ZOLADEX 3.6mg

EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Goserelin →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1 ST 196,24 €
N3 3X1 ST 611,73 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom, bei denen eine endokrine Behandlung angezeigt ist
  • Behandlung von Patientinnen mit Mammakarzinom (prä- und perimenopausale Frauen), bei denen eine endokrine Behandlung angezeigt ist

Dosierung

Basiseinheit: 1 Implantat enthält 3,6 mg Goserelin (als Goserelinacetat (1:1))

  • Prostatakarzinom und Mammakarzinom
    • Hinweis
      • besondere Vorsicht ist bei der Verabreichung bei Patienten geboten, die einen niedrigen BMI (Body-Mass-Index) haben und / oder eine volle Antikoagulation erhalten
    • 1 Implantat / 28 Tage
    • um einen anhaltenden Behandlungserfolg zu erzielen
      • 4-wöchentliche Verabreichung des Implantats einhalten
      • ausnahmsweise Verschiebung des Applikationstermins um 2- 3 Tage beeinträchtigt nicht den therapeutischen Erfolg
    • Behandlungsdauer: Langzeitbehandlung
    • Prostatakarzinomz
      • zur Beurteilung der Therapie
        • in regelmäßigen Zeitabständen übliche Kontrolluntersuchungen empfohlen
        • hierzu zählen u. a.: Symptomatik bzw. Allgemeinbefinden des Patienten, klinische Untersuchungen zur Überprüfung bzw. Abklärung des Primärtumors (rektale Palpation) und/oder der Metastasen (Röntgen, Skelettszintigraphie, Sonographie), Blutuntersuchungen (u. a. saure Phosphatase, prostataspezifisches Antigen)
    • Mammakarzinom
      • zur Beurteilung des Therapieerfolges
        • in regelmäßigen Abständen übliche Kontrolluntersuchungen empfohlen
        • hierzu zählen u. a.: Symptomatik bzw. Allgemeinbefinden der Patientin, klinische Untersuchungen zur Überprüfung bzw. Abklärung der Metastasen und / oder des Lokalrezidivs

Dosisanpassung

  • Kinder
    • kontraindiziert
  • Patienten mit eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion
    • keine Anpassung der Dosis bzw. des Dosierungsintervalls notwendig
  • ältere Patienten
    • keine Anpassung der Dosis bzw. des Dosierungsintervalls notwendig

Kontraindikationen

Goserelin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Goserelin
  • Kinder
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Goserelin - invasiv
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypophysentumor
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Frauen: Degenerierung von Uterusfibromen bei Frauen mit Uterusfibromen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Veränderungen des Blutbildes
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arzneimittel-Überempfindlichkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anaphylaktische Reaktion
  • Endokrine Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypophysen-Hämorrhagie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Männer: Beeinträchtigung der Glucosetoleranz
        • bei Männern, die LHRH-Agonisten erhielten, wurde eine Reduzierung der Glucosetoleranz beobachtet
        • dies kann sich als Diabetes mellitus oder als Entgleisung des Blutzuckerspiegels bei bestehendem Diabetes mellitus manifestieren
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Frauen: Hypercalcämie
        • Frauen mit Indikation metastasiertes Mammakarzinom: selten Hypercalcämie, zu Beginn der Therapie
        • wenn Hypercalcämie-typische Symptome (z. B. Durst) vorliegen, dann sollte eine Hyperkalzämie ausgeschlossen werden
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Libido vermindert
        • pharmakologischer Effekt, der selten ein Absetzen des Arzneimittels erfordert
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Stimmungsschwankungen
      • Depressionen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • psychotische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Frauen (in benigner Indikation): Nervosität
      • Frauen (in benigner Indikation): Schlafstörungen
      • Frauen (in benigner Indikation): Müdigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Parästhesien
      • Männer: Rückenmarkskompression
      • Frauen: Kopfschmerzen
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Männer: Herzinsuffizienz
        • wurde in einer pharmako-epidemiologischen Studie zur Anwendung von LHRH-Agonisten in der Behandlung von Prostatakrebs beobachtet
        • das Risiko scheint bei Anwendung in Kombination mit Anti-Androgenen erhöht zu sein
      • Männer: Myokardinfarkt
        • wurde in einer pharmako-epidemiologischen Studie zur Anwendung von LHRH-Agonisten in der Behandlung von Prostatakrebs beobachtet
        • das Risiko scheint bei Anwendung in Kombination mit Anti-Androgenen erhöht zu sein
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • QT-Verlängerungen
  • Gefässerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hitzewallungen
        • pharmakologischer Effekt, der selten ein Absetzen des Arzneimittels erfordert
        • kann auch nach Absetzen weiterbestehen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Blutdruck abnormal
        • Hypotonie oder Hypertonie
        • fallweise Beobachtung
        • üblicherweise vorübergehend und verschwinden entweder während der Behandlung oder nach Therapieende
        • nur selten sind medizinische Maßnahmen bis hin zum Behandlungsabbruch erforderlich
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Lungenembolie
      • interstitielle Lungenentzündung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Frauen (in benigner Indikation): Übelkeit
      • Frauen (in benigner Indikation): Erbrechen
      • Frauen (in benigner Indikation): Diarrhö
      • Frauen (in benigner Indikation): Verstopfung
      • Frauen (in benigner Indikation): abdominale Beschwerden
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fehlfunktionen der Leber
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hyperhidrose
        • pharmakologischer Effekt, der selten ein Absetzen des Arzneimittels erfordert
        • kann auch nach Absetzen weiterbestehen
      • Frauen: Akne
        • Berichte meist innerhalb eines Monats nach Therapiebeginn
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
        • im Allgemeinen leicht und gehen oft ohne Unterbrechung der Behandlung zurück
      • Frauen: Alopezie
        • Beobachtungen bei einschließlich jüngere Patientinnen, die wegen benigner Indikationen behandelt wurden
        • Haarausfall ist meist schwach, kann gelegentlich aber auch in schwerer Form auftreten
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Männer: Alopezie
        • insbesondere Verlust der Körperbehaarung
        • dieser Effekt ist bei Absenkung des Androgenspiegels zu erwarten
        • Frauen (in benigner gynäkologischer Indikation): Veränderung der Körperbehaarung
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Männer: Knochenschmerzen
        • bei Therapiebeginn kann bei Prostatakarzinom-Patienten eine vorübergehende Verstärkung bestimmter Krankheitsanzeichen wie z. B. Knochenschmerzen auftreten, die symptomatisch behandelt werden können
      • Frauen: Arthralgie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Männer: Arthralgie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Frauen (in benigner Indikation): Myalgien
      • Frauen (in benigner Indikation): Wadenkrämpfe
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Männer: erschwertes Wasserlassen bei Harnleiterverlegung
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Männer: erektile Dysfunktion
      • Frauen: vulvovaginale Trockenheit
      • Frauen: Vergrößerung der Brüste
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Männer: Gynäkomastie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Männer: Spannungsgefühl der Brust
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Frauen: Ovarialzysten
      • Frauen: Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (bei gleichzeitiger Anwendung von Gonadotropinen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Frauen: Schmier- und Entzugsblutung, vaginaler Ausfluss
      • Frauen (in benigner Indikation): Vaginitis
      • Frauen (in benigner Indikation): Veränderungen der Stimme
      • Frauen (in Ausnahmefällen während der Behandlung mit LHRH-Agonisten): Eintritt in die Menopause, so dass nach Absetzen des Präparates die Menstruationausbleibt
        • es ist nicht bekannt, ob dies eine Folge der Behandlung mit Goserelin ist oder das natürliche Klimakterium widerspiegelt
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Frauen: lokale Reaktionen an der Einstichstelle (z. B. Rötung, Schmerzen, Schwellung, Blutung)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Männer: lokale Reaktionen an der Einstichstelle (z. B. Rötung, Schmerzen, Schwellung, Blutung)
      • Frauen: Tumorflare
      • Frauen: Tumorschmerzen
      • Frauen (in benigner Indikation): periphere Ödeme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Frauen (Indikation Mammakarzinom): anfänglich vorübergehende Verstärkung bestimmter Krankheitsanzeichen, die symptomatisch behandelt werden können
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reduktion der Knochendichte
      • Gewichtszunahme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Frauen (in benigner Indikation): Erhöhung des Serumcholesterins

Anwendungshinweise

  • subkutan unter die Bauchhaut injizieren
    • subkutane Injektion in die vordere Bauchwand sollte aufgrund der nahe darunter liegenden inferioren epigastrischen Arterie und ihrer Verzweigungen mit Vorsicht erfolgen
  • weitere Hinweise s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Goserelin - invasiv
  • in der Stillzeit kontraindiziert

Schwangerschaftshinweise

Goserelin - invasiv
  • in der Schwangerschaft kontraindiziert
    • Schwangerschaft ist vor Therapiebeginn auszuschließen
  • es besteht ein theoretisches Risiko eines Aborts oder fetaler Anomalien bei Anwendung während der Schwangerschaft, wenn LHRH-Agonisten während der Schwangerschaft angewendet werden
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • vor Behandlungsbeginn sollten Frauen im gebärfähigen Alter sorgfältig untersucht werden, um eine Schwangerschaft auszuschließen
    • zur Verhütung sollten Frauen im gebärfähigen Alter während der Behandlung und nach Therapieende, bis die Menstruation wieder einsetzt, nichthormonelle Kontrazeptionsmethoden anwenden

Warnhinweise

Goserelin - invasiv
  • nicht für die Anwendung bei Kindern indiziert
    • Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen
  • Verletzungen am Verabreichungsort
    • nach der Injektion wurde über Verletzungen am Verabreichungsort berichtet, einschließlich
      • Schmerzen
      • Hämatomen
      • Blutungen und
      • Gefäßverletzungen
    • betroffene Patienten auf Anzeichen oder Symptome abdominaler Blutungen überwachen
    • in sehr seltenen Fällen führten Anwendungsfehler zu einer Gefäßverletzung und einem hämorrhagischen Schock, welche Bluttransfusionen und einen chirurgischen Eingriff erforderlich machten
    • besondere Vorsicht bei der Verabreichung ist bei Patienten geboten,
      • die einen niedrigen BMI (Body-Mass-Index) haben
      • und/oder eine volle Antikoagulation erhalten
  • es liegen keine Daten über die Entfernung oder eine Auflösung des Implantats vor
  • Depression
    • es besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Depression (die möglicherweise schwerwiegend sein kann)
    • Patienten sollten entsprechend informiert und dementsprechend behandelt werden, wenn Symptome auftreten
  • sorgfältige Überwachung von
    • Patienten mit Depressionen in der Vorgeschichte und
    • Patienten mit Bluthochdruck
  • QT-Intervall
    • bei einer Androgen-Entzugstherapie kann das QT-Intervall verlängert sein
    • der Arzt muss vor dem Behandlungsbeginn das Nutzen-Risiko-Verhältnis (einschl. des Potenzials für Torsade de Pointes) abschätzen
      • bei Patienten mit einer QT-Verlängerung in der Vorgeschichte
      • oder mit Risikofaktoren für eine QT-Verlängerung und
      • bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das QT-Intervall verlängern können
  • Diabetes mellitus
    • bei Patienten, die mit LHRH-Agonisten behandelt werden, wurde über eine Abnahme der Glucosetoleranz berichtet
    • dies kann sich als Diabetes mellitus oder in einer Entgleisung des Blutzuckerspiegels bei bestehendem Diabetes mellitus manifestieren
    • Kontrolle der Blutzuckerspiegel wird daher empfohlen
  • Männer
    • Prostatakarzinom-Patienten
      • Risiko für die Entwicklung einer Harnleiterverlegung oder Rückenmarkskompression
        • Anwendung der muss sorgfältig abgewogen werden
        • Patienten müssen im ersten Behandlungsmonat engmaschig überwacht werden
        • entwickelt sich eine Rückenmarkskompression oder treten durch eine Harnleiterverlegung Schwierigkeiten beim Wasserlassen auf, müssen diePatienten symptomatisch behandelt werden
      • Initalphase: optionale Gabe eines nichtsteroidalen Antiandrogens
        • möglichen Folgeerscheinungen des anfänglichen Serumtestosteronanstieges können weitgehend vermindert werden
      • mögliche Abnahme der Knochendichte
        • vorläufige Ergebnisse bei Männern deuten darauf hin, dass die Anwendung von Bisphosphonaten in Kombination mit LHRH-Agonisten die Abnahme der Knochendichte reduzieren kann
        • besondere Vorsicht ist bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Osteoporose geboten, z. B.
          • chronischer Alkoholmissbrauch
          • Raucher
          • Langzeitbehandlung mit Antikonvulsiva oder Corticoiden
          • Familienanamnese mit Osteoporose
      • Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz wurden beobachtet
        • Risiko scheint erhöht, wenn LHRH-Agonisten mit Antiandrogenen kombiniert werden
  • Frauen
    • Brustkrebsindikation
      • Verringerte Knochendichte
        • eine Behandlung mit LHRH-Agonisten kann zu einer Abnahme der Knochendichte führen
        • nach 2-jähriger Behandlung des frühen Brustkrebses betrug der durchschnittliche Verlust der Knochendichte 6,2% im Oberschenkelhals und 11,5% in der Lendenwirbelsäule
          • dieser Verlust ist teilweise reversibel
          • in der 1-jährigen Nachsorgeuntersuchung zeigte sich eine Erholung der Knochendichte um 3,4% im Oberschenkelhals und um 6,4% in der Lendenwirbelsäule (bezogen auf den Ausgangswert vor der Behandlung)
          • dabei basieren die Erholungswerte auf sehr wenigen Daten
        • bisher vorliegende / vorläufige Daten deuten darauf hin,
          • dass sich die Abnahme der Knochendichte nach Beendigung der Therapie in der Mehrheit der Fälle wieder zurückbildet
          • dass die Anwendung von Goserelin in Kombination mit Tamoxifen bei Patientinnen mit Brustkrebs die Abnahme der Knochendichte reduziert
    • Benigne Indikationen
      • Verlust der Knochendichte
        • die Anwendung von LHRH-Agonisten verursacht in einem 6-monatigen Behandlungszeitraum wahrscheinlich durchschnittlich eine monatliche Abnahme der Knochendichte um 1%
        • jede 10-%ige Abnahme der Knochendichte führt zu einer 2- bis 3-fachen Erhöhung des Frakturrisikos
        • wenn nach einer vorausgegangenen Behandlung mit LHRH-Agonisten Symptomewieder auftreten, sollte vor einer weiteren Therapie mit Goserelin abgesichert werden, dass die Knochendichte im Normalbereich liegt
        • bisher vorliegende Daten deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte nach Beendigung der Therapie in der Mehrheit der Fälle wieder zurückbildet
        • bei Patientinnen, die Goserelin zur Behandlung einer Endometriose erhielten, zeigtesich, dass eine zusätzliche Hormonersatztherapie den Verlust der Knochendichte undvasomotorische Symptome vermindert
        • für Patientinnen mit bereits bestehender Osteoporose oder mit Risikofaktoren fürdie Entwicklung einer Osteoporose liegen keine speziellen Daten vor;
          • Beispiele für Risikofaktoren:
            • chronischer Alkoholmissbrauch
            • Raucherinnen
            • Langzeitbehandlung mit Arzneimitteln, die die Knochendichte vermindern, wie Antikonvulsiva oder Corticoide
            • Familienanamnese mit Osteoporose
            • Mangelernährung, etwa bei Anorexia nervosa
          • es ist wahrscheinlich, dass die Abnahme der Knochendichte für diese Patientinnen schädlichere Auswirkungen hat
          • daher sollte bei diesen Patientinnen eine Behandlung mit Goserelin individuellgeprüft werden und nur begonnen werden, wenn nach einer sehr sorgfältigen Beurteilung die Vorteile der Behandlung im Vergleich zu den Risiken überwiegen
          • es sollten zusätzliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um der Abnahme der Knochendichte entgegen zu wirken
      • Entzugsblutungen
        • vaginale Blutungen von unterschiedlicher Dauer und Intensität in den ersten Behandlungswochen möglich
        • wenn vaginale Blutungen auftreten, treten diese gewöhnlich im ersten Monat nach Behandlungsbeginn auf
          • Ursache: vermutlich Blutungen aufgrund des Östradiolentzugs
          • kommen üblicherweise von selbst zum Stillstand
            • falls die Blutungen fortdauern, sollte die Ursache untersucht werden
        • normalerweise tritt 1 - 2 Monate nach Therapiebeginn eine Amenorrhö ein
        • in wenigen Fällen wurde das Auftreten einer Schmierblutung beobachtet
      • Behandlungsdauer:
        • im Falle der benignen gynäkologischen Indikationen max. 6 Monate
        • über einen längeren Zeitraum liegen noch keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vor
    • es kann zu einer Erhöhung des Zervixwiderstandes kommen
      • Zervixdilatation nur mit Vorsicht
    • bei gleichzeitiger Anwendung mit Gonadotropinen
      • ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS) möglich
      • Stimulationszyklus sollte sorgfältig überwacht werdenn, um Patientinnen mit einem Risiko zur Entwicklung eines OHSS zu identifizieren
      • bei OHSS-Risiko humanes Choriongonadotropin (hCG), möglichst nicht anwenden
    • Zur Verhütung sollten fertile Frauen während der Behandlung und nach Therapieende, bis die Menstruation wieder einsetzt, nichthormonelle Kontrazeptionsmethoden anwenden
  • Doping
    • Goserelin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen