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Wirkstoff: Brivudin →

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Fachinformationen

Indikation

  • frühzeitige Behandlung des akuten Herpes zoster bei immunkompetenten Erwachsenen

Dosierung

  • akuter Herpes zoster bei immunkompetenten Erwachsenen
    • 1 Tablette (125 mg Brivudin) 1mal / Tag
    • Behandlung so früh wie möglich beginnen
      • vorzugsweise innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der ersten Hauterscheinungen (im Allgemeinen Hautausschlag)
      • oder: 48 Stunden nach Auftreten der ersten Bläschen
    • Behandlungsdauer: 7 Tage
      • wenn die Symptome während der 7-tägigen Behandlung bestehen bleiben oder sich verschlechtern: Arzt aufsuchen
      • für eine Kurzzeitbehandlung vorgesehen
      • keinen 2. Zyklus durchführen
    • zusätzlich verringert Behandlung bei Patienten > 50 Jahre das Risiko der Entwicklung einer postzosterischen Neuralgie

Dosisanpassung

  • mässig bis schwere Niereninsuffizienz
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • mässig bis schwere Leberinsuffizienz
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Kinder und Jugendliche (0 - 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend belegt
    • kontraindiziert

Kontraindikationen

Brivudin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Brivudin
  • Patienten, die eine Krebs-Chemotherapie erhalten
    • insbesondere wenn die Behandlung mit 5-Fluorouracil (5-FU), einschließlich topischer 5-FU-Präparate, 5-FU Prodrugs (z.B. Capecitabin, Floxuridin, Tegafur) und Kombinationsarzneimitteln mit diesen Wirkstoffen oder anderen 5-Fluoropyrimidinen erfolgt
    • die Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen ist potenziell tödlich!
  • Patienten, die eine antimykotische Therapie mit Flucytosin erhalten
    • Flucytosin ist ein Prodrug von 5-Fluorouracil (5-FU)
    • die Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen ist potenziell tödlich!
  • immunsupprimierte Patienten
    • z.B. Patienten unter Krebs-Chemotherapie oder immunsuppressiver Therapie
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Brivudin - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen
        • peripheres Ödem und Ödem im Bereich von Zunge, Lippen, Augenlidern, Larynx und Gesicht
        • Pruritus
        • Hautausschlag
        • vermehrtes Schwitzen
        • Husten
        • Dyspnoe
        • Bronchokonstriktion
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Granulozytopenie
      • Eosinophilie
      • Anämie
      • Lymphozytose
      • Monozytose
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombozytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
      • Appetitlosigkeit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Insomnie
      • Angsterkrankung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Halluzinationen
      • Verwirrtheitszustand
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Benommenheit
      • Vertigo
      • Somnolenz
      • Parästhesie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dysgeusie
      • Tremor
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gleichgewichtsstörung
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ohrenschmerzen
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypertonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypotonie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
      • Diarrhoe
      • Dyspepsie
      • Abdominalschmerzen
      • Obstipation
      • Flatulenz
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fettleber
      • erhöhte Leberenzyme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hepatitis
      • erhöhte Bilirubinkonzentration im Blut
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akutes Leberversagen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • fixes Exanthem
      • exfoliative Dermatitis
      • Erythema multiforme
      • Stevens-Johnson-Syndrom
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Knochenschmerzen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Müdigkeit
      • grippeähnliche Erkrankung (Unwohlsein, Fieber, Schmerzen, Schüttelfrost)

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten jeden Tag zur etwa gleichen Zeit
  • Mahlzeiten verzögern die Aufnahme von Brivudin nicht signifikant

Stillzeithinweise

Brivudin - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
  • tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Brivudin und sein Hauptmetabolit Bromvinyluracil (BVU) in die Muttermilch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Brivudin - peroral
  • kontraindiziert während der Schwangerschaft
  • Sicherheit von Brivudin während der Schwangerschaft beim Menschen nicht nachgewiesen
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf embryotoxische oder teratogene Wirkungen
    • fetotoxische Wirkungen wurden nur nach hohen Dosen festgestellt

Warnhinweise

Brivudin - peroral
  • Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen (z. B. Capecitabin, 5-FU, Tegafur, Flucytosin, usw.) ist potenziell tödlich, es wurden Todesfälle aufgrund dieser Wechselwirkung berichtet
    • Brivudin darf nicht zusammen angewendet werden mit
      • 5-Fluorouracil (5-FU), einschließlich topischer 5-FU-Präparate
      • 5-FU-Prodrugs (z.B. Capecitabin, Floxuridin, Tegafur)
      • Kombinationspräparaten mit diesen Wirkstoffen
      • anderen 5-Fluoropyrimidinen (z.B. Flucytosin)
    • vor Behandlungsbeginn mit Fluoropyrimidin enthaltenden Arzneimitteln muss ein zeitlicher Abstand von mind. 4 Wochen eingehalten werden
  • versehentliche Anwendung von Brivudin bei Patienten, die kürzlich Fluoropyrimidine erhalten haben oder derzeit erhalten
    • alle Arzneimittel absetzen und wirkungsvolle Maßnahmen zur Reduzierung der Toxizität der Fluoropyrimidine ergreifen:
      • sofortige Einweisung ins Krankenhaus und
      • alle Maßnahmen zur Verhütung systemischer Infektionen und
      • Dehydratation
    • Spezialzentrum für Vergiftungen (z. B. Giftnotrufzentrale) muss so schnell wie möglich kontaktiert werden, um eine geeignete Vorgehensweise gegen die Fluoropyrimidin-Toxizität zu finden
    • bei Patienten, die kürzlich Brivudin erhalten haben, sollte als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme die DPD-Enzymaktivität ermittelt werden, bevor eine Behandlung mit einem 5-Fluoropyrimidin enthaltenden Arzneimittel begonnen wird
  • Patient sollte angewiesen werden, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Symptome während der 7-tägigen Behandlung bestehen bleiben oder sich verschlechtern
  • bereits voll ausgeprägte Hauterscheinungen
    • Brivudin nicht anwenden, wenn die Hauterscheinungen bereits voll ausgeprägt sind
  • Patienten mit chronischen Lebrerkrankungen wie Hepatitis
    • Anwendung mit Vorsicht
    • nach der Marktzulassung erhobene Daten deuten darauf hin, dass eine Ausdehnung der Behandlungsdauer über die empfohlenen 7 Tage hinaus das Risiko der Entstehung einer Hepatitis erhöht