Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 7 ST | 88,82 € |
| NotApplicable | 1 ST | – |
| NotApplicable | 5X7 ST | – |
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Indikation
- frühzeitige Behandlung des akuten Herpes zoster bei immunkompetenten Erwachsenen
Dosierung
- akuter Herpes zoster bei immunkompetenten Erwachsenen
- 1 Tablette (125 mg Brivudin) 1mal / Tag
- Behandlung so früh wie möglich beginnen
- vorzugsweise innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der ersten Hauterscheinungen (im Allgemeinen Hautausschlag)
- oder: 48 Stunden nach Auftreten der ersten Bläschen
- Behandlungsdauer: 7 Tage
- wenn die Symptome während der 7-tägigen Behandlung bestehen bleiben oder sich verschlechtern: Arzt aufsuchen
- für eine Kurzzeitbehandlung vorgesehen
- keinen 2. Zyklus durchführen
- zusätzlich verringert Behandlung bei Patienten > 50 Jahre das Risiko der Entwicklung einer postzosterischen Neuralgie
Dosisanpassung
- mässig bis schwere Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mässig bis schwere Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche (0 - 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend belegt
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Brivudin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Brivudin
- Patienten, die eine Krebs-Chemotherapie erhalten
- insbesondere wenn die Behandlung mit 5-Fluorouracil (5-FU), einschließlich topischer 5-FU-Präparate, 5-FU Prodrugs (z.B. Capecitabin, Floxuridin, Tegafur) und Kombinationsarzneimitteln mit diesen Wirkstoffen oder anderen 5-Fluoropyrimidinen erfolgt
- die Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen ist potenziell tödlich!
- Patienten, die eine antimykotische Therapie mit Flucytosin erhalten
- Flucytosin ist ein Prodrug von 5-Fluorouracil (5-FU)
- die Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen ist potenziell tödlich!
- immunsupprimierte Patienten
- z.B. Patienten unter Krebs-Chemotherapie oder immunsuppressiver Therapie
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Brivudin - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen
- peripheres Ödem und Ödem im Bereich von Zunge, Lippen, Augenlidern, Larynx und Gesicht
- Pruritus
- Hautausschlag
- vermehrtes Schwitzen
- Husten
- Dyspnoe
- Bronchokonstriktion
- allergische Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Granulozytopenie
- Eosinophilie
- Anämie
- Lymphozytose
- Monozytose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- Appetitlosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Insomnie
- Angsterkrankung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Halluzinationen
- Verwirrtheitszustand
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Benommenheit
- Vertigo
- Somnolenz
- Parästhesie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dysgeusie
- Tremor
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gleichgewichtsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ohrenschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vaskulitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Abdominalschmerzen
- Obstipation
- Flatulenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fettleber
- erhöhte Leberenzyme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hepatitis
- erhöhte Bilirubinkonzentration im Blut
- ohne Häufigkeitsangabe
- akutes Leberversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- fixes Exanthem
- exfoliative Dermatitis
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Knochenschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Müdigkeit
- grippeähnliche Erkrankung (Unwohlsein, Fieber, Schmerzen, Schüttelfrost)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten jeden Tag zur etwa gleichen Zeit
- Mahlzeiten verzögern die Aufnahme von Brivudin nicht signifikant
Stillzeithinweise
Brivudin - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Brivudin und sein Hauptmetabolit Bromvinyluracil (BVU) in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Brivudin - peroral
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- Sicherheit von Brivudin während der Schwangerschaft beim Menschen nicht nachgewiesen
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf embryotoxische oder teratogene Wirkungen
- fetotoxische Wirkungen wurden nur nach hohen Dosen festgestellt
Warnhinweise
Brivudin - peroral
- Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen (z. B. Capecitabin, 5-FU, Tegafur, Flucytosin, usw.) ist potenziell tödlich, es wurden Todesfälle aufgrund dieser Wechselwirkung berichtet
- Brivudin darf nicht zusammen angewendet werden mit
- 5-Fluorouracil (5-FU), einschließlich topischer 5-FU-Präparate
- 5-FU-Prodrugs (z.B. Capecitabin, Floxuridin, Tegafur)
- Kombinationspräparaten mit diesen Wirkstoffen
- anderen 5-Fluoropyrimidinen (z.B. Flucytosin)
- vor Behandlungsbeginn mit Fluoropyrimidin enthaltenden Arzneimitteln muss ein zeitlicher Abstand von mind. 4 Wochen eingehalten werden
- Brivudin darf nicht zusammen angewendet werden mit
- versehentliche Anwendung von Brivudin bei Patienten, die kürzlich Fluoropyrimidine erhalten haben oder derzeit erhalten
- alle Arzneimittel absetzen und wirkungsvolle Maßnahmen zur Reduzierung der Toxizität der Fluoropyrimidine ergreifen:
- sofortige Einweisung ins Krankenhaus und
- alle Maßnahmen zur Verhütung systemischer Infektionen und
- Dehydratation
- Spezialzentrum für Vergiftungen (z. B. Giftnotrufzentrale) muss so schnell wie möglich kontaktiert werden, um eine geeignete Vorgehensweise gegen die Fluoropyrimidin-Toxizität zu finden
- bei Patienten, die kürzlich Brivudin erhalten haben, sollte als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme die DPD-Enzymaktivität ermittelt werden, bevor eine Behandlung mit einem 5-Fluoropyrimidin enthaltenden Arzneimittel begonnen wird
- alle Arzneimittel absetzen und wirkungsvolle Maßnahmen zur Reduzierung der Toxizität der Fluoropyrimidine ergreifen:
- Patient sollte angewiesen werden, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Symptome während der 7-tägigen Behandlung bestehen bleiben oder sich verschlechtern
- bereits voll ausgeprägte Hauterscheinungen
- Brivudin nicht anwenden, wenn die Hauterscheinungen bereits voll ausgeprägt sind
- Patienten mit chronischen Lebrerkrankungen wie Hepatitis
- Anwendung mit Vorsicht
- nach der Marktzulassung erhobene Daten deuten darauf hin, dass eine Ausdehnung der Behandlungsdauer über die empfohlenen 7 Tage hinaus das Risiko der Entstehung einer Hepatitis erhöht