anämie, Neutropenie) beschrieben
- myelodysplastisches Syndrom / akute myeloische Leukämie
- Fälle eines myelodysplastischen Syndroms bzw. einer akuten myeloischen Leukämie (MDS / AML), einschl. Fälle mit tödlichem Ausgang, wurden bei Patientinnen, die mit Niraparib (Mono- oder Kombinationstherapie) in klinischen Studien und nach Markteinführung behandelt wurden, beobachtet
- in klinischen Studien variierte die Dauer der Behandlung mit Nirapirab bei Patientinnen, die in der Folge ein MDS oder eine AML entwickelten, zwischen 0,5 Monaten und mehr als 4,9 Jahren
- Fälle waren typisch für ein(e) sekundäre(s) MDS / AML in Assoziation mit einer antineoplastischen Therapie
- alle Patientinnen hatten mehrere Platin-haltige Chemotherapieregime erhalten
- viele von ihnen auch mit weiteren DNA-schädigenden Substanzen und Bestrahlungen behandelt
- manche Patientinnen wiesen eine anamnestisch bekannte Knochenmarksuppression auf
- in der NOVA-Studie war die Häufigkeit von MDS / AML in der gBRCAmut-Kohorte (7,4%) höher als in der Non-gBRCAmut-Kohorte (1,7%)
- Verdacht auf MDS/AML oder anhaltenden hämatologischen Toxizitäten
- Patientin sollte zur weiteren Beurteilung an einen Hämatologen überwiesen werden
- wenn ein(e) MDS/AML bestätigt wird, sollte die Therapie mit Niraparib abgebrochen und die Patientin adäquat behandelt werden
- Patientin sollte zur weiteren Beurteilung an einen Hämatologen überwiesen werden
- Hypertonie, einschließlich hypertensiver Krisen
- unter Behandlung mit Niraparib Hypertonien, einschließlich hypertensiver Krisen, beobachtet
- vorbestehende Hypertonie sollte adäquat beherrscht sein, bevor eine Behandlung mit Niraparib begonnen wird
- Blutdruck sollte unter der Behandlung in den ersten beiden Monaten mindestens wöchentlich, danach im ersten Jahr monatlich und dann regelmäßig kontrolliert werden
- Kontrolle des Blutdrucks zu Hause kann für geeignete Patientinnen in Betracht gezogen werden
- Patientinnen sollen angewiesen werden, bei einem Anstieg des Blutdrucks ihren Arzt zu kontaktieren
- Kontrolle des Blutdrucks zu Hause kann für geeignete Patientinnen in Betracht gezogen werden
- eine Hypertonie sollte, wenn nötig, medikamentös mit antihypertensiv wirkenden Arzneimitteln als auch durch eine Anpassung der Dosis von Niraparib behandelt werden (siehe Rubrik "Dosierung")
- im klinischen Programm erfolgten bei den Patientinnen unter Behandlung mit Niraparib Blutdruckmessungen an Tag 1 jedes 28-tägigen Zyklus
- in den meisten Fällen war eine Hypertonie mit Standard-Antihypertensiva mit oder ohne Dosisanpassungen von Niraparib ausreichend beherrschbar
- bei hypertensiven Krisen oder wenn eine klinisch relevante Hypertonie mit einer antihypertensiven Therapie nicht ausreichend kontrolliert werden kann
- Behandlung mit Niraparib sollte beendet werden
- posteriores reversibles Encephalopathie-Syndrom (PRES)
- es gibt Berichte über das posteriore reversible Encephalopathie-Syndrom (PRES) bei Patienten, die Niraparib erhalten
- PRES ist eine seltene, reversible neurologische Erkrankung, die mit sich schnell entwickelnden Symptomen wie Krampfanfällen, Kopfschmerzen, verändertem Geisteszustand, Sehstörungen oder corticaler Blindheit mit oder ohne damit verbundener Hypertonie einhergehen kann
- Diagnose eines PRES erfordert eine Bestätigung durch Bildgebung des Gehirns, vorzugsweise Magnetresonanztomographie (MRT)
- im Fall eines PRES wird empfohlen
- Niraparib abzusetzen
- spezifische Symptome wie Bluthochdruck zu behandeln
- Sicherheit der Wiederaufnahme der Niraparib-Therapie bei Patienten, bei denen zuvor PRES aufgetreten ist, ist nicht bekannt
- Schwangerschaft / Kontrazeption
- Niraparib sollte während einer Schwangerschaft nicht eingesetzt werden
- gilt auch für Frauen im gebärfähigen Alter, die während der Behandlung mit Niraparib und für 6 Monate nach Einnahme der letzten Dosis keine hoch wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden möchten
- bei allen Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Beginn der Behandlung ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden
- Einschränkung der Leberfunktion
- Patientinnen mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion
- basierend auf Daten bei Patientinnen mit moderater Einschränkung der Leberfunktion kann es zu erhöhter Exposition von Niraparib kommen
- Patientinnen sollten sorgfältig überwacht werden
- Patientinnen mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion