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Fachinformationen

Indikation

  • akute Episoden wiederholt auftretender Lippenbläschen (rezidivierender Herpes labialis)
    • Linderung von Schmerzen und Juckreiz
    • Beschleunigung der Krustenbildung beim natürlichen Heilungsverlauf

Dosierung

  • rezidivierender Herpes labialis
    • Creme 5mal / Tag, alle 4 Stunden tagsüber, auf infizierte und angrenzende Hautbereiche auftragen
    • Anwendung bereits bei den ersten Anzeichen der Herpeserkrankung (Brennen, Jucken, Spannungsgefühl, Rötung, Schwellung oder Bläschen)
    • Anwendung vor und während der Bläschenphase empfohlen
      • Beginn der Behandlung auch nach Bläschenbildung möglich
    • keine virostatische Behandlung im Krustenstadium
    • Behandlungsdauer
      • i. A. 4 Tage
      • Behandlung bis zur Verkrustung oder Abheilung der Bläschen
      • max. Behandlungsdauer: 10 Tage

Kontraindikationen

Aciclovir - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Aciclovir oder Valaciclovir
  • darf nicht auf Schleimhäute (z.B. in der Mundhöhle oder am Auge) aufgetragen werden, da sonst mit lokalen Reizerscheinungen zu rechnen ist

Nebenwirkungen

Aciclovir - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp, einschließlich
        • Angioödem
      • Urticaria
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vorübergehendes Brennen oder Stechen auf den behandelten Hautabschnitten
      • Eintrocknung oder Abschuppung der behandelten Haut
      • Juckreiz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythrem / Rötung
      • Auftreten einer Kontaktdermatitis
        • Kontaktdermatitis ist daran zu erkennen, dass die oben genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten und über die mit dem Arzneimittel behandelten Hautabschnitte hinausgehen

Anwendungshinweise

  • Creme mit einem Wattestäbchen auftragen
    • mit einer für die Größe der infizierten Hautbereiche notwendigen Menge
  • nicht nur die bereits sichtbaren Anzeichen des Herpes (Bläschen, Schwellung, Rötung) mit der Creme bedecken
    • auch angrenzende Bereiche in die Behandlung mit einbeziehen
  • falls eine Auftragung mit der Hand erfolgt, diese vorher und nachher gründlich waschen (um eine zusätzliche Infektion der geschädigten Hautpartie, z. B. durch Bakterien oder eine Übertragung der Viren auf noch nicht infizierte Schleimhautund Hautbereiche zu verhindern)

Stillzeithinweise

Aciclovir - extern
  • begrenzt verfügbare Daten beim Menschen zeigen, dass Aciclovir nach systemischer Anwendung in die Muttermilch übergeht
    • jedoch ist die Dosis, die ein Kind nach externer Anwendung von Aciclovier bei der Mutter durch das Stillen aufnehmen würde, vernachlässigbar
    • Aciclovir ist nach topischer Applikation auf die gesunde Haut kaum systemisch verfügbar
  • wenn Aciclovir während der Stillzeit angewendet wird
    • sollte ein Kontakt des gestillten Kindes mit den behandelten Körperstellen vermieden werden

Schwangerschaftshinweise

Aciclovir - extern
  • Aciclovir sollte nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens und möglicher Risiken aufgetragen werden
    • auch wenn die systemisch verfügbare Menge Aciclovir nach topischer Anwendung sehr niedrig ist
  • begrenzte Erfahrungen über eine orale Anwendung von Aciclovir in der Schwangerschaft lassen nicht auf Nebenwirkungen von Aciclovir auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus / Neugeborenen schließen
  • bisher keine einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar
  • seit Markteinführung werden Daten zur Anwendung während der Schwangerschaft (über alle verfügbaren Darreichungsformen und Stärken von Aciclovir) in einem so genannten Schwangerschaftsregister dokumentiert
    • dieses zeigt keine erhöhte Missbildungsrate im Vergleich zur normalen Bevölkerung
    • die aufgetretenen Geburtsschäden zeigten weder Einzigartigkeit noch ein konsistentes Muster, so dass nicht auf Aciclovir als Ursache geschlossen werden kann
  • tierexperimentelle Studien
    • in Studien nach international akzeptiertem Standard führte eine systemische Verabreichung von Aciclovir nicht zu embryotoxischen oder teratogenen Wirkungen an Kaninchen, Ratten oder Mäusen
    • in einem Nicht-Standardtest an Ratten wurden nur bei sehr hohen subkutanen Dosen, die zu maternaler Toxizität führten, fetale Abnormalitäten beobachtet
      • klinische Relevanz dieser Befunde ist unklar

Warnhinweise

Aciclovir - extern
  • Kontakt mit Schleimhäuten / Augen
    • darf nicht auf Schleimhäute (z. B. in der Mundhöhle, am Auge oder in der Scheide) aufgetragen werden, da sonst mit lokalenReizerscheinungen zu rechnen ist
    • besonders sollte darauf geachtet werden, ein versehentliches Einführen in das Auge zu vermeiden
  • bei schweren Verlaufsformen von rezidivierendem Herpes labialis
    • vor Behandlungsbeginn einen Arzt konsultieren
  • bei stark immungeschwächten Patienten (z.B. AIDS-Patienten oder Empfänger einer Knochenmarktransplantation)
    • Anwendung nicht empfohlen
    • orale Verabreichung von Aciclovir sollte in Betracht gezogen werden
    • diese Patienten sollten bei jeder Infektion vor Behandlungsbeginn einen Arzt konsultieren
  • Patienten, die an einer akuten Episode von Lippenherpes leiden
    • sollten die Verbreitung des Virus vermeiden, insbesondere bei offener Wunde