ZELDOX 10mg/ml

Viatris Healthcare GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Ziprasidon →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 60 ML 102,21 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Schizophrenie bei Erwachsenen
  • manische oder gemischte Episoden bis zu einem mässigen Schweregrad bei bipolaren Störungen (Prävention von Episoden bipolarer Störungen wurde nicht nachgewiesen) bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen (10 - 17 Jahre)

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Suspension enthält 10 mg Ziprasidon (als Hydrochlorid-1-Wasser)

  • Schizophrenie und bipolare Manie
    • Erwachsene
      • akut: 40 mg 2mal / Tag
      • Erhöhung der Dosis auf bis zu 80 mg 2mal / Tag, abhängig vom klinischen Ansprechen
        • falls erforderlich, kann die höchste empfohlene Dosis bereits am 3. Behandlungstag erreicht werden
      • Erhaltungsdosis:
        • so niedrig wie möglich
        • in vielen Fällen 20 mg 2mal / Tag ausreichend
      • tägliche Maximaldosis: 160 mg
        • Verträglichkeit von höheren Dosen nicht nachgewiesen
        • dosisabhängige Qt-Intervall-Verlängerung
    • Kinder 10 - 17 Jahren
      • Bipolare Störungen
        • 1. Tag: 20 mg als Einzeldosis
        • anschließend: 2mal / Tag als getrennte Gaben
        • Dosistitration über 1 - 2 Wochen:
          • Patienten >/= 45 kg KG: Zieldosis 120 - 160 mg / Tag
          • Patienten < 45 kg KG: Zieldosis 60 - 80 mg / Tag
        • nachfolgende Dosierung, in Abhängigkeit vom jeweiligen klinischen Status
          • Patienten >/= 45 kg KG: 80 - 160 mg / Tag
          • Patienten < 45 kg KG: 40 - 80 mg / Tag
        • In der klinischen Studie war eine asymmetrische Dosierung mit einer morgendlichen Gabe möglich, die um 20 oder 40 mg unter der abendlichen Gabe lag
        • gewichtsabhängige Maximaldosis (Sicherheit höherer Dosen nicht bestätigt; Ziprasidon mit einer dosisabhängigen Verlängerung des QT-Intervalls assoziiert):
          • >/= 45 kg KG: 160 mg
          • < 45 kg KG: 80 mg
      • Schizophrenie
        • Sicherheit und Wirksamkeit von Ziprasidon bei pädiatrischen Patienten mit Schizophrenie nicht nachgewiesen

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • niedrigere Dosen in Betracht ziehen
  • ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • niedrigere Initialdosis in Betracht ziehen, wenn klinische Faktoren dafür sprechen

Kontraindikationen

Ziprasidon - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Ziprasidon
  • bekannte QT-Intervall-Verlängerung
  • angeborenes QT-Syndrom
  • kürzlich vorangegangener akuter Myokardinfarkt
  • nichtkompensierte Herzinsuffizienz
  • Herzrhythmusstörungen, die mit Antiarrhythmika der Klassen IA und III behandelt werden
  • gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, wie Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Arsentrioxid, Halofantrin, Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder Cisaprid

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

Ziprasidon - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anaphylaktische Reaktion
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rhinitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lymphopenie
      • Eosinophilie
  • Endokrine Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperprolaktinämie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gesteigerter Appetit
      • Hypocalcämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schlaflosigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Manie
      • Agitiertheit
      • Angst
      • Unruhe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Panikattacken
      • Albträume
      • Nervosität
      • depressive Verstimmung
      • verminderte Libido
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypomanie
      • Bradyphrenie
      • Anorgasmie
      • flacher Affekt
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Somnolenz
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dystonie
      • extrapyramidale Störungen
      • Parkinsonismus
      • Spätdyskinesien
      • Dyskinesien
      • Hypertonie
      • Akathisie
      • Tremor
      • Schwindelgefühl
      • Sedierung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Synkope
      • Grand-Mal-Anfall
      • Ataxie
      • Akinesie
      • Syndrom der ruhelosen Beine
      • Gangstörung
      • Sabbern
      • Parästhesie
      • Hypoästhesie
      • Dysarthrie
      • Aufmerksamkeitsstörungen
      • Hypersomnie
      • Lethargie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • malignes neuroleptisches Syndrom
      • Serotonin-Syndrom
      • Gesichtsasymmetrie
      • Parese
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verschwommenes Sehen
      • Sehstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • okulogyre Krise
      • Photophobie
      • trockene Augen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Amblyopie
      • Augenjucken
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Tinnitus
      • Ohrenschmerzen
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tachykardie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Torsade de pointes
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • hypertensive Krise
      • orthostatische Hypotonie
      • Hypotonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • systolische Hypertonie
      • diastolische Hypertonie
      • Blutdruckschwankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • venöse Embolie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Engegefühl im Hals
      • Dyspnoe
      • oropharyngeale Schmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Laryngospasmus
      • Schluckauf
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Verstopfung
      • Speichelfluss
      • Mundtrockenheit
      • Dyspepsie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysphagie
      • Gastritis
      • gastroösophagealer Reflux
      • abdominale Beschwerden
      • Erkrankung der Zunge
      • Flatulenz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • dünner Stuhl
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
      • makulopapulöser Ausschlag
      • Akne
      • Alopezie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
      • Psoriasis
      • Angioödem
      • allergische Dermatitis
      • Gesichtsschwellung
      • Erythem
      • papulöser Ausschlag
      • Hautreizungen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelrigidität
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Torticollis
      • Muskelspasmen
      • tonisch-klonische Krampfanfälle
      • Schmerzen in den Extremitäten
      • muskuloskelettale Beschwerden
      • Gelenksteifigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Trismus
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Harninkontinenz
      • Dysurie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Harnretention
      • Enuresis
  • Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Störung der sexuellen Erregung beim Mann
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Galaktorrhoe
      • Gynäkomastie
      • Amenorrhoe
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Priapismus
      • gesteigerte Erektionen
      • erektile Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fieber
      • Schmerz
      • Asthenie
      • Müdigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Brustkorbbeschwerden
      • Durst
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hitzegefühl
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gewichtsverlust
      • Gewichtszunahme
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG
      • pathologischer Leberfunktionstest
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anstieg des Lactatdehydrogenase-Blutwerts (LDH)

Kinder und Jugendliche

  • Sicherheitsprofil von Ziprasidon bei Kindern und Jugendlichen war im Allgemeinen ähnlich wie das Profil bei Erwachsenen
    • in pädiatrischen Studien jedoch eine hohe Inzidenz von Sedierung und Schläfrigkeit beobachtet

Anwendungshinweise

  • Einnahme zu den Mahlzeiten (Bioverfügbarkeit bis zu 100 %)
  • Dosis möglichst genau mit der beigefügten Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen abmessen
  • Suspension direkt in den Mund verabreichen
  • Suspension vor Einnahme nicht verdünnen oder mit Nahrungsmitteln oder Getränken mischen

Stillzeithinweise

Ziprasidon - intraoral
  • Patientinnen muss geraten werden, nicht zu stillen, wenn sie Ziprasidon erhalten
    • falls die Behandlung notwendig ist, muss abgestillt werden
  • keine geeigneten und gut kontrollierten Studien bei stillenden Frauen vorliegend
  • ein Einzelfallbericht zeigte, dass Ziprasidon in der Muttermilch nachweisbar war

Schwangerschaftshinweise

Ziprasidon - intraoral
  • da die Erfahrung bei Menschen begrenzt ist, darf Ziprasidon in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter größer ist als das potenzielle Risiko für den Fötus
  • Ziprasidon darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt notwendig
    • sollte eine Unterbrechung während der Schwangerschaft notwendig werden, ist diese nicht abrupt einzuleiten
  • keine Studien bei schwangeren Frauen vorliegend
  • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität
    • zeigten unerwünschte Wirkungen auf die Fortpflanzung bei Dosen, die bereits für das Muttertier toxisch waren und/ oder zur Sedierung führten
    • keine Hinweise auf teratogene Wirkungen
  • Antipsychotika-Klasseneffekt
    • Neugeborene, die während des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschließlich Ziprasidon) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/ oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können
      • Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme
    • dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden
  • Empfängnisverhütung
    • gebärfähigen Frauen, die Ziprasidon erhalten, muss geraten werden, ein geeignetes Verhütungsmittel anzuwenden
  • Fertilität
    • keine geeigneten und gut kontrollierten Studien zu Frauen und Männern mit Exposition gegenüber Ziprasidon vorliegend

Warnhinweise

Ziprasidon - intraoral
  • Patientenselektion, Ausschlusskriterien
    • zur Erkennung der Patienten, für die die Behandlung mit Ziprasidon nicht empfohlen werden kann, muss die Krankengeschichte einschließlich der Familienanamnese erhoben und eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden
  • QT-Intervall
    • Ziprasidon verursacht dosisabhängig eine leichte bis mäßige Verlängerung des QT-Intervalls
    • Ziprasidon darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln gegeben werden, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern
    • Vorsicht bei Patienten mit ausgeprägter Bradykardie
    • Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie und Hypomagnesiämie
      • erhöhen das Risiko für maligne Arrhythmien und müssen vor Behandlungsbeginn mit Ziprasidon korrigiert werden
    • Patienten mit stabilen Herzerkrankungen
      • vor Behandlungsbeginn muss eine EKG-Kontrolle in Erwägung gezogen werden
    • wenn kardiale Symptome wie Palpitationen, Schwindel, Synkopen oder Krampfanfälle auftreten
      • ist an die Möglichkeit maligner Herzrhythmusstörungen zu denken und eine kardiale Untersuchung einschließlich EKG durchzuführen
      • beträgt die Länge des QTc-Intervalls über 500 Millisekunden, Abbruch der Behandlung empfohlen
    • nach Markteinführung seltene Berichte über das Auftreten von Torsade de pointes bei Patienten mit multiplen Risikofaktoren, die Ziprasidon einnahmen
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit von Ziprasidon bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Schizophrenie sind nicht erwiesen
  • Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)
    • MNS ist ein seltener, aber potenziell lebensbedrohlicher Symptomkomplex, der im Zusammenhang mit Neuroleptika, einschließlich Ziprasidon, beobachtet wurde
      • Behandlung des MNS muss ein sofortiges Absetzen aller Neuroleptika beinhalten
  • schwere Nebenwirkungen der Haut
    • Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) wurde zusammen mit der Einnahme von Ziprasidon berichtet
      • DRESS besteht aus einer Kombination von drei oder mehreren der folgenden Symptome:
        • Hautnebenwirkung (wie Hautausschlag oder exfoliative Dermatitis)
        • Eosinophilie
        • Fieber
        • Lymphadenopathie
        • und eine oder mehrere systemische Komplikationen, wie Hepatitis, Nephritis, Pneumonitis, Myokarditis und Perikarditis
    • andere schwere Nebenwirkungen der Haut, wie das Stevens-Johnson-Syndrom, wurden zusammen mit der Einnahme von Ziprasidon berichtet
    • schwere Nebenwirkungen der Haut verlaufen manchmal tödlich
    • Ziprasidon muss abgesetzt werden, wenn schwere Nebenwirkungen der Haut auftreten
  • tardive Dyskinesie
    • Möglichkeit, dass Ziprasidon nach Langzeitbehandlung Spätdyskinesien oder andere tardive extrapyramidale Syndrome auslöst
      • Patienten mit bipolaren Störungen sind erfahrungsgemäß besonders anfällig für derartige Nebenwirkungen
      • treten bei längerer Behandlungsdauer und zunehmendem Alter häufiger auf
    • wenn Anzeichen einer Spätdyskinesie auftreten, muss eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von Ziprasidon in Erwägung gezogen werden
  • Stürze
    • Ziprasidon kann Somnolenz, Schwindel, orthostatische Hypotonie und Gangstörung verursachen, welche zu Stürzen führen können
    • Patienten mit höherem Risiko (z.B. ältere oder geschwächte Patienten)
      • müssen mit Vorsicht behandelt werden
      • geringere Initialdosis in Betracht ziehen
  • Krampfanfälle
    • Vorsicht bei der Behandlung von Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte
  • schwere Leberinsuffizienz
    • keine ausreichenden Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz vorliegend
    • Vorsicht bei dieser Patientengruppe
  • erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten zerebrovaskulären Ereignissen bei Demenzpatienten
    • in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
      • Mechanismus, der zu dieser Risikoerhöhung führt, ist unbekannt
    • kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt
    • Ziprasidon sollte daher bei Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden
  • erhöhte Mortalität bei älteren Personen mit Demenz
    • Ziprasidon ist nicht zur Behandlung von Demenz-assoziierten Verhaltensstörungen zugelassen
    • Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Personen mit Demenz, die mit Antipsychotika behandelt werden, im Vergleich zu unbehandelten Personen ein leicht erhöhtes Mortalitätsrisiko und/oder möglicherweise ein leicht erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse aufweisen
      • zur Abschätzung einer genauen Größe des Risikopotenzials reichen die Daten jedoch nicht aus
      • Ursache für dieses erhöhte Risiko ist nicht bekannt
  • Thromboembolie-Risiko
    • im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) berichtet worden
    • da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Ziprasidon identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden
  • Priapismus
    • im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika, einschließlich Ziprasidon, Fälle von Priapismus berichtet worden
    • wie bei anderen psychotropen Arzneimitteln scheint dieses unerwünschte Ereignis nicht dosisabhängig und auch nicht abhängig von der Behandlungsdauer zu sein
  • Hyperprolaktinämie
    • wie bei anderen Arzneimitteln, die antagonistisch auf Dopamin-D2-Rezeptoren wirken, kann Ziprasidon den Prolaktinspiegel erhöhen
    • im Zusammenhang mit der Anwendung von Stoffen, die die Prolaktinspiegel erhöhen, sind Beeinträchtigungen wie Galaktorrhoe, Amenorrhoe, Gynäkomastie und Impotenz berichtet worden
    • langanhaltende Hyperprolaktinämie kann, sofern von Hypogonadismus begleitet, zu einer verringerten Knochendichte führen