ZIPRASIDON MYLAN 60mg HARTKAPSELN
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 154,87 € |
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Indikation
Erwachsene
- Behandlung der Schizophrenie
Erwachsene, Kinder und Jugendliche (10 - 17 Jahre)
- Behandlung manischer oder gemischter Episoden bis zu einem mäßigen Schweregrad bei bipolaren Störungen
- Hinweis
- Prävention von Episoden bipolarer Störungen wurde nicht nachgewiesen
Dosierung
- Schizophrenie
- Erwachsene
- Akutbehandlung
- 40 mg Ziprasidon 2mal / Tag
- Erhöhung der Dosis auf bis zu 80 mg Ziprasidon 2mal / Tag, abhängig vom klinischen Ansprechen
- falls erforderlich, kann die höchste empfohlene Dosis bereits am 3. Behandlungstag erreicht werden
- Erhaltungsdosis Schizophrenie
- so niedrig wie möglich
- 20 mg Ziprasidon 2mal / Tag in vielen Fällen ausreichend
- tägliche Maximaldosis: 160 mg Ziprasidon
- Verträglichkeit von Dosen > 160 mg Ziprasidon / Tag nicht nachgewiesen
- Ziprasidon wird mit dosisabhängiger QT-Intervall-Verlängerung in Verbindung gebracht
- Akutbehandlung
- pädiatrische Patienten
- Sicherheit und Wirksamkeit bei pädiatrischen Patienten mit Schizophrenie nicht nachgewiesen
- Erwachsene
- Behandlung manischer oder gemischter Episoden bis zu einem mäßigen Schweregrad bei bipolaren Störungen
- Erwachsene
- Akutbehandlung Manie
- 40 mg Ziprasidon 2mal / Tag
- Erhöhung der Dosis auf bis zu 80 mg Ziprasidon 2mal / Tag, abhängig vom klinischen Ansprechen
- falls erforderlich, kann die höchste empfohlene Dosis bereits am 3. Behandlungstag erreicht werden
- tägliche Maximaldosis: 160 mg Ziprasidon
- Verträglichkeit von Dosen > 160 mg Ziprasidon / Tag nicht nachgewiesen
- Ziprasidon wird mit dosisabhängiger QT-Intervall-Verlängerung in Verbindung gebracht
- Akutbehandlung Manie
- Kinder und Jugendliche (10 - 17 Jahre)
- Akutbehandlung bipolarer Störungen
- 1. Tag: 20 mg Ziprasidon als Einzeldosis
- anschließend
- Dosis 2mal / Tag als getrennte Gaben
- Dosistitration über 1 - 2 Wochen:
- Zieldosis Patienten >/= 45 kg KG: 120 - 160 mg Ziprasidon / Tag
- Zieldosis Patienten < 45 kg KG: 60 - 80 mg Ziprasidon / Tag
- nachfolgende Dosierung, in Abhängigkeit vom jeweiligen klinischen Status
- Patienten >/= 45 kg KG: 80 - 160 mg Ziprasidon / Tag
- Patienten < 45 kg KG: 40 - 80 mg Ziprasidon / Tag
- asymmetrische Dosierung möglich (gemäß klinischer Studie)
- morgendliche Gabe kann um 20 oder 40 mg unter der abendlichen Gabe liegen
- Maximaldosis
- Sicherheit höherer Dosen nicht bestätigt; Ziprasidon mit einer dosisabhängigen Verlängerung des QT-Intervalls assoziiert:
- Patienten >/= 45 kg KG: 160 mg Ziprasidon / Tag
- Patienten < 45 kg KG: 80 mg Ziprasidon / Tag
- Sicherheit höherer Dosen nicht bestätigt; Ziprasidon mit einer dosisabhängigen Verlängerung des QT-Intervalls assoziiert:
- Akutbehandlung bipolarer Störungen
- Erwachsene
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- niedrigere Dosen in Betracht ziehen
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- niedrigere Initialdosis in Betracht ziehen, wenn klinische Faktoren dafür sprechen
Kontraindikationen
Ziprasidon - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ziprasidon
- bekannte QT-Intervall-Verlängerung
- angeborenes Long-QT-Syndrom
- kürzlich vorangegangener, akuter Myokardinfarkt
- nicht kompensierte Herzinsuffizienz
- Herzrhythmusstörungen, die mit Antiarrhythmika der Klassen IA und III behandelt werden
- gleichzeitige Kombination mit QT-Intervall verlängernden Arzneimitteln, wie
- Antiarrhythmika Klasse IA und III
- Arsentrioxid
- Halofantrin
- Levomethadylacetat
- Mesoridazin
- Thioridazin
- Pimozid
- Sparfloxazin
- Gatifloxazin
- Moxifloxazin
- Dolasetronmesilat
- Mefloquin
- Sertindol
- Cisaprid
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Ziprasidon - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rhinitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lymphopenie
- Eosinophilie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Endokrine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperprolaktinämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gesteigerter Appetit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypocalcämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Manie
- Agitiertheit
- Angst
- Unruhe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Panikattacken
- Albträume
- Nervosität
- depressive Verstimmung
- verminderte Libido
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypomanie
- Bradyphrenie
- Anorgasmie
- flacher Affekt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dystonie
- extrapyramidale Störungen
- Parkinsonismus
- Spätdyskinesien
- Dyskinesien
- Hypertonie
- Akathisie
- Tremor
- Schwindelgefühl
- Sedierung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Synkope
- Grand-Mal-Anfall
- Ataxie
- Akinesie
- Syndrom der ruhelosen Beine
- Gangstörung
- Sabbern
- Parästhesie
- Hypoästhesie
- Dysarthrie
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Hypersomnie
- Lethargie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- malignes neuroleptisches Syndrom
- Serotonin-Syndrom
- Gesichtsasymmetrie
- Parese
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verschwommenes Sehen
- Sehstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- okulogyre Krise
- Photophobie
- trockene Augen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Amblyopie
- Augenjucken
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- Tinnitus
- Ohrenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Torsade de pointes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- hypertensive Krise
- orthostatische Hypotonie
- Hypotonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- systolische Hypertonie
- diastolische Hypertonie
- Blutdruckschwankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- vernöse Embolie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Engegefühl im Hals
- Dyspnoe
- oropharyngeale Schmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schluckauf
- Laryngospasmus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Diarrhoe
- Erbrechen
- Verstopfung
- Dyspepsie
- Mundtrockenheit
- Speichelfluss
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysphagie
- Gastritis
- gastroösophagealer Reflux
- abdominale Beschwerden
- Erkrankung der Zunge
- Flatulenz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- dünner Stuhl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- makulopapulöser Ausschlag
- Akne
- Alopezie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- Psoriasis
- Angioödem
- allergische Dermatitis
- Gesichtsschwellung
- Erythem
- papulöser Ausschlag
- Hautreizungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelrigidität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Torticollis
- Muskelspasmen
- tonisch-klonische Krampfanfälle
- Schmerzen in den Extremitäten
- muskuloskelettale Beschwerden
- Gelenksteifigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Trismus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysurie
- Harninkontinenz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Harnretention
- Enuresis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Störung der sexuellen Erregung beim Mann
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Galaktorrhoe
- Gynäkomastie
- Amenorrhoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Priapismus
- gesteigerte Erektionen
- erektile Dysfunktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Schmerz
- Asthenie
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Brustkorbbeschwerden
- Durst
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hitzegefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtsverlust
- Gewichtszunahme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- pathologischer Leberfunktionstest
- Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg des Lactatdehydrogenase-Blutwerts (LDH)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Kinder und Jugendliche mit bipolaren Störungen sowie Jugendliche mit Schizophrenie
- in einer placebokontrollierten Studie zu bipolaren Störungen (Altersgruppe: 10 - 17 Jahre) waren die häufigsten Nebenwirkungen (mit einer Häufigkeit über 10%) Sedierung, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Schwindel
- in einer placebokontrollierten Studie zu Schizophrenie (Altersgruppe: 13 - 17 Jahre) waren die häufigsten Nebenwirkungen (mit einer Häufigkeit über 10 %) Schläfrigkeit und extrapyramidale Störungen
Anwendungshinweise
- Einnahme zu den Mahlzeiten
- die Kapseln sollten mit Nahrung eingenommen und im Ganzen geschluckt werden, ohne sie vorher zu kauen, zu zerkleinern oder zu öffnen, da dies die Aufnahme des Arzneimittels beeinträchtigen kann
Stillzeithinweise
Ziprasidon - peroral
- Patientinnen muss geraten werden, nicht zu stillen, wenn sie Ziprasidon erhalten
- falls die Behandlung notwendig ist, muss abgestillt werden
- keine geeigneten und gut kontrollierten Studien bei stillenden Frauen vorliegend
- Einzelfallbericht zeigte, dass Ziprasidon in der Muttermilch nachweisbar war
Schwangerschaftshinweise
Ziprasidon - peroral
- da Erfahrungen beim Menschen nur in begrenztem Umfang vorliegen, darf Ziprasidon in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter größer ist als das potenzielle Risiko für den Fötus
- Ziprasidon darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt notwendig
- falls ein Therapieabbruch während der Schwangerschaft erforderlich ist, sollte das Arzneimittel nicht abrupt abgesetzt werden
- keine Studien bei schwangeren Frauen vorliegend
- tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität
- zeigten unerwünschte Wirkungen auf die Fortpflanzung bei Dosierungen, die bereits für das Muttertier toxisch waren und / oder zur Sedierung führten
- keine Hinweise auf teratogene Wirkungen
- Antipsychotika-Klasseneffekt
- Neugeborene, die während des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (inkl. Ziprasidon) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet
- Schwere und Dauer nach der Entbindung variabel
- Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme
- dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden
- Neugeborene, die während des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (inkl. Ziprasidon) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet
- Empfängnisverhütung
- gebärfähigen Frauen, die Ziprasidon erhalten, muss geraten werden, ein geeignetes Verhütungsmittel anzuwenden
- Fertilität
- keine geeigneten und gut kontrollierten Studien zu Frauen und Männern mit Exposition gegenüber Ziprasidon
Warnhinweise
Ziprasidon - peroral
- zur Identifizierung von Patienten, bei denen eine Behandlung mit Ziprasidon nicht empfohlen werden kann, muss die Krankengeschichte, einschließlich der Familienanamnese, erhoben und eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden
- QT-Intervall
- Ziprasidon verursacht dosisabhängig eine leichte bis mäßige Verlängerung des QT-Intervalls
- darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern
- Vorsicht bei ausgeprägter Bradykardie
- Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie und Hypomagnesiämie erhöhen Risiko für maligne Arrhythmien
- müssen vor Behandlungsbeginn korrigiert werden
- Patienten mit stabilen Herzerkrankungen
- vor Behandlungsbeginn EKG-Kontrolle erwägen
- bei kardialen Symptomen wie Palpitationen, Schwindel, Synkopen oder Krampfanfällen
- an die Möglichkeit maligner Herzrhythmusstörungen denken und eine kardiale Untersuchung, einschließlich EKG, durchführen.
- kardiale Untersuchung einschließlich EKG-Kontrolle durchführen
- bei QTc-Intervall > 500 Millisekunden, Abbruch der Behandlung empfohlen
- nach Markteinführung selten Berichte über Torsade de Pointes bei Patienten mit multiplen Risikofaktoren
- Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)
- seltener aber potentiell lebensbedrohlicher Symptomkomplex, der in Zusammenhang mit der Behandlung mit Neuroleptika aufgetreten ist
- Behandlung des MNS muss sofortiges Absetzen aller Neuroleptika beinhalten
- schwere Nebenwirkungen der Haut
- schwere Hautreaktionen verlaufen manchmal tödlich
- Ziprasidon muss abgesetzt werden, wenn schwere Nebenwirkungen der Haut auftreten
- Berichte über Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) bei Einnahme von Ziprasidon
- DRESS: Kombination von drei oder mehreren der folgenden Symptome: Hautnebenwirkung wie (Hautausschlag oder exfoliative Dermatitis), Eosinophilie, Fieber, Lymphadenopathie und eine oder mehrere systemische Komplikationen, wie Hepatitis, Nephritis, Pneumonitis, Myokarditits und Perikarditits
- Berichte über andere schwere Hautreaktionen, wie Stevens-Johnson-Syndrom
- tardive Dyskinesien
- Auslösung von Spätkinesien oder anderer tardiver extrapyramidaler Syndrome bei Langzeitbehandlung möglich
- Patienten mit bipolaren Störungen sind erfahrungsgemäß besonders anfällig für derartige Nebenwirkungen
- Häufigkeit steigt mit der Behandlungsdauer und mit zunehmendem Alter an
- bei Anzeichen einer Spätdyskinesie: Dosisreduktion oder Therapieabbruch erwägen
- Auslösung von Spätkinesien oder anderer tardiver extrapyramidaler Syndrome bei Langzeitbehandlung möglich
- Stürze
- Ziprasidon kann Somnolenz, Schwindel, orthostatische Hypotonie und Gangstörung verursachen, welche zu Stürzen führen können
- Patienten mit höherem Risiko müssen mit Vorsicht behandelt werden und eine geringere Initialdosis ist in Betracht zu ziehen
- z.B. ältere oder geschwächte Patienten
- Krampfanfälle
- Vorsicht bei Behandlung von Patienten mit Krampfanfällen in der Anamnese
- schwere Leberinsuffizienz
- keine ausreichenden Erfahrungen mit der Behandlung bei schwerer Leberinsuffizienz
- diese Patientengruppe mit Vorsicht behandeln
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten zerebrovaskulären Ereignissen bei Demenzpatienten
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotikabehandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet.
- Mechanismus unbekannt
- Risiko kann für andere Patientengruppen und andere Antipsychotika nicht ausgeschlossen werden
- bei Patienten mit Risikofaktoren hinsichtlich eines Schlaganfalls Ziprasidon mit Vorsicht anwenden
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotikabehandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet.
- erhöhte Mortalität bei älteren Personen mit Demenz
- Ziprasidon nicht zur Behandlung von Demenz-assoziierten Verhaltensstörungen zugelassen
- Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Personen mit Demenz, die mit Antipsychotika behandelt werden, im Vergleich zuunbehandelten Personen ein leicht erhöhtes Mortalitätsrisiko und / oder möglicherweise ein leicht erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse aufwiesen
- jedoch keine ausreichenden Daten für eine genaue quantitative Abschätzung des Risikos vorliegend
- Ursache für dieses erhöhte Risiko ist nicht bekannt
- Thromboembolie-Risiko
- Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika berichtet
- da Patienten mit Antipsychotikatherapie häufig erworbene Riskofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Ziprasidon identifiziert und Präventivmaß nahmen ergriffen werden
- Priapismus
- Berichte über Fälle von Priapismus im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika, einschließlich Ziprasidon
- Nebenwirkung vermutlich dosisunabhängig und scheint nicht von der Behandlungsdauer abhängig zu sein
- Hyperprolaktinämie
- Ziprasidon kann Prolaktinspiegel erhöhen, wie bei anderen Arzneimitteln die antagonistisch auf Dopamin-D2-Rezeptoren wirken
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Stoffen, die den Prolaktinspiegel erhöhen, sind Beeinträchtigungen wie Galaktorrhoe, Amenorrhoe, Gynäkomastie und Impotenz berichtet worden
- langanhaltende Hyperprolaktinämie kann, sofern von Hypogonadismus begleitet, zu einer verringerten Knochendichte führen
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit von Ziprasidon bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Schizophrenie nicht erwiesen