ZYMAFLUOR D 500
Viatris Healthcare GmbH
Wirkstoff: Colecalciferol/Fluorid →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 30 ST | 2,36 € |
| N3 | 90 ST | 6,16 € |
| KTP | 3X300 ST | 39,95 € |
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Indikation
- Vorbeugung gegen Rachitis und Karies bei Säuglingen und Kindern bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres
Dosierung
- Vorbeugung gegen Rachitis und Karies bei Säuglingen und Kindern bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres
- allgemein
- Dosierung abhängig vom Lebensalter des Kindes und unter Berücksichtigung der sonstigen Fluoridaufnahme festlegen
- Einnahme von fluoridiertem Speisesalz, fluoridierter Zahnpasta, Fluoridtabletten (einschließlich der täglichen Dosis), fluoridreichem Mineralwasser und den Fluoridgehalt des Trinkwassers bei der Dosierungsempfehlung berücksichtigen
- lediglich nur eine systemische Form der Fluoridzufuhr zur Anwendung sicherstellen
- Verwendung von Wasser (Trinkwasser, Mineralwasser) mit einem Fluoridgehalt von 0,3 mg/l oder mehr zur Zubereitung von Säuglings(-milch)-nahrung
- Gabe eines Supplements mit Vitamin D3 ohne Fluorid
- von Geburt bis Zahndurchbruch
- 1 Tablette (0,25 mg Fluorid und 400 - 500 I.E. Vitamin D3)
- ab Zahndurchbruch bis 12 Monate
- Putzen der Zähne ohne bzw. mit einer geringen Menge fluoridfreier Zahnpasta
- 1 Tablette (0,25 mg Fluorid und 400 - 500 I.E. Vitamin D3) 1mal / Tag
- Putzen der Zähne 2 × täglich mit 0,125 g (reiskorngroße Menge) Zahnpasta (1.000 ppm Fluorid)
- ausschließlich 400 - 500 I.E. Vitamin D3
- Präparat nicht geeignet, auf geeignetes Monopräparat zurückgreifen zur Deckung des täglichen Vitamin D3-Bedarfs
- nach Vollendung des 1. Lebensjahres: Rachitisprophylaxe mit einem geeigneten Vitamin D3-Monopräparat bis zum zweiten erlebten Frühsommer des Kindes fortführen
- Putzen der Zähne ohne bzw. mit einer geringen Menge fluoridfreier Zahnpasta
- allgemein
Kontraindikationen
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Colecalciferol oder Natriumfluorid
- Hypercalcämie
- Hypercalcurie
- eingeschränkte Beweglichkeit (Gipsverband)
- bereits ausreichender Fluoridzufuhr / weitere systemische Fluorid-Anwendung durch z. B. fluoridiertes Speisesalz, Trink-, Mineral oder Tafelwasser
- Hypervitaminose D
- Nephrocalcinose
- Nierensteine
- produktspezifische altersabhängige Kontraindikationen möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
Nebenwirkungen
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypercalcämie und Hypercalcurie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- gastrointestinale Beschwerden wie Obstipation, Flatulenz, Übelkeit, Abdominalschmerzen oder Diarrhö
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Pruritus, Hautausschlag oder Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- i.d.R. als tägliche Einzeldosis verabreichen
- für frühgeborene Säuglinge (und Kleinkinder) Tabletten zerkleinert und aufgelöst in etwas Wasser, Tee oder Fruchtsaft geben
- beste Anwendungszeitpunkt: abends nach dem Zähneputzen, da hierbei die hohen Fluoridkonzentrationen an den Zähnen besonders lange erhalten bleiben
- Anwendung so früh wie möglich beginnen
- um unerwünschte Komplikationen wie versehentliches ,,Verschlucken'' der Tablette in die Luftwege zu verhindern, sollte die Tablette nie unaufgelöst verabreicht werden!
Stillzeithinweise
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- das Arzneimittel ist nicht indiziert für stillende Frauen
- dieses Arzneimittel ist nur für den Gebrauch bei Säuglingen und Kindern bestimmt
Schwangerschaftshinweise
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- das Arzneimittel ist nicht indiziert für Schwangere
- dieses Arzneimittel ist nur für den Gebrauch bei Säuglingen und Kindern bestimmt
- Fertilität
- es liegen keine Daten über die Auswirkungen von Colecalciferol oder Natriumfluorid auf die Fertilität vor
Warnhinweise
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- wenn Säuglinge / Kleinkinder mit bilanzierten Diäten ernährt werden (z. B. aufgrund einer angeborenen Stoffwechselerkrankung) oder wenn ihre (Flaschen)-Nahrung mit Trink- oder Mineralwasser hergestellt wird, das mehr als 0,3 mg Fluorid pro Liter enthält, ist eine zusätzliche Fluoridzufuhr (z. B. durch Fluoridtabletten) nicht indiziert
- in diesen Fällen ist ausschließlich eine Rachitisprophylaxe mit Vitamin D3 durchzuführen
- für Kinder, die ausschließlich gestillt werden, gilt diese Einschränkung nicht, da Fluorid nur zu einem sehr geringen Teil in die Muttermilch übergeht
- in der Bundesrepublik Deutschland liegt der Fluoridgehalt im Trinkwasser - von Ausnahmen abgesehen - unter 0,3 mg/l
- bitte erfragen Sie über das zuständige Wasserwerk den Fluoridgehalt des Leitungswassers Ihrer Gemeinde
- wenn mit Vitamin D3 angereicherte Milch verwendet wird, ist der Zusatz von Vitamin D3 eventuell nicht erforderlich
- in diesen Fällen kann ausschließlich eine Kariesprophylaxe mit Natriumfluorid 0,25 mg bzw. bei erhöhtem Vitamin-D-Bedarf mit Colecalciferol 500 I. E. durchgeführt werden
- für Kinder, die ausschließlich gestillt werden, gilt diese Einschränkung nicht
- zusätzliches Vitamin D3, Fluorid oder Calcium
- wenn andere Vitamin-D3-haltige Arzneimittel verordnet werden, muss die Dosis an Vitamin D3 des Arzneimittels berücksichtigt werden
- zusätzliche Verabreichungen von Vitamin D3 oder Calcium sollten nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen
- in solchen Fällen müssen die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden
- zusätzliche Fluoridgaben, z. B. als Tabletten oder Salz, sollten nicht verabreicht werden, wenn bereits eine kombinierte Rachitis- und Kariesprophylaxe durchgeführt wird
- sofern eine systemische Fluoridzufuhr erfolgt, sollten bei Kindern unter 3 Jahren (wegen der Gefahr des Verschluckens der Zahnpasten) keine fluoridhaltigen Zahnpasten verwendet werden
- das Arzneimittel sollte nicht angewendet werden bei Patienten mit
- Neigung zur Bildung calciumhaltiger Nierensteine
- eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- chronischen Erkrankungen, die das Wachstum beeinträchtigen
- es ist im Einzelfall über den Einsatz dieser Kombinationsprophylaxe zu entscheiden, da aufgrund der festen Kombination eine angemessene Dosierung von Fluorid und Vitamin D3 nicht möglich sein kann
- um eine Überdosierung von Fluorid zu vermeiden, muss das Körpergewicht mindestens 3000 g betragen
- früh und mangelgeborene Säuglinge
- die Kariesprophylaxe durch systemische Fluoridzufuhr sollte erst nach Erreichen eines Körpergewichtes von 3000 g und bei normaler körperlicher Entwicklung einsetzen
- die Anwendung bei Patienten mit einer Malabsorption wird nicht empfohlen (ggf. abweichende Informationen siehe jeweilige Herstellerinformation)
- die empfohlene Dosierung reicht möglicherweise nicht aus, um den täglichen Bedarf an Vitamin D3 zu decken
- höhere Dosen können zu einer Überdosierung von Fluorid führen und werden daher nicht empfohlen
- gleichzeitige Behandlung mit Thiaziden
- Anwendung nur unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses bei Patienten, die mit Thiaziden behandelt werden
- hier ist besondere Vorsicht bei der Vitamin-D-Gabe angebracht (Risiko der Hypercalcämie, Hypercalcurie)
- Sarkoidose (Morbus Boeck)
- das Arzneimittel sollte bei Patienten, die unter Sarkoidose leiden, nur mit Vorsicht angewendet werden, da das Risiko einer verstärkten Umwandlung von Vitamin D3 in seine aktiven Metaboliten besteht
- bei diesen Patienten sollten die Calciumspiegel im Plasma und Urin überwacht werden
- Pseudohypoparathyreoidismus
- das Arzneimittel sollte bei Pseudohypoparathyreoidismus nicht eingenommen werden (der Vitamin-D-Bedarf kann durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, mit dem Risiko einer lang dauernden Überdosierung)
- hierzu stehen leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung
- Säuglinge und Kleinkinder
- bei Säuglingen und Kleinkindern besonders vorsichtig anwenden, da diese möglicherweise nicht in der Lage sind, die feste Arzneiform zu schlucken, und ersticken können
- es wird empfohlen, stattdessen die feste Arzneiform wie angegeben aufzulösen
- Langzeitbehandlung
- während einer Langzeitbehandlung sollten die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüft werden
- diese Überprüfung ist besonders wichtig bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden oder Diuretika
- dies gilt auch für Patienten, die eine starke Neigung zur Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen zeigen
- während einer Langzeitbehandlung sollten die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüft werden
- Anzeichen einer verminderten Nierenfunktion / Patienten mit Niereninsuffizienz
- die Dosis muss verringert oder die Behandlung unterbrochen werden
- im Falle einer Hypercalcämie oder falls Hypercalcurie auftritt (mehr als 7,5 mmol entsprechend 300 mg Calcium / 24 Stunden), muss die Behandlung unterbrochen werden
- bei Patienten mit Niereninsuffizienz, sollte die Wirkung auf den Calcium- und Phosphathaushalt überwacht werden
- die Dosis muss verringert oder die Behandlung unterbrochen werden